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Donnerstag, 05. Juni 2014



ein letzter Blick auf den Canal du Centre, als wir Digoin verlassen

Die Sonne lacht, und wir sind schon um halb neun auf der Piste. Auf der Hauptdurchgangsstraße von Digoin halten wir aber gleich wieder an und füllen unsere Gasflaschen auf, hatten wir doch nur noch insgesamt 40% Gas. Dann kann die Fahrt losgehen zu unserem heutigen Ziel namens Écuisses, wo wir auch die Pfingsttage verbringen wollen. Vorher wollen wir in Montceau-del-Mines noch zum Lidl und unsere Vorräte auffüllen. Aber der Lidl dort wird gerade umgebaut und es ist von einer Wiedereröffnung Ende August die Rede. Was nun? Zum nächsten Lidl in Torcy, Nachbarort von Écuisses. Dort geben wir 55 EUR aus und werden unsere Vorräte wieder aufgefüllt. Jetzt sind es nur noch wenige Kilometer nach Écuisses.



Ankunft in Écuisses, unserem eigentlichen heutigen Ziel

Der erste Eindruck von Écuisses ist gut, aber der Stellplatz liegt jetzt ganz woanders. Laut Promobil (von 2009) soll er am Canal du Centre liegen, aber er liegt dann irgendwo auf einem Wiesenstück unter Bäumen. Hier wollen wir nicht bleiben, auch wenn der Kanal mit seinen sieben Schleusen hier in Écuisses eine tolle Sache ist. Wir sehen mehrere der sieben Staustufen, die wie eine Treppe aussehen. Unser Ersatzziel ist Autun, wo man direkt an einem See neben der Segelschule stehen können soll. Es sind nur wenige Kilometer bis dort und die Fahrt ist recht hübsch, wie überhaupt im Burgund.



es gibt sieben Staustufen in Écuisses



diese ist nur eine der sieben Schleusen von Écuisses



hier geht es entlang zum Stellplatz von Écuisses



weiter geht unsere Fahrt



Durchfahrt durch Marmagne

Ankunft am See von Vallon, einem Ortsteil von Autun

Wir erreichen Autun, sehen den See und auch das Schild für Ecole de Voile - Segelschule. Dann auch das Wohnmobilzeichen. Alles ist hübsch auf den ersten Blick; es sind auch nur zwei Wohnmobile hier, aber es ist auch erst halb eins. Bevor wir uns einen Platz aussuchen, müssen wir unbedingt unseren Wassertank auffüllen (in Digoin war das nicht möglich; sie bauten dort gerade eine neue Entsorgungsstation). Schnell läuft Annette rüber zur Avia-Tankstelle gegenüber dem Stellplatz, um eine Wassermünze zu kaufen. Dann stellen wir den Phoenix ganz an den Rand der Parkfläche, sodass uns zumindest rechts von uns niemand die Sicht versperren kann. Es ist richtig hübsch hier am See. Jetzt kann Pfingsten kommen. Die Feiertage wollen wir hier verbringen, und wir können uns vorstellen, dass es übers Wochenende richtig voll hier sein wird. Am späten Nachmittag kommen schon die ersten Wohnmobile angerollt. Engländer, Deutsche, Dänen. Obwohl genug Platz ist, quetschen sie sich alle nebeneinander auf eine der Parkflächen. Abends kommen noch Deutsche hier an, die sich in eine Lücke stellen, wo sie die Tür wirklich kaum noch aufbekommen können. Sie kommen zu uns und fragen, ob wir morgen früh abreisen würden, denn wir würden nicht mehr an ihnen vorbeifahren können, so eng ist die Durchfahrt geworden. Nein, nein, wir bleiben hier stehen, aber was ist, wenn über Nacht ein Unglück passieren würde? Heute Nacht bleiben wir lange auf und schauen ab 22:45 bis 0:00 Uhr eine Reportage. Es ist der Fall Elisabeth Käsemann, die in 1977 in Argentinien verschleppt, gefoltert und ermordet wurde und die Bundesrepublik Deutschland (Westdeutschland) keinen Finger gerührt, nicht den mindesten Versuch unternommen hat, diese Frau zu retten. Mancher Politiker wie Bundesaußenminister a.D. Hans Dietrich Genscher, Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt äußern sich bis heute nicht zu diesem Fall. Der Fall ist eine Ungeheuerlichkeit und es ist nicht selten, dass wir unser Vaterland als Ungeheuerlichkeit ansehen.



heute gibt es mal wieder Erdbeeren



wir haben ein Stück Rasen direkt vor unserer Haustüre



die jüngsten Segler sind unterwegs auf dem See


 


 



am Nachmittag sind es noch wenige Wohnmobile hier



unsere Tagesroute ca. 103km

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