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Montag, 11. Mai 2015



schöne Dekorationen haben sie am Stellplatz von Rhauderfehn

Was für ein Tag. Und was für ein Mist. Um punkt 9 Uhr ruft Herbert den Makler an: Das Haus sei so gut wie weg, sagt dieser. Am Freitagmorgen hätten Leute aus Frankfurt a.M. angerufen und einen Besichtigungstermin für Samstag ausgemacht. Das Haus am Samstag besichtigt und zugesagt. Herbert hatte ja Freitagmittag angerufen; da sagte die Mitarbeiterin "ach so ja, dieses Haus, das haben wir ja erst gestern reingestellt". Jetzt fallen wir aber in ein richtiges Loch. Das Haus war Baujahr 1995, 72m² Wohnfläche, ein Bungalow usw. Wir hatten uns sogar damit abgefunden, dass die Terrasse zur falschen Seite ausgerichtet war und wenig Sonne gesehen hätte. Wir machen schon alle möglichen Abstriche, wie der Verzicht auf eine Badewanne, und doch sind die guten Objekte immer gleich weg. Als würden die Immobilien verlost, und wer das richtige Los zieht, kann es dann kaufen.



wir verlassen Rhauderfehn und fahren kilometerlang an schnurgeraden Kanälen entlang

Jetzt haben wir ja noch ein Haus hier in Rhauderfehn in petto. Gestern hatten wir schon Kontakt mit dem Verkäufer. Jetzt vereinbaren wir einen Besichtigungstermin für 13 Uhr. Dieses Haus gefällt uns auch, es ist solide gebaut, roter Backstein, Garage, Wintergarten, usw. Das volle Programm. Dann kommen wir hin. Von außen gefällt es uns immer noch sehr, aber von drinnen nicht. Die Räume klein und dunkel, die Deckenhöhe irgendwie so niedrig. Nein, das ist nix, egal wie schön der Garten hintenraus ist. Wir gehen zum Stellplatz zurück und kaufen beim Aldi noch ein paar Dinge. Wir haben ja fast nichts mehr zu essen an Bord. Dann überlegen wir uns, ob wir noch eine Nacht hier bleiben oder weiterziehen sollen? Wir haben noch ein Haus im Emsland in petto. Das Haus ist schön, aber das Emsland kennen wir beide überhaupt nicht. Aber egal jetzt, wir rufen den Makler an. Das Haus sei noch zu haben, Donnerwetter. Wir lassen uns die Adresse vom Haus geben. Dann packen wir alles zusammen und fahren mal los.



Papenburg schneiden wir nur kurz an

Wie bereits gestern fahren wir auch heute auf der Deutschen Fehnroute entlang. Kilometerlang geht es schnurgerade an genauso schnurgeraden Kanälen entlang. Wir lassen uns vom Navi führen, das uns auf Nebenstraßen schickt, über Klostermoor, Surwold, Börger usw. In all den Wochen, die wir jetzt in Deutschland unterwegs sind, wurden wir noch kein einzigesmal geblitzt (Radarfallen sehen wir überall); dafür müsste Herbert doch mal einen Orden bekommen. Papenburg schneiden wir dann nur kurz an, dann erreichen wir das Emsland, fahren über einen größeren Fluss, der wohl die Ems sein müsste. Dann erreichen wir die kleine Stadt, in der das Haus steht. Das Wohngebiet ist total schön, alles gepflegt. Das Haus selbst macht auch einen sehr soliden Eindruck. Es ist unbewohnt, und wir sind frech genug, einfach mal aufs Grundstück zu gehen, in die Fenster zu schauen, da wo die Rolläden nicht unten sind, nach hinten in den Garten zu gehen. Ein Blick in den schönen Wintergarten - und dann sagt Herbert: "Weißt du was, Annette, das nehmen wir. Das ist richtig gut." Ist es auch. Die hintere Garagentür ist offen, sodass wir auch da mal hineinschauen können. Alles schön solide. Mit dem Makler hatten wir vereinbart, dass wir uns das Haus erstmal nur von außen anschauen und uns dann melden würden. Jetzt ruft Herbert ihn an. Am Donnerstag wird die Besichtigung stattfinden.



Durchfahrt durch Börger

Jetzt müssen wir noch irgendwo für die Nacht unterkommen. Wir suchen uns den Ort Herzlake aus, den Stellplatz. Es ist kurz vor 18 Uhr, als wir dort ankommen. Erstmal was essen und verschnaufen. Dann grübeln wir, ob so ein Haus nicht doch zuviel Arbeit machen wird, der Garten. Wir müssten natürlich noch diese und jene Umbauarbeiten durchführen lassen, es modernisieren. Dann die Sache, dass wir das Emsland überhaupt nicht kennen, ob man in dem alteingesessenen Wohngebiet warm wird. Wir sind total unschlüssig, aber besichtigen wollen wir das Haus dennoch. Jetzt haben wir schon wieder etwas Abstand genommen im Kopf. Wir hätten nicht gedacht, dass so eine Immobiliensuche so belastend sein würde, dass sie uns schlaflose Nächte bereiten könnte. Und dass die guten Objekte immer so schnell weg sind. So übereilt wollen wir nicht handeln. Liebe Leser, wer weiß, ob wir euch nicht noch längere Zeit erhalten bleiben werden, denn wenn wir kein gescheites neues Domizil finden, bleibt unser Phoenix halt noch weiterhin unser Zuhause. -- Es ist eine Bullenhitze heute Abend; wir sitzen bis zum späten Abend bei offener Tür und offenen Fenstern.



nach der Besichtigung fahren wir nach Herzlake



so stehen wir auf dem Stellplatz von Herzlake



unsere Tagesroute ca. 61km

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