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Freitag, 16. Mai 2014



Der rote Punkt ist unser Parkplatz

Heute wollen wir uns wieder aufrappeln zu einer Wanderung. Die Landschaft hier ist ja doch sehr schön, und so laufen wir so gegen 11 Uhr los. Wir gehen wieder in westlicher Richtung. Diesmal geht es nicht durch Wald, sondern durch offene, hügelige Landschaft. Nach wenigen Schritten sehen wir zwei Flugzeuge am Himmel, die immer tiefer kommen und Wasser aus dem See aufnehmen. Es muss wohl irgendwo brennen. Die beiden Flugzeuge kommen noch zweimal zum Wassertanken. Ansonsten ist es herrlich ruhig bis auf den Kuckuck, der unermüdlich ruft. Es ist eine wahrlich heile Welt hier.



wir sind wieder unterwegs auf einer Wanderung



es geht an schönen Mohnblumen vorbei

Immer weiter laufen wir, kommen an Mohnblumen- vielen Weinfeldern vorbei. Irgendwann geht es ein Stück auf Landstraße weiter und wir stehen vor einer Überschwemmung. Das Wasser steht nicht besonders hoch, sodass wir so durchwaten können. Dann die nächste Überschwemmung. Zwei Radfahrer fahren gerade hindurch, und wir sehen, dass das Wasser mindestens knöcheltief ist. Wir sehen ein paar kleine Trittsteine, die am Rande übers Wasser führen. Aber sie sehen ziemlich glitschig aus. Nichts für Herbert, der nicht trittsicher ist. Also zieht er sich die Schuhe und Strümpfe aus und watet durchs Wasser. Annette läuft über die Trittsteine. Dann sehen wir das Unglück: Ein Motorradfahrer liegt am Boden, umgeben von drei Leuten, einer von ihnen am Telefon. Er muss wohl im Wasser ins Rutschen gekommen sein. Jetzt liegt er da und hält sich das eine Bein. Sieht aus, als wäre das Becken oder die Hüfte kaputt. Wir geben ihm unsere Flasche Wasser und bedeuten den anderen Leuten, dass man ihm seinen Rucksack unter den Kopf legt und seinen Helm unters Bein, damit er es nicht so angestrengt halten muss. Das gibt dem Verletzten eine gewisse Erleichterung. Mehr können wir jetzt erstmal nicht tun; der Krankenwagen ist auf dem Weg. Es sind mittlerweile noch mehr Leute hier eingetroffen, sodass wir jetzt weitergehen.



hier müssen wir durchs bzw. übers Wasser



Annette nimmt die kleinen Trittsteine



es ist eine schöne Natur hier

Wir sind dann wieder auf Feldwegen, als wir den Krankenwagen in der Ferne hören. Wir sind schon ganz schön weit gelaufen und finden, dass wir jetzt bis ins Dorf Octon gehen sollten, wo wir uns etwas zu trinken kaufen können. (Wir haben ziemlichen Durst und wollen uns nicht so auf den Rückweg machen.) Wir erreichen Octon kurz nach 13 Uhr, und die Epicerie (kleiner Laden) ist über Mittag natürlich geschlossen. Es gibt jetzt nur das Restaurant am Marktplatz für uns. Kehren wir also da ein. Herbert bestellt sich die Plat du jour - das Tagesgericht. Dazu eine große Flasche Wasser (0,75L) und eine Cola.  Komische Preise sind das; das Essen kostet 10 Euros und die zwei Getränke 8,10 Euros. Na egal. Jetzt haben wir noch den langen Heimweg vor uns. Und zu allem Unglück kommen wir irgendwie vom Weg ab, denn wir wollen jetzt eine andere Strecke nehmen. Unsere Himmelsrichtung stimmt zwar, aber der Weg hört irgendwann auf, sodass wir ein Stück über abgemähtes Feld gehen müssen. Später sogar richtig querfeldein, was kein Vergnügen ist, wenn man, wie Annette, nur Sandalen anhat. Dann sind wir wieder auf richtigem Wanderweg, schleppen uns aber mittlerweile nur noch so dahin. Um 16:17 Uhr sind wir endlich wieder daheim, uff. wir sind so kaputt, dass wir abends nicht mal mehr etwas essen wollen. Da haben wir uns heute so richtig übernommen.



wir erreichen das Dorf Octon



ein Blick auf den Dorfplatz von Octon



in dieses Restaurant am Marktplatz kehren wir ein



einen Eimer Wasser, bitte



ein letzter Blick auf Octon, bevor wir uns auf den langen Heimweg machen

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