d04.jpgd21.jpgd06.jpgd08.jpgd11.jpgd13.jpgd07.jpgd01.jpgd02.jpgd18.jpgd14.jpgd10.jpgd19.jpg

Mittwoch, 26. Juni 2013



immer weiter nach Süden geht es

Als sich Annette morgens um 5:50 Uhr zum Schreiben hinsetzt, ist im Radio andauernd die Rede davon, dass auf den Tag genau vor 50 Jahren John F. Kennedy seine Rede vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin gehalten hatte. Und dann kommt das Lied "Berlin-Berlin" von der Band John F. und die Gropiuslärchen. Dieses Lied ist total skurril (unbedingt mal anhören auf youtube); es ist schon von 1987, dem Jahr, als Berlin 750-Jahr-Feier hatte. Damals wurde es ständig rauf und runter gespielt (im Westradio, versteht sich), aber heute hört sie das Lied total flott an, als hätten sie es etwas aufgemöbelt. Annette muss jedenfalls total schmunzeln, als sie es nach so langer Zeit mal wieder im Radio hört.

Ansonsten wird der Tag heute ziemlich langweilig, weil er ja nur vom Fahren geprägt ist. Nach einigen Kilometern erreichen wir Bayern und blicken nochmal zurück auf die vergangenen Tage. Es hat uns total gut gefallen in Mecklenburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und ThüringenSchön, wie sehr sich der Osten verändert hat. Alles so schön aufgeräumt und heil; die Leute so entspannt. Es war uns ein sehr angenehmer Aufenthalt. Jetzt wollen wir eigentlich gar nicht viel fahren, und so biegen wir nach Bad Steben ab, wollen uns da irgendwo hinstellen.



wir biegen ab nach Bad Steben

Die Durchfahrt durch Bad Steben ist nichts besonderes. Der Ort total altbacken im 70er-Jahre-Chic. Es gibt dann sogar einen Stellplatz auf dem Parkplatz an der Therme, der aber ziemlich eng ist. Man will 5 EUR für das Wohnmobil plus 2,50 EUR Kurtaxe pro Person. Warum müssen eigentlich immer nur wir Wohnmobilisten fürs Parken zahlen? Die Autos stellen sich doch auch umsonst hin. Heute früh in Bad Klosterlausnitz hatten wir gelesen, dass man an der Kristalltherme sogar 10 EUR fürs Wohnmobil und 1,30 EUR p.P. Kurtaxe zahlen soll. Na, jedenfalls wollen wir in Bad Stüben so oder so nicht bleiben, fahren in den Nachbarort Naila, wo es ähnlich altbacken aussieht. Dann wieder zurück auf die Autobahn bis Greding, wo wir uns im Ort auf einen großen Parkplatz stellen, der für Autos, Busse und Wohnmobile ausgeschildert ist. Abends sehen wir im Nordmagazin (Lokalnachrichten aus MV) auf NDR, dass man in Warnemünde einen Stellplatz bauen will. Am Weidenweg, am Arsch der Welt. Der liegt noch hinterm Neuen Friedhof und hat dann mit Warnemünde nicht mehr viel zu tun. Manchmal haben wir den Eindruck, dass man die Wohnmobilisten eigentlich gar nicht haben will, dass man sie immer auf ganz abgelegene Plätze verfrachtet. Uns gefällt unser Aufenthalt in Deutschland, aber mit dem Wohnmobil in Deutschland macht es uns keinen Spaß. Da sind wir doch lieber im Ausland.



unsere Tagesroute ca. 242km

back       |      next