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Samstag, 31. Mai 2014



früh morgens dampft der See

Eine ruhige Nacht liegt hinter uns. Jetzt am Morgen dampft der See und sieht geheimnisvoll aus. Wir freuen uns auf einen schönen Tag hier am See von Saint-Pardoux, denn weiterfahren wollen wir heute nicht. Auch wenn die Sonne einige Zeit lang auf sich warten lässt. Am frühen Nachmittag kommt ein Wohnmobil; die beiden Wohnmobilleute laufen einmal um den See herum und fahren dann weiter. Wir sitzen draußen und hören den Fröschen zu. Annette geht auch mehrmals ans Seeufer und schaut sich die vielen Frösche an. Heute am Samstag sind auch einige Angler hier, aber wir sehen niemanden einen Fisch aus dem Wasser ziehen. Wir sitzen also und lesen. Herbert liest derzeit "Die Begnadigung" von John Grisham, und Annette liest "The Harlem Cycle Vol. 1" von Chester Himes. Seine drei ersten Werke von 1957 bis 1959, zusammengefasst in einem Buch, das in 1996 neu aufgelegt wurde. Chester hat auch eine Autobiographie geschrieben, und die würde Annette gern mal in die Hände kriegen. Um halb acht abends kommen zwei französische Wohnmobile. Ungefähr zehn Minuten stehen sie zu viert unschlüssig zusammen und beratschlagen, ob sie hier bleiben sollen oder nicht. Dann fahren sie wieder weg von hier. Kann es ein hübscheres Plätzchen geben als hier am See? Wir wissen wirklich nicht, wie die heutigen Wohnmobilisten ticken. Jeder will ja heute ein Wohnmobil haben, das bekommen wir andauernd zu lesen, aber manchmal glauben wir, dass sie heutzutage gern mit dreißig oder vierzig anderen Wohnmobilen zusammenstehen würden, irgendwo auf dem Asphalt Tür an Tür. Ein Plätzchen im Grünen und für sich allein? Nee, lieber nicht. Da könnte ja eingebrochen werden.



es führt ein Weg um den See herum


 



es sind dutzende Frösche im See von Saint-Pardoux



eine Laterne leuchtet uns nachts ins Fenster

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