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Mittwoch, 13. Mai 2015



weiter geht unsere Fahrt

Natürlich hatten wir gestern den ganzen Tag hin und her überlegt, was wir tun sollen. Ein Haus kaufen oder doch nur eine Wohnung, wie wir es eigentlich immer vorhatten. Das mit dem Haus wollen wir sein lassen, das macht nur Arbeit und Verpflichtungen. Warum sollen wir uns ein Haus ans Bein binden, wenn doch alle Leute im Alter ihre Häuser verkaufen? So sehr uns das Haus vorgestern auch gefallen hat, so nehmen wir jetzt doch davon Abstand. Herbert ruft den Makler an und sagt den Termin für morgen ab. Zumal die Besitzerin bzw. Erbin extra hätte anreisen müssen von außerhalb. Dann überlegen wir weiter hin und her; man macht sich ja keinen Begriff, wie das alles nervt und einen auffrisst. Wir beschließen, die Immobiliensuche jetzt aufzugeben, die Gedanken freizubekommen und nicht den ganzen Sommer daran zu verlieren. (Zwei Wohnungen in der Pfalz stehen aber noch auf unserer Liste.)



wir erreichen das Ruhrgebiet

Es ist dann etwa halb elf, als wir losfahren wollen. Und zwar zur Mosel, wo es uns vor zwei Jahren so gut gefallen hatte. Wir wollen einfach mal wieder im Freien stehen, in einer schönen Gegend, ohne Termine und so weiter. Los geht es also, in Richtung Lingen, dann auf die Autobahn Richtung Süden. Irgendwann kommt ein braunes Schild: "Metropole Ruhr - Industrie, Kultur, Landschaft". Wenig später "Größter Stahlstandort Europas". Der Verkehr auf der Autobahn wird deutlich stärker. Was für ein mordsmäßiges Autobahnnetz. Nur gut, dass der Herbert sich hier auskennt (er ist ja gebürtig aus Wülfrath), aber die vielen Autobahnen kennt er nach über 30 Jahren seiner Abwesenheit natürlich nicht mehr auswendig. Wir haben das Navi an. Gib' mal Mönchengladbach ein. Wenig später dann: Gib' mal Trier ein. Wollen wir nicht nach St. Aldegund? Ach so, dann gib' mal Koblenz ein. So gondeln wir auf den Autobahnen dahin, überqueren die Wupper und die Sieg, und später auch den guten alten Rhein, sind irgendwann auf der A61.



in Duisburg geht es an Industriekomplexen vorbei


 



nur gut, dass auf unserer Seite kein Stau ist



es geht über den guten alten Vater Rhein



die Landschaft wird immer hübscher - da hinten ein Blick auf die Nürburg

Dann nehmen wir die Ausfahrt 34, Mendig. Wir halten uns in Richtung Mayen und gehen auf die A48 bis Ausfahrt Kaisersesch. Jetzt kurven wir nach Cochem. Die Straße ist extrem abschüssig, aber es sind ja nur ein paar Kilometer. Als wir Cochem erreichen, ist es, als würden wir ein Märchenbuch aufschlagen. Es ist aber auch heimelig und gemütlich an der Mosel, die Wirtsstuben so einladend und hübsch dekoriert. Es ist auch ganz schön was los im Ort, und morgen ist ja Feiertag. Feiertage, wenn man jahrelang unterwegs ist, verlieren ein wenig ihre Bedeutung, weil doch jeder Tag ein freier Tag ist. An Feiertagen ist immer alles schrecklich überlaufen und man muss schauen, dass man rechtzeitig an seinem Zielort ist. Da fragt man sich immer: Müssen die alle unterwegs sein? Können die nicht zuhause bleiben? (Ha ha, aber ein Fünkchen Wahrheit ist natürlich immer dran an diesen Späßchen.) Jetzt sind es noch 25km bis St. Aldegund, immer schön an der Mosel entlang. Und das Wetter ist ja auch wieder vom feinsten heute. Es gibt dann nur noch vier oder fünf freie Plätze auf dem Stellplatz von St. Aldegund. Unterwegs hatten wir einen Stellplatz gesehen, der war voll bis zum letzten Platz. Kaum, dass wir stehen, kommen ein paar Regentropfen herunter. Ansonsten stehen wir hier erstmal ganz gut; es sind viele Holländer da; die wissen eben auch, wo es schön ist. Wir freuen uns auf die nächsten Tage hier. (Die Nacht kostet hier 6 EUR.)


 



wir durchfahren Cochem


 



ganz schön was los überall


 



es geht immer an der Mosel entlang



wir erreichen den Stellplatz von St. Aldegund



unsere Tagesroute ca. 371km

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