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Samstag, 30. Mai 2015



beim Wohnzimmer hat Annette schon richtig Übung

Wir hatten ja direkt in der Straße, in der sich unser Wohnhaus befindet, übernachtet. Und wie herrlich still die Nacht war. Kein einziges Auto fuhr noch durch, denn durch diese Straße fährt außer den Anwohnern und vielleicht Paketdiensten niemand sonst. Das hatte uns vor zwei Wochen auch auf Anhieb gefallen. Jetzt am Morgen piepsen die Vögel, aber lange Zeit zum Trödeln haben wir nicht. Um 9 Uhr geht Annette hinauf und klebt noch die restlichen Stellen ab. Eine Stunde später, als sie gerade mit dem Weißeln anfangen will und der Farbeimer schon geöffnet ist, kommt Herbert dazu, dem es heute nicht so gut geht. Er gibt ihr jetzt hilfreiche Tips. Oh Gott, das schaff`ich nie, sagt Annette, als sie das erstemal die nasse Farbrolle auf die Wand setzt. Die ist ja schwer wie Blei. Mit dem Teleskopstab geht es dann besser, und peu à peu arbeitet sich Annette durch die Wohnung. Mit großer und kleiner Farbrolle und einem Pinsel. Was für eine Plackerei, aber am Ende, gegen 15 Uhr, sind die Wände weiß. Der 12-Liter Eimer ist fast leer. Jetzt alles aufräumen, fegen und wischen, alles runtertragen und so weiter. Wir hatten uns auch überlegt, ob wir morgen mal in den Plub, den Pirmasenser Luft- und Badebetrieb gehen sollen, in die Sauna und zum Schwimmen und Erholen, aber morgen, am Sonntag, wird der Trubel bestimmt zu groß sein.

Und so fahren wir jetzt erstmal nur zum Hammer und bringen den zweiten Farbeimer (8 Liter) zurück und den Quast und den Tapetenlöser, den wir nicht gebraucht haben. 20,37 EUR zahlt man uns wieder aus. Dann fahren wir zum Stellplatz am Messegelände. Annette wäscht die kleine Farbrolle und den Pinsel aus, falls wir die morgen noch brauchen werden für diese und jene Stelle. Wir sind natürlich ganz schön kaputt von der Plackerei, aber auch froh, das alles nicht auf Mitte Juli geschoben zu haben. Annette hatte Herbert dazu überredet, die Wohnung jetzt zu weißeln und dass sie das alles auch allein machen würde. Denn wer weiß, was im Juli ist, wenn ein Termin den anderen jagt. Jetzt kann der Abend kommen, den wir auf dem Sofa verbringen. Spät abends schauen wir auf Einsfestival noch den Film "Berlin 36", der von der Sportlerin Dora Ratjen handelt, die im Film Marie Ketteler heißt, aber eigentlich ein Mann ist.

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