d14.jpgd08.jpgd13.jpgd11.jpgd19.jpgd02.jpgd04.jpgd06.jpgd10.jpgd21.jpgd18.jpgd01.jpgd07.jpg

Samstag, 01. Juni 2013



gleich morgens schauen wir uns mal die Boote an

Um 6 Uhr morgens wecken uns die Stimmen der Angler, die hierher kommen. Es wird natürlich wenig gefangen, aber man angelt ja auch nicht, um Fische zu fangen, sondern um den Seelenfrieden dabei. Ein herrliches Licht scheint auf das kleine Hafenbecken, und gleich nach dem Frühstück gehen wir mal los, Boote angucken. Als wir fast um das Hafenbecken herum sind, sehen wir, dass sich ein Wohnmobil ganz ans Ende des Kanals hingestellt hat. Da war gestern nach dem vielen Regen alles aufgeweicht, aber jetzt scheint es recht gut zu sein. Da würden wir ganz idyllisch und für uns allein stehen. Und so parkt Herbert den Phoenix kurzerhand um. Unsere Terrasse besteht jetzt aus feinem Rasen, und der Blick auf den Hafen ist von hier aus auch nicht übel.



wir gehen nach St-Florentin hinein

Jetzt können wir mal in den Ort gehen. Die mächtige Kathedrale und einen Turm sieht man ja schon von weitem, und so geht unser Weg erstmal dahin. Oben am Turm angekommen, weist eine kleine Schautafel den Spazierweg durch den Ort. Im ersten Moment sind wir erstaunt, wie kaputt die Straßen und Wege sind. Das sind wir in Frankreich gar nicht gewöhnt. Dann kommen wir zur Kathedrale und gehen auch mal hinein.



immer in Richtung des Turms, den man ja schon von weitem sieht



diese Treppe hinauf zur Altstadt



oben ist eine kleine Terrasse mit einer Tafel, die einen Spazierweg empfiehlt



immer höher müssen wir hinauf



wir erreichen die Kathedrale von St-Florentin



die Kathedrale hat enorme Ausmaße

Die Kathedrale hat gewaltige Ausmaße für so einen kleinen Ort wie St-Florentin. Ganz besonders gefallen uns die bunten Bleiglasfenster, die sehr gut erhalten sind und ein prächtiges Licht ins Innere werfen. Wir lesen, dass die Kirchenfenster zur Ecole Troyenne gehören und dass die ersten interessanten Kirchenfenster gegen 1480 erschienen, und dass zwischen 1510 und 1525 diese Kunst sehr verbreitet war. Dass homogene Gesamtheiten dieser Kunst wie in dieser Kathedrale hier von großer Seltenheit sind, dass das 16. Jh. die intensiven Farben wiederentdeckte, die am Ende des 13. Jh. verschwunden waren. Blau, leuchtendrot, smaragdgrün, gemischt mit gelb des Silbers, das im 14. Jh. erfunden wurde. Für jedes der großen Fenster gibt es eine Schautafel mit Erklärungen der Geschichte, die sie darstellt, und zwar in drei Sprachen. Wirklich gut gemacht.



die Kirche ist für ihre Fensterbilder berühmt


 



auf dem Place des Fontaines



wir wandeln durch die Einkaufsstraße von St-Florentin

Wir laufen weiter, lassen uns in der Touristinformation einen Stadtplan geben und finden uns dann auf dem Place des Fontaines wieder, wo natürlich ein Brunnen ist, wie es der Name ja schon sagt. Von hier aus laufen wir die schmale Geschäftsstraße entlang. Hier zeigt St-Florentin sein schönes Gesicht, und über allem thront die Kathedrale. Vor der Markthalle auf der Rue de la Halle sind ein paar Stände, und wir kaufen uns ein paar Crevetten fürs Abendessen. Jetzt muss noch ein Baguette her. In der Boulangerie geht es zu wie im Taubenschlag. Dann machen wir uns auf den Heimweg, wollen aber noch abbiegen zum Park, dem Jardin de l'Octroi, der so hübsch am Fluss, dem Armance, gelegen ist.



ein halbes Pfund Crevetten, bitte



Blick auf das Rathaus



noch schnell ein Baguette gekauft . . .

Im Park führt die Pont Canal über den Canal de Bourgogne; das Wasser stürzt in großen Mengen unter uns hindurch. Nach einem Blick auf den Stadtplan wissen wir jetzt, dass wir mit dem Phoenix am Kanal stehen. Der Park ist von allen Seiten von Wasser umgeben, vom Kanal und vom Fluss. Von hier aus ist der Blick auf die Stadt und die Kathedrale besonders schön.



wir gehen durch den Stadtpark, wo von allen Seiten das Wasser rauscht



von hier ist der Blick auf St-Florentin auch sehr hübsch

Dann sind wir wieder daheim. Boote kommen und gehen; sie haben bestimmt nur darauf gewartet, dass endlich mal ein Sonnentag kommt. Wir sitzen bei Kaffee und Kuchen und gehen anschließend zur Schleuse, die ja ganz in unserer Nähe ist. Und wie es der Zufall will, ist auch gerade ein Boot in der Schleuse. Uns gefällt das Prozedere der Boote in den Schleusen ja immer so gut. Auch die beiden alten Häuser, die zu beiden Seiten der Schleuse stehen. Auf der anderen Seite des Kanals bzw. der Hafeneinfahrt laufen wir zurück, gehen über die Autobrücke und kommen wieder heim. Vorher schauen wir uns noch die Boote an, die hier angelegt haben. Es sind ja alles Kanalboote, aber ein Modell gefällt uns besonders gut. Es ist von der Kuhnle-Werft in Rechlin / Müritz. Ein feines Boot. Abends essen wir dann die Crevetten auf Feldsalat, mit einem Teller Tomaten mit Mozzarella bzw. Schafkäse. Ach, so ein Sonnentag wirkt ja wirklich Wunder.



wir sitzen bei Kaffee und Kuchen



Boote kommen und gehen den lieben langen Tag lang



wir stellen den Tisch wieder weg, damit es nicht so nach Camping aussieht



auf dem Weg zur Schleuse



gerade ist ein Boot in der Schleuse



mit vereinten Kräften wird das Schleusentor aufgestemmt . . .



. . . sodass das Boot hindurchfahren kann



und so hübsch stehen wir hier am kleinen Hafen von St-Florentin



wir laufen einmal ganz um das Hafenbecken herum



dieses Boot von der Kuhnle-Werft in Rechlin / Müritz gefällt uns besonders gut



unser Abendessen

back       |      next