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Montag, 24. Juli 2017



wir verlassen Stavrós - links der Minimarkt Maria, rechts der SYNKA

Schon um 6:16 Uhr sind wir in Hut und Mantel und bereit zur Abfahrt. Wir haben uns übrigens vor zwei oder drei Wochen einen Nagel in den rechten hinteren Reifen getreten. Der Reifen verliert seitdem ganz schleichend Luft, aber weil wir jetzt hier in Stavros mit genau diesem Reifen auf einem Auffahrklotz gestanden hatten, hat der Reifen doch arg an Luft verloren. Wir müssen also jetzt dringend etwas tun. Kurz hinter den beiden Minimärkten von Stavros gibt es die erste Tankstelle mit einer kleinen angeschlossenen Werkstatt. Dort halten wir jetzt an. Der Betreiber hat gerade schon den Luftschlauch in der Hand und lässt gerade von einem Fahrradschlauch ab. Dann rollen wir vor. Er sieht schon gleich unseren etwas platten Reifen. Oh-oh-oh, sagt er, it's broken (er ist kaputt). Anette sagt ihm, dass ein Nagel im Reifen ist, und wir stehen auch gerade so, dass man den Nagel sieht. Er holt etwas, das wir ein breiter Klebestreifen aussieht, zieht die obere Folie davon ab und reißt ein Stück schwarzer klebriger Folie ab, die zwischen den beiden anderen Folien steckt. Das Zeug klebt anscheinend wie Hubatz. Er wickelt es um seinen Schraubenzieher, zieht den Nagel heraus und dann macht es tsch . . . Jetzt stopft er diese klebrige Folie in das Loch, stopft und stopft und dann scheint alles gut zu sein. Er schneidet die überstehende Folie ab und fängt an, den Reifen aufzupumpen. Mei, wieviel Luft da jetzt fehlt, bis der Druck wieder bei 4,5bar ist. Dann schaut er noch bei allen anderen Reifen den Luftdruck nach. Der geflickte Reifen sieht wieder aus wie neu. Der Mann will 7 Euros für seine Arbeit haben. Ist ja ein Ding, dass das alles so zu funktionieren scheint. Den eingetretenen Nagel gibt er uns übrigens mit dem Wort Souvenir. Wie nehmen ihn mit für ein Foto.



dieses Teil hatten wir uns in den Reifen getreten



Reifen geflickt



Akrotiri - immer wieder schön

So, jetzt wollen wir nach Souda, wo wir letztens auf der Hinfahrt zur Mühle einen Vodafone-Laden gesehen hatten. Wäre ja doch gut, wenn wir noch weitere 30 Tage kaufen können, bevor es zurück zur Südküste geht. Und dass wir uns nicht nach Chaniá quälen müssten. Herbert fährt direkt in den Hafen von Souda bzw. Chaniá, und Annette läuft allein zum Vodafone. Wir wollen das Fahrzeug nicht mehr alleinlassen in Häfen. Im Laden heißt es dann, dass es einen Totalausfall im System gegeben hätte. Ja, Servus. Aber der junge Verkäufer sagt Annette, dass, wenn sie ihm trauen würde, sie ihm die 10 Euros geben solle und er,  sobald das System wieder funktioniere, unser Guthaben aufladen würde. Ja gut, so machen wir es, sagt Annette, woraufhin er sich unsere Vodafone-Nummer aufschreibt. Er gibt ihr auch eine Visitenkarte für den Fall, dass irgendetwas schiefgehen sollte. Ehrlicher kann er eigentlich nicht sein. Dann zurück zum Herbert in den Hafen und weiter. Unterwegs machen wir auch noch einen größeren Einkauf.



wir parken im Hafen von Souda



nur wenige Schritte vom Hafen entfernt ist der Vodafone-Laden



weiter geht es auf der Nationalstraße

Ein kleines Stück geht es auf der Nationalstraße entlang, die immer wie eine Rennbahn ist. Dann biegen wir ab nach Paleóchora und quälen uns wieder diese 51km auf tausend Kurven entlang. Wir schalten übrigens nie die Klimaanlage ein während der Fahrt, sondern machen alles über die offenen Seitenfenster. Ansonsten hätten wir uns bestimmt schon dreimal erkältet. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir unser schönes Paleóchora. Als allererstes springen wir ins Meer, suchen dann die gestrigen Fotos aus, übertragen den gestrigen Tag und frühstücken dann. Anschließend packen wir die Strandtasche und gehen an den Strand. Die Duschkabine ist neu; die alte Duschwand aus Stroh hat dem Sturm wohl nicht mehr standgehalten. Der Kassierer kommt mit einem Strahlen auf uns zu. Welcome back, it's good to see you again, und gibt uns die Hand. Wir fragen ihn, wie es hier ausgesehen hat in Sachen Wind. Es war einfach schrecklich, erzählt er uns. Wir sagen ihm, dass wir in Plakiás waren und dann vor dem Wind geflüchtet nach Stavrós auf Akrotíri. Er erzählt uns, dass seine Mutter von Akrotiri stamme, dass er aber wohl seit 30 Jahren nicht mehr dort gewesen sei und dass er sich vorstellen könne, dass da viele Hotelburgen seien. Oh nein, gar nicht, erzählen wir ihm, die Landschaft sei dort sehr schön und man hätte da nicht gewütet in Sachen Beton. Jetzt freuen wir uns auf einen schönen Strandtag. schön nackig und entspannt. Schade, dass sich auch hier wie überall immer mehr Textilleute untermischen. Irgendwann werden uns diese doofen Textilleute die FKK-Strände abschaffen. Wir bleiben bis etwa 16 Uhr und sitzen dann bei uns oben am Platz im Fahrzeugschatten. Die Markise rollen wir nur für den Kühlschrank aus. Ja, so windstill ist es heute hier. Wir sitzen bis spät abends, lange nach dem Abendessen. Heute Nacht müssen wir wieder auf den Federbetten liegen, denn die Nacht kühlt nicht ab. Als es uns zu dicke wird, steht Herbert gegen Mitternacht auf und lässt die Schiebetür aufstehen. Die ganze Nacht. Annette findet das zwar nicht ganz so toll, aber es kommt ja wirklich niemand hierher, und so stockdunkel, wie es hier ist, sieht auch niemand unser Fahrzeug. Dennoch bleiben die Temperaturen bei 31°C an Bord.



Dorfidyll



die Ziegen sind ganz wild auf den frischen Heuballen



wir erreichen die Ausläufer von Paleóchora



jetzt einen schönen Strandtag

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