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Mittwoch, 03. Mai 2017



wir verlassen Lefkada und die Insel

Wir haben uns überlegt, doch nicht über die Inseln und mit den Fähren zu fahren. Zum einen sind die Inseln anstrengend und nichts für Individualtouristen, und zum anderen sind die Fährpreise hier viel höher als nach Korfu. Und die beiden Rosenheimer hatten so geschwärmt von einer Strandbucht drüben auf dem Festland, sodass wir jetzt auch mal da hinfahren wollen. Es geht also wieder über den Damm und dann gleich rechts ab zu den Dörfern Peratiá und Plagiá. Eine mühsame Fahrt, aber die Landschaft entschädigt für alles. Mal stehen Schafe auf der Straße, mal Rinder. Dann wieder sehen wir Ziegen, die aufrecht an den Bäumen stehen und an den Zweigen knabbern. Die Straße ist katastrophal, aber irgendwann erreichen wir die Dörfer Pogonia und Paleros, die schon an der Küste liegen. Zwischen beiden Orten soll diese tolle Strandbucht sein.



es geht in die Berge



Durchfahrt durch Peratiá


 



Kühe haben Vorrang



die Straße ist eine Mühsal für uns



ein letzter Blick auf die Insel Lefkas



so stehen wir am Strand von Paleros

Na ja, so dolle ist der Strand dann nicht. Kies und Kraut und auch nicht gerade sauber. Trotzdem bleiben wir erstmal da und stellen uns neben eine Strandbar, die noch geschlossen ist. Wir wollen dann auch die Stühle herausstellen, als wir merken, dass hier ganz viel Gefleuch in der Luft ist. Ganz kleine Biester, die locker durch die Fliegengaze passen. Igitt, ruckzuck ist unser ganzes Wohnzimmer voll von diesem Geviech. Nein, hier wollen wir nicht bleiben; bis abends würde das nur noch immer schlimmer. Und alles nur, weil es so windstill ist. Wir packen alles zusammen und fahren los, aber wieso fahren wir eigentlich nicht? Ach, so ein Mist, wir sind im Sand steckengeblieben. Wir holen die Auffahrklötze und die Fußmatte und dies und das, können uns aber nicht selbst aus dem Sand befreien, den wir massenhaft wegschaufeln. Weiter hinten steht noch ein Wohnmobil. Vielleicht können die uns ja rausziehen? Ein Abschleppseil haben wir dabei.



nichts geht mehr, nachdem wir uns im Sand festgefahren haben

Gottlob sind es Deutsche, ein junges Paar aus Bochum mit zwei kleinen Kindern. Annette hatte sich schon zurechtgelegt, was sie sagen müsste auf englisch (we got stuck in the sand, usw.). Die jungen Leute sind total entspannt und zuversichtlich, uns da wieder rauszukriegen. Sie kommen zu uns gefahren, Seil dran und los mit Anschieben, aber nix passiert. Unsere Räder bewegen sich nicht mal. Deren Wohnmobil, ein altes Schätzchen, hat auch nur 65 PS. Ein Grieche schaut uns die ganze Zeit zu, kommt jetzt zu uns und sagt, dass er uns helfen könne. In 15 Minuten wäre er wieder da. With a tractor?, fragt Annette. Er bejaht das. Also warten wir, und egal wie lange das dauert, wir kämen ja eh nicht weg. Dann hören und sehen wir einen Traktor aus großer Entfernung ankommen. Der Mann hat auch ein stabiles Seil mit, das er jetzt festmacht. In Zeitlupe zieht er uns dann raus, und was sind wir erleichtert. Herbert steckt ihm einen Zehner in die Hemdtasche, was der Grieche gar nicht will. Wir danken ihm sehr, und er freut sich, dass er uns helfen konnte.



der Grieche mit seinem Traktor ist unsere große Rettung



die Ortsdurchfahrten, wie hier durch Paleros, sind oft eng


 



es geht noch ein Stück an der Küste entlang

Jetzt geht es ein wenig die Küstenstraße entlang, die aber sowieso bald endet. Daher biegen wir schon gleich wieder ab nach Kandíla, und dann geht es durch die Berge über Aetos und Bambini und Fities. Die Beschilderungen sind sehr dürftig, und alles nur in griechischer Schrift, keine Umschrift; man sollte wirklich das griechische Alphabet lernen für solche Fälle. Die Straße ist jetzt aber besser, und hinter Fities stoßen wir auf die Autobahn in Richtung Pátra und Antírrio. Auf halber Strecke kommt die Mautstation. Wir sind in Klasse 2 und müssten 3,50 EUR zahlen. Angezeigt werden dann aber 8,75 EUR. Ganz schön happig, aber auf unseren Zwanziger hin bekommen wir 16,50 EUR raus. Also hat man uns doch die richtige Summe berechnet, obwohl der Kassenbon auf 8,75 EUR lautet. Na, egal. Es fährt sich jetzt sehr gut, eine echte Wohltat. Die neue Brücke von Pátra ist dann schon von weitem zu sehen. Wir biegen ab nach Antírrio, wo wir uns erstmal in die Nähe der Brücke stellen. Wir wollen erst morgen rüber und wissen auch noch nicht, ob über die Brücke oder mit der Fähre. Annette fragt mal in einem Café, wo man die Tickets bekommt, weil nirgends etwas zu sehen ist. Die Tickets bekäme man auf der Fähre. Blöd, wenn man dann vorher nicht die Preise weiß. Aber erstmal stehen wir hier an der Brücke, die abends richtig schön beleuchtet ist. Nur gut, dass hier ein schönes Lüftchen geht.



und wieder geht es in die Berge - Durchfahrt durch Fities



wenn man die Brücke sieht, ist Patra nicht mehr weit



wir stehen am Fuße der Brücke



so stehen wir für die Nacht



diesen Blick haben wir vom Leuchtturm



Abend wird es in Antírrio

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