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Montag, 11. Juni 2012

Wie soll man so einen Tag beschreiben, der nur aus Warten Warten Warten besteht und an den Nerven zerrt? Um 10 Uhr beginnt die Sitzung in München, und da es heute ja im Grunde nur noch um den Gebrauchsvorteil und die Kosten geht, die wir in den Panzer investiert hatten, gehen wir davon aus, dass die Veranstaltung recht bald vorbei sein wird. Aber nix da: Es geht auf 12, 13, 14 Uhr und immer noch kein Anruf unseres Anwalts. Was wir als schlechtes Zeichen sehen. Um 14:30 Uhr ruft Herbert mal in der Kanzlei an, ob der Anwalt denn schon zurück sei oder irgendetwas in Erfahrung zu bringen wäre. Er ist zurück, ist aber in einer Besprechung, die länger dauert. Also geht die Warterei weiter; um 15 Uhr geht Annette wieder für eine Stunde schwimmen und sieht Herbert um 16 Uhr mit dem Telefon am Ohr, als sie zurück ist. Der Anwalt sei noch immer nicht zu sprechen, aber wir würden heute noch eine Email von ihm erhalten. Die kommt dann endlich um 16:30 Uhr, mit einem Erlebnisbericht des heutigen Gerichtstags: Der Beklagte bzw. das Mistvieh ist wieder persönlich erschienen, obwohl er am 2. Mai vor Gericht getönt hat, aufgrund einer Schottlandreise heute zu fehlen. Jetzt gibt er an, dass er das Klima in Schottland nicht vertragen hätte, der Bekloppte. Dann ging es um den Nutzungsvorteil, wobei das Gericht die Vorstellungen der Gegenseite (320 EUR à 200 Tage) weit von sich gewiesen hat. Auch musste er jetzt wohl oder übel alle unsere Rechnungen akzeptieren, zweifelt aber immerhin noch deren Höhe an. Und so müssen die Rechnungen nunmehr dem Gutachter A vorgelegt werden, der darüber befinden soll, ob die Rechnungen angemessen seien. Ein entsprechender Beweisbeschluss dürfte am 20. Juni fallen. Von Revision ist wohl kein Wort gefallen, allerdings wurde er nochmals darauf hingewiesen, dass die Sache zur Staatsanwaltschaft gehen wird, wenn das Urteil fällt. Na ja. So weit, so gut. Auch wenn noch immer nichts richtig schriftlich vorliegt, können wir wohl doch endlich aufatmen und davon ausgehen, die Sache endgültig gewonnen zu haben. Richtige Freude kommt dennoch keine mehr auf, allenfalls Erleichterung und der Gedanke, dass wir, sobald das Urteil gefällt ist, nicht mehr für den Panzer verantwortlich sind. Auf die etwa 50.000 EUR abzüglich Nutzungsvorteil freuen wir uns. Abends köpfen wir eine Flasche Rotwein und essen drei Scheiben Lamm. Fallen um halb zehn ins Bett.

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