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Freitag, 26. Mai 2017



erstmal geht es weiter gen Osten

Nach zwei weiteren Tagen in Quarantäne wollen wir heute endlich mal weiterziehen. Obwohl wir sagen müssen, dass wir noch immer nicht ganz wieder beisammen sind. Aber vielleicht hilft uns ja mal ein Tapetenwechsel. Wir wollen heute hinauf zur Lassithi-Hochebene. Dafür müssen wir erstmal auf der New National Road bis Liménas Chersonísou, von wo aus die Route zur Hochebene ausgeschildert ist. Mal heißt es Plateau of Lassithi, mal sogar Tableland of Lassithi, aber meistens Or. Lassithi (Oropédio Lassithiou). Die Straße ist erstaunlich gut, und die Landschaft ist grandios wie immer, wenn es in die Berge geht. Wir nehmen die Route über Potamiés und Avdoú, denn es gibt mehrere Routen, die hinaufführen.



wir machen uns auf in die Lassíthi-Hochebene



eine grandiose Landschaft erwartet uns



diesen Blick haben wir vom Homo-Sapiens-Parkplatz

Auf halbem Wege halten wir an einem Parkplatz, der zum sogenannten Homo Sapiens Village gehört. Ziemlich kitschig, was es da an Souvenirs alles zu sehen gibt, aber die Aussicht von da oben ist einmalig. Auch haben wir hier schon den ersten Eindruck, was die vielen Windmühlen angeht, die es hier früher gegeben hat. Wir werden auch mal wieder von Deutschen angesprochen, die uns fragen, wie wir denn mit dem Wohnmobil auf die Insel gekommen sind. Mittlerweile antworten wir immer: Mit TUI Fly, und dass wir den La Strada als Handgepäck mitgenommen hätten. Wie sollen wir schon hierhergekommen sein? Mit der Fähre natürlich. Man bewundert uns immer, wie wir das alles so auf eigene Faust hinbekommen haben. So, dann geht die Fahrt noch immer weiter bergan, denn die Hochebene liegt 800m über dem Meer.



etwas kitschig, aber die vielen Windräder haben schon was



hier sehen wir mal einige wenigen der noch original erhaltenen Windräder

Als wir oben ankommen, sehen wir ein paar der alten Windräder, die, so hatten wir es im Reisebuch gelesen, früher das nötige Wasser zum Bewässern der Felder aus versteckten Hohlräumen im unterirdischen Kalkgestein hochpumpten. Es soll mal weit über 10.000 solcher Windräder gegeben haben, aber das können wir uns beim besten Willen nicht vorstellen, ist die gesamte Lassíthi-Hochebene doch nur 8-10km lang und 5-6km breit. In jedem Frühjahr zur Zeit der Schneeschmelze würden von den umgebenden Bergen gigantische Wassermassen hinuntergespült, die sich dann im Kalkgestein in Hohlräumen sammeln. Ein Kreislauf, der sich immer wiederholt. So, wir haben beschlossen, im Uhrzeigersinn einmal um die gesamte Hochebene herumzufahren, was sogar die vielen Reisebusse tun, die täglich mit Touristen hier ankommen. Gleich der erste Ort ist Tzermiádo, Hauptort der Hochebene. Wir durchfahren weiterhin Ágios Konstantínos und Ágios Georgios und Psychró, wo es ganz in der Nähe die Höhle von Psychró gibt - Diktéon Ándron, wo der mächtige Göttervater Zeus geboren wurde (und als Kleinkind von der Ziege Almathia gesäugt wurde). Wir lassen die Höhle aber aus. Zum einen geht es uns nicht so gut, und zum anderen interessieren wir uns für die griechische Mythologie nicht so sehr.



Ankunft in der Lassíthi-Hochebene - die Straße geht nun entweder rechts oder links um die Hochebene herum



Durchfahrt durch Tzermiádo, den Hauptort der Hochebene



Tzermiádo



die Berge umschließen die Hochebene



Durchfahrt durch Ágios Konstantínos



Durchfahrt durch Ágios Georgios



wir erreichen Psychró - hier gibt es die berühmte Höhle, in der Zeus geboren wurde (oder auch nicht)



und immer wieder die Windräder, manche auch nur als Zierde



es gibt im ganzen 21 Dörfer rund um die Hochebene



ein Blick in die topfebene Hochebene

Als wir halb um die Hochebene herum sind, sehen wir so richtig deren Ausmaße, und wieviel Landwirtschaft hier noch betrieben wird. Hauptsächlich werden Kartoffeln angebaut, aber auch Weizen, Äpfel, Birnen und verschiedene Gemüse. Die Umrundung der Hochebene ist schnell getan, und am Ende finden wir, dass die Anfahrt schöner war als die Hochebene selbst. In den Ortschaften ist so wenig los, dass wir nicht aussteigen mögen, weil wir uns dann so fremdartig fühlen würden. Wir verlassen die Hochebene in Richtung Ágios Nikólaos, und die Straße bleibt weiterhin in gutem Zustand, wenn auch erheblich kurvenreicher. Es geht nun ständig bergab. Eigentlich würden wir auch gern noch hier oben geblieben sein, aber die paar Flächen am Straßenrand sind zu schwierig anzufahren. Die Ausblicke auf die Berge sind wunderbar und beeindruckend. Genauso sind wir auch beeindruckt von den Ziegen, die am Steilhang direkt am Felsen schön im Schatten hocken. Wie die wohl wieder aufstehen wollen? Ziegen sind ja so trittsicher und robust und genügsam. Wir fahren dann noch bis ganz nach Ágios Nikólaos, wo wir uns außerhalb der Stadt am Almyros Beach hinstellen. Immer mehr Wolken ziehen auf, und war auf der Wetterkarte nicht von Gewittern im Laufe des Abends die Rede?



dies ein original Windrad


 


 



wir verlassen die Hochebene



es geht nun stetig bergab



Ankunft am Almyros Beach bei Ágios Nikólaos

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