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Sonntag, 16. Juli 2017



wir sind wieder in der Taverne Muses

Auch heute findet man uns wieder am Strand. Wir haben den Eindruck, dass die Temperaturen derzeit nicht so brutal sind, nur noch knapp unter 30°C. Die Luft ist fast zu kalt auf der nassen Haut, wenn wir aus dem Wasser kommen. Und für Dienstag ist sogar Regen angekündigt. Vor ein paar Tagen hatte es geheißen, nur am Nachmittag, und jetzt sagt die Wetterkarte sogar Vormittag und Nachmittag. Na, die Bauern werden sich freuen, und vielleicht wird ja unser total verstaubter La Strada auch mal etwas sauberer dabei. Wir bleiben heute bis halb fünf am Strand, was wir sonst nie machen, wenn die Sonne am späteren Nachmittag immer tiefer steht und unter den Sonnenschirm lugt. Aber wie gesagt: Es ist nicht mehr so affenheiß. Am Abend wollen wir auch mal wieder essen gehen, denn uns gehen die Ideen aus für was eigenes. Wir gehen wieder in die Taverne Muses, was übrigens nichts anderes heißt als Musen. In der griechischen Mythologie neun alte Göttinnen, Nymphen der Berge und des Wassers. Wir haben es nicht so mit den Göttern, aber in paar Namen kennen auch wir: Zum Beispiel Thalia (Hirtendichtung und Komödie), oder auch Urania (Astronomie). Wir wundern uns dann, dass das Essen - Pizza - am Nebentisch schneller serviert wird als bei uns, obwohl wir doch früher bestellt hatten als sie. Haben die unser Essen etwa vertauscht? Die Frau stochert mit ihrer Gabel in den Tontopf (Briam), der Mann fängt mit der Pizza an. Eine halbe Minute später bringt man unser Essen und stellt fest, dass es tatsächlich eine Verwechslung gegeben hat. Man nimmt den Leuten vom Nebentisch das Essen wieder weg, stellt ihnen das richtige Essen vor die Nase und sagt uns, dass das Briam in drei Minuten fertig sei. Na, wir wollen jetzt aber nicht die angebissene Pizza vom Nebentisch. Was das wohl werden wird? Es dauert einige Zeit, und dann bringt man uns das Essen. Die Pizza ist kleiner als üblich, denn man hat einfach das angebissene Stück herausgeschnitten, die anderen Stücke zusammengerückt und mit etwas mehr Käse die Lücken übertüncht. Nein, das kann Herbert nicht mehr essen, und wir rufen die Bedienung und sagen ihnen das. Man räumt die Pizza ab, fragt aber auch nicht, ob Herbert etwas anderes will. Eigentlich hätten wir das Briam auch zurückgeben müssen, aber wir sind ja nicht so. Total schade um die schönen Lebensmittel, aber Herbert hätte es nicht über sich gebracht, die Pizza vom Nebentisch zu essen. Dürfen die Gastronomen auch gar nicht anbieten, sobald es auf einem Tisch war. Erst als die Rechnung kommt, entschuldigt man sich für den Irrtum. Auf dem Heimweg kaufen wir noch ein paar Weintrauben von alten Leutchen auf der Straße, und daheim isst Herbert ein Käsebrot vor dem Zubettgehen.



hier kaufen wir noch ein paar Weintrauben

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