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Mittwoch, 22. Mai 2013



schnell noch die Scheibe putzen

Richtig ungewohnt ist es, dass es am Morgen hell draußen ist und es nicht mehr regnet. Heute wollen wir endlich und unbedingt weiterfahren. Die grobe Richtung ist Niort und weiter nördlich nach Saumur an der Loire. Nachdem die Windschutzscheibe geputzt ist, kann es losgehen. Nach wenigen Kilometern, In St-Sulpice-de-Cognac, sehen wir einen Wohnmobilhändler, wo wir anhalten wollen. Wir brauchen eine neue Klobürste (komplett mit Halterung), einen Adapter für GPL für Spanien und einen Feststeller für die Tür (die kleinen Plastikdinger sind nach einem Jahr ja immer ausgeleiert und halten die offene Tür nicht mehr fest). 



beim Campinghändler in St-Sulpice-de-Cognac

Als wir über die Ausstellungsfläche mit den vielen Wohnmobilen laufen, kommt ein großer Schäferhund auf uns zu, der bellt und uns auch den Eingang zum Verkaufsladen versperrt. Hundi, du bist ja richtig geschäftsschädigend, sagt Annette zu ihm, aber er kann ja kein deutsch. Im Gegensatz zum Wohnmobilhändler, der, als er merkt, dass wir untereinander deutsch reden, auch recht gut deutsch spricht. Den Gasadapter müsste er bestellen, der Türfeststeller kostet hier das doppelte als anderswo, aber die Klobürste nehmen wir mit, auch wenn diese 16,10 EUR statt 9,99 EUR kostet. Ja, solche Campinggeschäfte haben Apothekerpreise. Aber die vielen kleinen Wohnmobile draußen gefallen uns, wir schauen in viele hinein, also durchs Fenster.



der Himmel reißt endlich auf und alles sieht gleich viel erfreulicher aus

Weiter geht unsere Fahrt, zwischendurch reißt der Himmel sogar mal auf und wird blau, ansonsten bleibt er meist bedeckt. Aber wir sind ja schon froh und glücklich, dass es nicht mehr regnet. Wir hätten keine Lust, im Regen zu fahren, wenn alles trist aussieht und aufs Gemüt drückt. Wir erreichen das Département La Charente Maritime und hinter d'Angély kommt eine große Umleitung in Richtung Niort. Die Landschaft ist aber recht hübsch.



eine Umleitung führt uns durch die Lande




Durchfahrt durch Prissé la Charrière

Dann kommt Niort und laut unserem Navi soll es hier einen Stellplatz geben. Fahren wir doch mal hin. Durch einen schmalen und nur 4m hohen Tunnel müssen wir, aber dann stellt sich heraus, dass es den Stellplatz gar nicht mehr gibt. Jetzt wieder zurück zur Landstraße; das Navi lässt uns durch viele Straßen durch die Stadt kurven. Man glaubt ja nicht, wieviel enge Straßen es in Frankreich gibt. Und diese sind immer noch zu beiden Seiten mit Pöllern aus Gusseisen oder Edelstahl (oder hohen Bordsteinen) versehen, sodass man nur immer geradeaus fahren kann mit angehaltenem Atem.



durch diesen Tunnel in Niort müssen wir

Fahren wir also immer weiter. Unterwegs können wir beim Intermarché tanken; sie haben da eine Extraspur für LKWscars. Der Diesel kostet nur 1,29 EUR auf den Liter. Nicht übel, und beim Weiterfahren sehen wir, dass die Supermarkttankstellen alle diesen Preis für Diesel haben. Dann erreichen wir Parthenay, eine wirklich hübsche Stadt. Hier gehen wir mal zum Super U und kaufen aus der Laune heraus 4 Entenkeulen. Schließlich sind die Temperaturen und der bedeckte Himmel so, als wären wir im Spätherbst, und da kann mal schon mal Entenfleisch vertragen.  



in Saumur geht es über die Loire

Unterwegs versuchen wir noch zweimal, irgendwo stehenzubleiben für die Nacht, aber wir können uns dann jeweils vorstellen, dass es nachts zu laut wird oder dass LKWs kommen. Also fahren wir immer weiter, bis wir die Stadt Saumur und auch das Département de Maine et Loire erreichen. Plötzlich wird es so dunkel draußen, obwohl es erst halb vier ist. Als wäre morgen der 1. Advent. Ein bescheuerter Mai ist das. Wir erinnern uns an einen Parkplatz an der Loire, auf den wir uns für die Nacht stellen könnten.



auf einen Schlag wird es ganz finster

Und so geht es über die Loire und dann auf der Route Touristique in Richtung Tours. Saumur sieht richtig düster aus, und da kommen auch schon die ersten Regentropfen herunter, und zwar mit einer Wucht. Den Parkplatz erreichen wir und huschen schnell in unsere Wohnung. Werden aber in diesen paar Sekunden trotzdem nass wie nix. Jetzt einen Cappuccino und dann fängt Herbert auch recht bald mit den Entenkeulen an. Es riecht wie Weihnachten bei uns an Bord und sieht draußen ja auch so aus. Alles düster, obwohl die Sonne sich abends noch mal zeigt. Abends stellt sich dann noch ein englisches Wohnmobil zu uns.



ein zum Wohnmobil umgebauter Oldtimer kommt des Wegs



hinter Villebernier stellen wir uns auf einen Rastplatz



Annette zerrupft den Salatkopf . . .



. . . Herbert kümmert sich um die Entenkeulen



Abend wird es an der Loire



unsere Tagesroute ca. 233km

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