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Donnerstag, 29. Mai 2014



wieder haben wir den Aufzug in die Oberstadt genommen

Was uns immer auffällt, wenn wir auf Stellplätzen stehen und mit mehreren Wohnmobilen zusammen sind, ist, dass andauernd deren Alarmanlagen losgehen. Immer nur für wenige Sekunden, weil es ja Fehlalarme sind. Und niemanden interessiert es, wenn der Alarm losgeht. Niemand schaut hin. Und wie immer auf Stellplätzen kann man die Uhr danach stellen, wann die Leute abreisen. Und zwar zwischen 10 und 11 Uhr. Ab 15 Uhr trudeln dann jeweils die Neuankömmlinge ein. Wohnmobilisten ticken eben doch alle gleich. Heute, ab 10 Uhr, als die ersten abreisen und deren Plätze frei werden, werden diese sofort von Autos belegt, weil doch heute diese Messe in der Stadt stattfindet. Irgendwann wimmelt es überall von Autos; sie parken sogar direkt auf der Entsorgungsstation. Wohnmobile haben jetzt keine Chance mehr, in Brioude unterzukommen. (Es ist wie am FKK-Strand, wo sich die Badehosenleute überall breitmachen können. Aber umgekehrt würde es einen riesigen Aufstand geben. Man würde angebrüllt; haben wir alles schon erlebt.)



auf dem Place Grégoire de Tours sind ein paar Imbissbuden aufgebaut

So gegen 14 Uhr gehen wir mal in die Stadt. Herbert ist auch noch nicht so richtig wieder beisammen; er hat immer das Gefühl, dass bei ihm ein Rückfall im Anmarsch ist. Hoffentlich nicht. Wir tun also ein paar Schritte durch die Stadt, aber die Messe gibt nicht allzu viel her. Wir gehen zum Place Grégoire de Tours, wo sich die Basilika befindet. Jetzt befinden sich auch ein paar Gastronomiestände da. Dann hören wir die Sirene der Feuerwehr und wenig später kommt das Feuerwehrauto angebraust. Feuerwehrleute springen aus dem Fahrzeug, eine lange Feuerwehrleiter wird ausgefahren und zum obersten Stock eines Mehrparteienhauses geleitet. Jetzt sehen wir auch, dass ein wenig Rauch aus dem Fenster da oben austritt. Die Feuerwehrmänner sehen toll aus in ihrer Kluft und vor allem mit ihren blankpolierten Helmen. Einer von ihnen steigt nun die Leiter hoch, mit Atemmaske und allem, während man unten, unter der Leiter, fröhlich im Biergarten sitzt und dem Treiben beiwohnt. Denn es handelt sich nur um eine Übung, aber immerhin. Ein Mann wird aus dem obersten Stockwerk gerettet und rückwärts die Leiter hinuntergebracht. Unten angekommen, wird er auf eine Transportliege verfrachtet, bekommt eine Atemmaske ins Gesicht und wird abtransportiert.



hier werden die Leute auf die Feuerwehrübung eingestellt



die Rettungsübungen beginnen



es steigt sogar ein wenig Rauch aus der obersten Wohnung



wir bummeln wieder ein wenig durch Brioude

Wir laufen dann noch ein wenig durch die Straßen, aber außer ein paar Ständen und dass in einer der Straßen alle möglichen Automarken ausgestellt sind und dass viele der Geschäfte heute trotz Feiertag geöffnet sind, gibt die Messe nicht viel her. In zwei Messehallen gibt es zum Beispiel Kanonenöfen einer dänischen Marke zu sehen und noch vieles mehr, aber wir gehen nicht hinein. Es werden auch Wintergärten in diversen Formen und Größen vorgestellt und eine sogenannte mobile Veranda, die ähnlich einer Swimmingpool-Überdachung funktioniert. An zwei Schienen, eine an der Hauswand und eine am Boden, kann man mit wenigen Handgriffen seine Veranda überdachen, wenn es windig ist oder zu regnen anfängt. Wir gehen dann wieder heim und sitzen draußen, wo wir von Autos umgeben sind. Aber immer noch besser als drinnen zu sitzen. Wieder hat Herbert das Gefühl, dass seine Krankheit zurückkehrt. Er friert immer so, auch bei 24°C und 26°C an Bord. Vielleicht sollten wir es doch langsamer angehen lassen.


 



hier und da gibt es ein paar Stände


 

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