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Dienstag, 10. Juni 2014



Durchfahrt durch Nolay

Heute wollen wir weiterziehen, egal wie heiß es wird. Wir sind früh auf den Beinen und leeren noch die Tanks, bevor wir losfahren. Dann geht es in Richtung Beaune, mitten durch Burgund. Es ist eine unsägliche Hitze; wir haben die Klimaanlage eingeschaltet. Diesen Luxus haben die Kühe nicht; überall stehen und liegen sie im Schatten, da wo Schatten ist. Manche müssen den Tag in praller Sonne beginnen, manche liegen auf der Seite und haben die Beine ausgestreckt. Nach wenigen Kilometern erreichen wir das Département de la Côte d'Or (Goldküste?). Auf dem Schild steht außerdem "Trophée du Département Fleuri"; es ist also eines der blumenreichsten Departments. Es ist eine hübsche Fahrt; wir kommen durch Orte wie La Rochepot, Nolay und Pommard. Wie malerisch alles ist. Außerdem befinden wir uns auf der Route des Grands Crus, was sich wohl auf eine Rebsorte bezieht? Wir kommen an etlichen Weinbergen vorbei, und überall heißt es entweder Domaine So-und-so, oder Château So-und-so. 



die Orte, durch die wir kommen, sind alle sehr beschaulich




die Weinberge reichen bis zum Horizont


 



Durchfahrt durch Pommard



auch in Pommard dreht sich alles um Wein

Durchfahrt durch Beaune

Dann erreichen wir Beaune. Auf einem Schild lesen wir: Grand Prix National de Fleurissement depuis 1990 (Sieger im Blumenwettbewerb von 1990). Die französischen Städte und Dörfer werden für ihren Blumenschmuck bewertet und ausgezeichnet. Überall im Land liest man "Ville Fleurie" oder Village Fleurie" und die Einstufung. Vier Punkte (in Form von Blüten) sind die Höchstzahl. Die Stadt Beaune macht einen sehr hübschen Eindruck mit ihrer dicken Stadtmauer. Wir fahren erstmal zum Lidl und kaufen drei Packungen Vanilleeis von Carte d'Or. Einen Parkplatz finden wir nirgends in der Stadt, aber in der Hitze herumzulaufen wäre auch nicht gerade erstrebenswert. Und so fahren wir weiter; Annette macht viele Fotos während der Fahrt durch die Stadt. Aber fast alle heutigen Fotos misslingen, weil sich die Windschutzscheibe zu sehr spiegelt.



schade, dass wir in Beaune nirgends anhalten können



wir erreichen Nuits Saint-Georges und biegen wenige Meter später nach rechts ab zum Stellplatz

Nach weiteren Kilometern erreichen wir den Ort Nuits Saint-Georges (die Nächte von Saint Georges?) In Sachen Ville Fleurie hat der Ort drei Punkte, aber was wir nach wenigen Metern sehen ist ein Wohnmobilzeichen. Ach ja, wenn es ein netter Stellplatz ist, könnten wir für heute mit dem Fahren aufhören und zum Stehen kommen. Im Schatten sitzen. Der Stellplatz von Nuits Saint-Georges ist in einer Nebenstraße, aber es fährt dann doch manches Auto hier vorbei. Egal, hier bleiben wir. Herbert stellt die Stühle heraus und dann harren wir im Schatten aus. Am späten Nachmittag wollen wir mal in den Ort gehen. Mit den Stühlen rücken wir dann immer weiter im Schatten, sitzen irgendwann unter einem großen alten Baum. Es kommen auch ein paar Wohnmobile an. Belgier und Engländer. Ein Entsorgungsstation gibt es auch. Und Wasser kostenlos.



Ankunft am Stellplatz von Nuits Saint-Georges



aushalten kann man es wieder nur im Schatten



am späten Nachmittag gehen wir mal nach Nuits Saint-Georges hinein

Gegen halb sechs gehen wir dann mal los in den Ort und sind überrascht, wie beschaulich und heimelig alles ist. Es gibt mehrere kleine Springbrunnen, die das Stadtbild auflockern, und natürlich viele Weingeschäfte. Dann noch einige Geschäfte und Cafés. Dass die "Nächte von Saint-Georges" so charmant sein würden, hätten wir nicht gedacht. Aber das Burgund ist eben auch eine weltberühmte Gegend für seine Weine. Dieser Ort ist außerdem legendär für die schwarzen Johannisbeeren, die zu "Crème de Cassis" verarbeitet werden. Später lesen wir, dass der Ort etwa 30 Weinkeller besitzt. Wieder daheim essen wir draußen zu Abend, und währenddessen kommt ein Franzose, der gut deutsch spricht, auf uns zu und gibt uns eine Landkarte von Burgund (Weinstraßen und Schlemmerrouten in Burgund) und das Magazin "Burgund erleben", in dem ganz viele burgundische Orte vorgestellt werden. Dieses Magazin werden wir behalten für eine spätere Zeit. Zum Beispiel, um die Seenlandschaft des Morvan (der Morvan ist die grüne Lunge Burgunds) zu besuchen. Laut Magazin soll man da einen Hauch von Kanada, Irland oder Skandinavien verspüren. Spät abends fangen Blitz und Donner an, noch später auch einiger Regen. Aber die Temperaturen fallen nur langsam.



auf den ersten Blick ist alles sehr schön hier



in den Straßen von Nuits Saint-Georges



der Ort hat eine malerische Altstadt



dort hinten ist der Belfried, der Glockenturm aus dem Jahre 1619



überall plätschert Wasser


 



im Ort gibt es etwa 30 Weinkeller



unsere Tagesroute ca. 74km

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