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Freitag, 11. Mai 2018



der Tag beginnt am Arade-Stausee

Was für eine stille Nacht. Aber es fleuchen einige Insekten durch die Luft, was wir unten an der Küste nicht hatten. Es ist idyllisch hier, und wir sind so abgelegen, dass wir hier nicht mal Internetempfang haben. Bevor wir weiterfahren, tun wir noch ein paar Schritte zur Staumauer. Damals, als wir im Winter 2009 hier waren, war das Wasser ganz rot und trüb, und wir hatten damals Eisblumen an der Windschutzscheibe. Der Winter 2009 auf 10 war ja der schlechteste von allen. Jetzt sieht alles ganz anders aus, jetzt ist Sommer. Nach dem kleinen Rundgang machen wir uns auf, kehren zur Hauptstraße zurück und immer in Richtung São Bartolomeu de Messines. Von da aus immer die IC1 entlang, die zur Abwechslung mal nicht in tausend Kurven geht. Wir sehen auch schon die ersten Korkbäume und natürlich etliche bewohnte Storchennester. Die sind immer eine Freude. Das Hinterland und die paar Dörfer sind beschaulich, und die Straße ist in recht gutem Zustand. In Ourique müssen wir abbiegen auf die IP2 nach Castro Verde. Schade, dass kein Schild kommt, denn wir sind ja nun im Alentejo. Die Korkbäume werden immer zahlreicher, und die sind ja so typisch für den Alentejo. Bald schon ist Castro Verde erreicht. Am ersten Kreisverkehr haben sie ein schönes Kunstwerk stehen: Die schwarzen Schweine, die für diese Gegend berühmt sind.



ein Blick von der Staumauer aus


 



da unten ist es im Winter immer voll von Wohnmobilen



weiter geht es gen Norden



Störche, überall Störche



Castro Verde kommt in Sicht



Ankunft in Castro Verde



Iberico-Schweine im Kreisverkehr



auf diesen Parkplatz stellen wir uns

Wir parken dann auf dem großen Parkplatz, wo sich auch die Windmühle befindet. Ziehen uns schick an und gehen nach Castro Verde. Wir wollen gern irgendwo essen gehen, insbesondere das schwarze Schwein - porco ibérico - aber das ist dann gar nicht überall zu finden. An einem einzigen Restaurant lesen wir davon, aber dann müssten wir in der ersten Etage des Restaurants sitzen. Wir wollen gern draußen sitzen. Suchen wir also weiter. Es findet sich aber nichts. Wir gehen bis zur Basilica und kehren dann wieder um. Heute ist gar nicht viel los in Castro Verde, aber vielleicht haben sie jetzt um die Mittagszeit alle Siesta. Wir gehen auch mal zum Intermarché, wo wir ein Hähnchen kaufen wollen. Es gibt keine mehr. Uns knurrt schon der Magen. Wir gehen noch mal zum Casa do Alentejo, dem Restaurant, wo vorhin noch niemand saß. Nebendran ist das Restaurante Planície. Die Speisekarte ist jetzt hier im Alentejo nicht mehr zweisprachig. Wir haben unser winzig kleines Wörterbuch einstecken. Borrego müsste Lamm sein, sagt Annette. Das ist dann das einzige Wort, das sich nicht finden lässt im Wörterbuch. Alles andere lässt sich übersetzen: Schweinebacke, Lende, Entrecôte, Gulasch, Scholle. Wir fragen, ob Borrego guisado Lammgulasch ist? Ja, ist es. Das nimmt Annette. Herbert nimmt die Scholle - Solha. Beides ist dann richtig gut, vor allem die Scholle. Es sitzen auch nur Einheimische hier, und der Laden ist ziemlich voll. 16 EUR für alles, und wir brauchen heute nicht mehr zu kochen, geschweige denn zu essen. Wir bleiben auch für die Nacht in Castro Verde, und der Hahn, der die ganze Zeit zu hören ist, wird uns morgen früh bestimmt zeitig wecken.



ein Bummel durch Castro Verde


 



der Alentejo ist beschaulich



auf dem Kirchplatz der Basilica


 


 



das soll auch unser Übernachtungsplatz werden



im Restaurants Planície



Scholle für Herbert



Lamm für Annette



abends um neun



unsere Tagesroute ca. 87km

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