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Montag, 12. Mai 2014



wir sind wieder auf der Piste

Heute verlassen wir La Grande Cosse und sind richtig erleichtert, dass es endlich weitergeht. Beim Tankentleeren und -füllen werden wir noch ein paarmal von den Mücken gebissen, aber gegen 10 Uhr sind wir weg. Es geht in östlicher Richtung für uns nach Sète bzw. zum Stellplatz Les 3 Digues kurz vor Sète direkt am Meer. Auf unserer Fahrt von etwa 60km kommen wir durch Fleury d'Aude, Serignan, Valras, bis wir schließlich die Stadt Agde erreichen, wo wir beim Lidl einen Großeinkauf von 71 EUR tätigen. Dann noch zum Super U - Hyper U - wo wir dies und das kaufen und auch tanken. Der Diesel kostet hier 1,27 EUR/L.




Durchfahrt durch Fleury-d'Aude



Blick auf die Kirche von Fleury-d'Aude



hier geht es über die Aude, den namengebenden Fluss



immer wieder geht es übers Wasser



in Agde tanken wir beim Hyper U

So, jetzt noch die letzten paar Kilometer bis zum Stellplatz. Auf der Strecke sehen wir noch einen anderen Stellplatz, der ziemlich voll ist, obwohl man da nur auf Asphalt steht und direkt an der Straße. Wir glauben langsam, dass wir auf der Aire des 3 Digues gar nicht unterkommen werden, und so ist es dann auch. Alles rappelvoll. Der Stellplatz erstreckt sich auf zwei größere Flächen, und davor ist jeweils ein Streifen Parkfläche mit jeweils etwa zehn Parkplätzen für Behinderte. Auf einen dieser Streifen stellen wir uns jetzt  erstmal und denken, dass ja noch gar keine Badesaison ist. Es werden schon keine zwanzig Behinderte in Autos kommen, und vielleicht duldet man uns ja. Ist ja schließlich erst Mai. Und trotzdem schon so ein schrecklicher Andrang überall.



Ankunft auf dem Stellplatz - Aire des 3 Digues - kurz vor Sète



dicht an dicht stehen die Wohnmobile auf zwei größeren Flächen

Schnell stellt Herbert die Stühle und den Hocker heraus, damit wir schön draußen sitzen können. Schön ist es hier; der Wind, gegen den die Insekten keine Chance haben; der Blick auf die Dünen; die Salzluft. Ein paar Möwen fliegen über unsere Köpfe hinweg. Zuerst trinken wir uns einen Kaffee und gehen dann über auf ein Glas Wein. Aber nicht den, den wir gestern als Abschiedsgeschenk auf La Grande Cosse bekommen hatten. Immer mehr Wohnmobile kommen an, und zwei davon stellen sich der Länge nach hinter uns auf die Behindertenparkplätze; alle anderen müssen weiterziehen. Auf den offiziellen Plätzen stehen die Wohnmobile wie die Heringe zusammen; ganz am Rand sehen wir Leute auf dem Asphalt auf Teppichen in der Sonne liegen. Sie können sogar ihre Markisen aufmachen, alle anderen haben keinen Platz dafür.



jetzt erstmal einen Kaffee



wir stehen auf dem Parkstreifen, der für die Behinderten vorgesehen ist



man schaut vom Stellplatz direkt auf die Dünen und das Meer



die Leute liegen auf dem Asphalt zum Sonnenbaden (dies ist die zweite der beiden Flächen)

Wir essen früh zu Abend, damit wir früh genug mit dem Abwasch fertig sind. Für den Fall, dass wir doch wegmüssen. Und dieser Fall tritt dann auch ein. Um halb sieben klopft es an unsere Tür. Die Polizei. Wir könnten hier nicht stehen, es seien die Parkplätze für die Behinderten. Wir sollen sofort weg von hier. Fahren wir also weiter, aber wohin? Überall sind Höhenbegrenzungen oder Zäune. Man kann heutzutage kaum noch spontan mit dem Wohnmobil unterwegs sein. Man muss sich immer genau vorher zurechtlegen, wo es hingehen soll. Das hat mit mobiler Freiheit nichts mehr zu tun. Wir würden heutzutage nicht mehr mit dem Wohnmobilfahren anfangen und für so eine eingeschränkte Art des Reisens so ein teures Fahrzeug kaufen. Nur gut, dass wir früh genug - vor 15 Jahren - mit dem Wohnmobilfahren angefangen haben. Auf die heutige Art, von einem Stellplatz zum nächsten zu fahren, weil alles andere nicht mehr möglich ist, oder, wie es Annette immer nennt, auf "Urlauf auf'm Parkplatz", haben wir keine Lust.



es ist ein hübsches Plätzchen hier

Unser nächstes Ziel liegt in 70km Entfernung, in nördlicher Richtung. Aber so lange wollen wir heute Abend natürlich nicht mehr gern fahren. Die Mittelmeerküste verlassen wir jetzt jedenfalls. Hat ja keinen Sinn, hier unten zu bleiben, wenn alles so hoffnungslos überlaufen ist, als wäre man schon voll in der Hochsaison. wir kurven durch Sète und biegen auf der Weiterfahrt mal ab nach Balaruc-les-Bains, wo es einen Stellplatz gibt. Aber auch der ist rappelvoll. Weiter geht die Fahrt, bis wir in Bouzigues einen Parkplatz neben der Straße sehen. Er liegt etwas unterhalb der Straße und ist völlig leer. Hier stellen wir uns also hin für die Nacht. Es ist halb acht, als wir ankommen. Der Ort nennt sich capitale de l'huitre - Hauptstadt der Austern, und wir sehen auch die flachen Gewässer etwas weiter weg von hier. Die Nacht bleibt erstaunlich ruhig.



auf unserer Weiterfahrt kommen wir durch Sète



wieder geht es übers Wasser



in Bouzigues stellen wir uns auf diesen Parkplatz neben der Straße



unsere Tagesroute ca. 89km

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