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Sonntag, 09. Juni 2013



die Ortschaften im Münsterland sind gemütlich mit ihren alten Bauernhöfen

Zwei kurze Regenschauer bekommen wir aufs Dach, bevor wir losfahren. Über Landstraße fahren wir durchs Münsterland auf dem Weg nach Münster. Überall sind große Bauerngehöfte zu sehen, ähnlich wie in Niedersachsen. Was uns sehr auffällt sind die vielen Solarplatten auf den Dächern der Scheunen und Wohnhäuser. Das sieht man im Ausland nur ganz selten, aber nirgends wird das auch so subventioniert wie bei uns in Deutschland. Wobei die Solarplatten ja nicht gerade besonders hübsch sind. Annette ist ständig in Sorge, dass wir in eine Radarfalle geraten, denn die gibt es im Ausland auch nicht so wie bei uns in Deutschland. Jedenfalls nicht ausschließlich als Abzocke. Nicht, dass wir jemals mit dem Phoenix rasen, aber die Radarfallen sind ja immer an den unmöglichsten Stellen aufgebaut.  

Dann ist Münster erreicht, aber es ist nicht leicht, irgendwo einen Parkplatz zu finden. Wir kurven und kurven hin und her, fahren auch in die Umweltzonen hinein, wollen die Stadt schon wieder verlassen in Richtung Ibbenbüren, als wir es ein letztesmal versuchen und zum "Parkplatz Altstadt" abbiegen. Ein größerer Parkplatz tut sich auf, auf dem ein Reisebus, ein Wohnmobil und viele Autos stehen. Am Kassenhäuschen sitzt eine Frau, die wir fragen, ob wir uns dazustellen können? Ja, können wir. Die Parkgebühr beträgt 6 EUR für uns (Autos 3 EUR) und wir könnten auch nachts hier stehen. Morgen ab 7 Uhr würde die Parkgebühr aber stündlich berechnet werden; heute am Sonntag ist sie pauschal. Bleiben wir also hier und sind ganz froh, dass wir Münster nicht auslassen mussten. In der Ferne hören wir ein ziemliches Tamtam, Ansagen und Musik. Vielleicht auch wieder ein Stadtfest oder -marathon? Es handelt sich dann um ein Beachvolleyball-Turnier, gesponsert von Smart.



in Münster findet ein Beachvolleyball-Turnier statt . . .



. . . gesponsert von Smart



es gibt mehrere Spielfelder



Münster ist die Fahrradstadt Deutschlands

Wir schauen uns die Sache eine Weile lang an und laufen dann weiter. Münster ist ja die absolute Fahrradstadt Deutschlands, und vor lauter Fahrrädern sieht man ja nix anderes; überall sind sie abgestellt. Das Schloss von Münster ist dann aber doch nicht zu übersehen, und wir lesen, dass die meisten der rund 55.000 Studenten der sechs Hochschulen der Stadt an der Wilhelms-Universität eingeschrieben sind, deren Hauptgebäude im fürstbischöflichen Residenzschloss (1767-87) ist. Wir laufen dann durch den Stadtpark bzw. über den Parkring, der auf 4,5km um die Altstadt liegt.



Blick auf das Schloss von Münster

Auf diese Weise kommen wir an den Aasee, den im Jahre 1931 angelegten Stausee. Hier ist richtig viel los; man kann Paddel- und Tretboote leihen oder den See auf einem Wanderweg umrunden. Alles ist sehr hübsch angelegt und die Kneipen am See sind hoffnungslos überfüllt. Überall wuselt es von Leuten. Dann machen wir uns auf zur Altstadt.



wir sind am Aasee, der sehr schön angelegt ist mitten in der Stadt



in diesem Gefährt kann man Rundfahrten durch Münster unternehmen



es sind viele Leute unterwegs in der Altstadt



Blick auf das alte Rathaus (das rechte Gebäude) mit Friedenssaal

Der erste Eindruck ist wirklich schön, und den Hauptplatz von Münster, den Prinzipalmarkt, kennen wir schon aus dem Fernsehen. Er wird von den Einheimischen liebevoll "gute Stube" genannt. Uns gefallen die großen Giebelhäuser und die goldenen Lettern an fast allen Geschäften. Alles wirkt sehr alt eingesessen und die Geschäfte bestehen hier nicht aus den Ladenketten, die es heute in jeder Innenstadt gibt. Cafés und Restaurants sind auch hier sehr gut besucht.



auf dem Prinzipalmarkt, der "guten Stube" von Münster



Blick auf die Kirche St. Lamberti



die Innen- und Hinterhöfe sind schöne Wohngegenden



Blick auf den St.-Paulus-Dom

Wir werfen auch mal einen Blick in den Dom, dessen Glocken um halb drei ertönen und gar nicht mehr aufhören wollen. Im Innern ist es angenehm bescheiden, nicht pompös. Dann führt unser Weg vorbei an St. Lamberti und zum Kiepenkerl, der Skulptur vor den gleichnamigen Restaurants. Es handelt sich um einen reisenden Händler aus dem Münsterland, der bereits in 1896 ein Denkmal bekam, im Krieg zerstört wurde und nun originalgetreu mit Tragekorb und genüsslicher Pfeife im Mund wieder auf seinen Sockel gehoben wurde, und zwar bereits in 1953.



wir kommen zum Kleinen und Großen Kiepenkerl, den beiden Restaurants rund um den Kiepenkerl, die Skulptur



Blick auf den Kiepenkerl, mit Tragekorb, Wams und genüsslicher Pfeife

Auf unserem Heimweg, vorbei am Spiegelturm, sehen wir das Eiscafé Lazzaretti. Jetzt ein Eis, sagt Herbert und steuert schon auf einen der wenigen freien Tische zu. Er will eine große Portion Eis, aber es kommt ewig keine Bedienung. Auch sitzen viele Leute an den anderen Tischen ohne Eis da. Das kann ja endlos dauern hier, denken wir uns, denn jeder Eisbecher wird ja einzeln angerichtet. Und so stehen wir wieder auf und kaufen ein großes und ein kleines Eis direkt an der Eisdiele. Wieder daheim hören wir, dass es beim Beachvolleyball immer noch hoch hergeht.



Blick auf den Spiegelturm, als wir uns auf den Heimweg machen



unsere Tagesroute ca. 46km

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