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Samstag, 04. Mai 2013



wir fahren den Berg hinauf nach Alcaraz

Wir sind wieder früh auf der Piste, einerseits weil das Licht morgens immer so herrlich ist, und andererseits weil heute Samstag ist und wir rechtzeitig einen Parkplatz in Alcaraz, unserem heutigen Ziel, ergattern wollen. Die Straße führt fast immer schnurgerade und ist überwiegend in gutem Zustand. Nach knapp 90km erreichen wir die Stadt Alcaraz, die auf einem Berg thront und ein Schmuckstück par excellence sein soll. Kaum sind wir oben am Berg und in der Stadt angekommen, wartet schon ein Parkplatzschild und Parkplatz auf uns. Perfekt.



welch schöne Landschaft



am Fuße der Altstadt konnten wir parken



anscheinend ist hier keine Straße ebenerdig

Es ist erst 10 Uhr, als wir uns aufmachen in die Stadt. Das Licht ist immer noch sehr schmeichelhaft und warm. Die Häuserfassaden sind so schön honigfarben; die Gassen schmal, bis wir auf dem Hauptplatz, den Plaza Mayor, kommen. Hat der Platz Ausmaße.



wir sind auf dem Weg zum Hauptplatz von Alcaraz



Blick auf den Hauptplatz, den Plaza Mayor

Der Platz wartet mit arkadengeschmückten Häusern und der alten Pfarrkirche, der Iglesia de la Santísima Trinidad (15.Jh.) auf. Außerdem mit zwei gewaltigen Türmen, dem Torre de El Tardón (erbaut zwischen 1555 und 1568) und dem Torre de La Santísima Trinidad. Dann sehen wir noch einen roten Banner mit "Conquista de Alcaraz VIII Centenarío 1213 - 2013" darauf. Die Stadt feiert heuer also ihr 800-jähriges Jubiläum seit der Eroberung (die Stadt war davor arabisch).  



steil geht es hinunter, aber wir gehen in umgekehrter Richtung



Blick auf den Arco de la Zapatería

Alle Straßen und Gassen, die vom Plaza Mayor abgehen, sind entweder steil aufwärts oder abwärts. Wir laufen dann erstmal zum Arco de la Zapatería, dem Torbogen, der mit seiner Laterne, den Stufen, die hinaufführen und den vielen Blumenkübeln einfach zauberhaft aussieht. Wie herrlich die Hausfassaden aussehen, welch warme Farben. Es geht steil bergauf, aber wir wollen mal bis ganz hinauf und der Stadt über die Dächer schauen.



wir steigen die Calle Zapatería hinauf



wie heimelig hier alles ist



der Camino del Cementerio führt uns immer noch weiter hinauf

Der Camino Cementerio bringt uns bis ganz nach oben. Hier oben ist auch der Friedhof, der dem Weg den Namen gegeben hat. Der Blick von hier auf die Stadt und die beiden Türme ist herrlich. Irgendwie sind wir beim Anblick an die Toskana erinnert, an San Gimignano, Sicherlich wegen der Türme, aber auch wegen der Farben. Von hier oben sehen wir auch zwei Wohnmobile im neueren Teil der Stadt stehen. Da könnten wir später ja auch hinfahren und übernachten, denken wir uns.



wir steigen die Calle Zapatería wieder hinunter

Aber erstmal steigen wir die Calle Zapatería wieder hinunter und laufen mal durch die Calle Mayor, die einen recht schicken Eindruck macht. Es gibt manches mittelalterliche Haustor zu bewundern. Schade nur, dass durch die doch ziemlich enge Straße Autos fahren, als wären die Leute nur zu faul zum gehen. ständig müssen wir ausweichen. 



Blick in die Hauptstraße - Calle Mayor



Alcaraz feiert heuer sein 800-jähriges Bestehen seit der Eroberung



ein weiterer Eindruck von der Calle Mayor



auf dem Plaza Mayor gibt es das Café El Casino, und dies ist sein Obergeschoss - herrlich spanisch feudal

Dann sind wir wieder zurück am Plaza Mayor und sehen Leute auf einem Balkon im Obergeschoss eines der feudalen Arkadenhäuser stehen. Es gibt das Café El Casino am Platz, und es sieht ganz so aus, als gehörte das Obergeschoss zum Café. Steigen wir also die Treppen hinauf und finden uns in einem Karree wieder, das zum Café gehört. Das Café selbst ist dann gar nicht so schön, aber dafür ist es der Blick nach unten auf den Platz. Herrlich, auch wenn es ein komisches Gefühl ist, auf dem schmalen Balkon zu stehen. Hoffentlich bricht er nicht ab. Wir bleiben eine ganze Weile hier oben sitzen und hören uns den Krach von einem Motorradrennen an, das im Fernsehen läuft. Dann gehen wir erstmal wieder heim und wollen jetzt zu den beiden anderen Wohnmobilen fahren. Da haben wir bestimmt mehr Platz und können noch draußen sitzen.



von hier oben ist der Blick auf den Plaza Mayor großartig



hier oben ist es einfach klasse



Blick auf die beiden Türme - Torre de El Tardón und Torre de La Santísima Trinidad



auf der Suche nach einem Platz für die Nacht fahren wir noch einmal in den neueren Teil von Alcaraz

Wir fahren also den Berg wieder hinunter und Straße entlang, die zum neueren Teil der Stadt führt. Der Platz gefällt uns dann aber überhaupt nicht, alles ist schmuddelig hier; da wollen wir nicht unsere Stühle herausstellen. Fahren wir also weiter, immer nördlich, über El Ballestero, El Bonillo, Munera und Villarrobledo. Nirgends können wir anhalten, wir fahren und fahren bis hinter El Provencio, wo es einen großen Parkplatz vor einem Landwirtschaftshandel gibt. Heute ist Samstag und alles ausgestorben. gut für uns, dass wir nach knapp 170km endlich zum Stehen kommen. Es ist erst zwei Uhr, als wir den Motor ausschalten und uns auf einen gemütlichen Nachmittag freuen. Wolken ziehen auf, verschwinden aber recht bald wieder.



weiter geht unsere Fahrt in nördlicher Richtung



überall wird hier Wein angebaut



der Parkplatz vom Landwirtschaftshandel ist hübsch angelegt



unsere Tagesroute ca. 167km

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