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Freitag, 30. Mai 2014



weiter geht unsere Fahrt

Am frühen Vormittag verlassen wir Brioude und wollen immer nördlicher kommen. Unser nächstes Ziel liegt in etwa 70km Entfernung; unsere Tagesetappen sind ja normalerweise nie so lang, denn wir haben doch Zeit ohne Ende. Wieder geht es auf die A75, und wir hoffen, dass irgendwo entlang der Strecke mal ein Supermarktkomplex kommt, in dem sich dann auch ein SFR-Laden (eine Boutique SFR) befindet. Wenn wir so auf die Karte schauen, so sieht Issoire recht groß aus. Vielleicht haben wir ja Glück? Das haben wir; es kommt ein Carrefour-Komplex direkt neben der Autobahn. Puh, ist der Parkplatz voll, aber wir können uns gerade noch irgendwo hinquetschen. Etliche kleine Geschäfte gibt es im Carrefour-Komplex und ganz am Ende sehen wir endlich SFR.



die Landschaft der Auvergne ist ja so schön

Wir schildern unser Problem, man schaut ins System und teilt uns mit, dass unsere letzte Aufladung am 26. Mai erfolgt ist. Aber trotz allem kommen wir ja nicht ins Internet. Man schaut und schaut und probiert, bis man feststellt, dass das, was wir im Tabakladen gekauft hatten, nur vom Smartphone aus funktioniert. (Auf unseren Quittungen steht: 1GB pour surfer sur internet depuis votre mobile. Aber ist das Prinzip heutzutage nicht immer das gleiche?) Das, was wir gekauft hatten, nennt sich SFR La Carte, aber wir bräuchten Recharge SFR Connecte Partout. Da soll noch einer schlau draus werden. Man kann unsere 4 Einzelwochen nicht zurücknehmen, aber wir wollen, weil wir das alles mit Kreditkarte bezahlt hatten, einfach diese Zahlung stornieren. Hoffentlich klappt das problemlos. Jetzt kaufen wir 4 Einzelwochen, die vom Tablet oder Notebook aus zu benutzen sind. Zuerst heißt es noch, dass es nur 1 Tag für 3 EUR oder 30 Tage für 30 EUR gibt. Aber wir beharren darauf, dass es auch 7 Tage für 9 EUR gibt. Endlich findet der Verkäufer diese Option. Bestimmt ist eine ganze Stunde vergangen, bis wir endlich fertig sind. Und wir sind jetzt wirklich fertig. Es ist ganz schön anstrengend, abwechselnd in gebrochenem französisch und in englisch zu reden. Zwischendurch hatten wir und der Verkäufer auch ein Übersetzungsprogramm benutzt und unsere Anliegen da hineingetippt und übersetzen lassen.



Blick auf Le Broc da oben



wir durchfahren Clermont-Ferrand und halten uns in Richtung Riom



wir erreichen unser geplantes Ziel, Châtel-Guyon

Unsere Fahrt geht weiter, die A75 hört kurz vor Clermont-Ferrand auf bzw. führt als Bezahlautobahn A71 weiter. Wir durchfahren Clermont und halten uns in Richtung Riom bzw. Châtel-Guyon, unserem heutigen Tagesziel. Wir hatten gelesen, dass Châtel-Guyon ein netter Kurort ist. Hier in der Umgebung sind auch die Quellen von Vittel und Volvic; und Vichy ist auch nicht weit von hier entfernt. Als wir Châtel-Guyon erreichen, sieht alles sehr schick und mondän aus. Einen Stellplatz gibt es auch, aber der gefällt uns nicht sonderlich. Man steht unter Bäumen und irgendwie so verloren. Schade um den schönen Ort, aber bleiben wollen wir nicht. Schnell suchen wir uns einen anderen Platz heraus und finden bei Promobil einen direkt an einem See. Nahe dem Dorf Saint-Pardoux, etwa 20km von hier. Nix wie hin, aber ob wir da unterkommen werden? Es gibt da nur vier Plätze. Wir fahren erstmal los.



Châtel-Guyon ist ein schicker Kurort



Durchfahrt durch Saint-Pardoux

Es sind beschauliche kleine Dörfer, durch die wir kommen, und dann kommt auch schon Saint-Pardoux. Hinter dem Dorf geht es links ab auf eine Feldstraße. Der Stellplatz ist auch ausgeschildert. Wir fahren und fahren und sagen uns, dass wir da bestimmt keinen Internetempfang haben werden. Dann sehen wir den kleinen See und auch den Stellplatz. Alles richtig schön auf den ersten Blick. Hier ist keine Menschenseele bis auf einen Angler. Als wir aussteigen, begrüßen uns die Frösche mit einem Froschkonzert, wie wir es noch nie gehört haben. Deren Gequake schallt so über den See und hört sich an wie im Tropenhaus im Zoo bei den Kanarienvögeln und Wellensittichen und Papageien. Wir müssen richtig schmunzeln, was wir hier für komische Geräusche zu hören bekommen. Wir verbringen dann den ganzen Nachmittag draußen, bis ein paar Tropfen Regen vom Himmel kommen. Es gefällt uns richtig gut hier, und wir bleiben die einzigen. Und Internet haben wir hier auch, aber nur schwach. Spät abends hören die Frösche auf mit dem Quaken. Sehr freundlich von ihnen.

hinter dem Dorf biegen wir nach links ab zum Stellplatz am See



so sind wir hier untergekommen




wir sind die einzigen hier



wir können noch einige Zeit draußen sitzen



unsere Tagesroute ca. 104km

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