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Montag, 20. Juli 2015



auf der Fahrt zum TÜV

Gestern Abend noch hatte Herbert auf der Webseite vom TÜV um einen Termin gebeten, und jetzt um kurz vor acht rufen sie an: Wir können um 9:30 Uhr kommen. So geschniegelt, wie der Phoenix jetzt ist, sollten wir doch wohl durch den TÜV kommen, oder? Und trotzdem zittern wir jedes Jahr, wenn das Fahrzeug durch den TÜV muss. Die beiden Männer dort beim TÜV sind ganz angetan vom Phoenix, das sagen sie uns auch. Ach ja, die Pfälzer sind wirklich patente Leute, mit denen man ganz leicht ins Gespräch kommt. Es nieselt ganz fein, aber als wir dann unsere Mammutaufgaben in Angriff nehmen, hört der Niesel auf.



jedesmal zittern wir, wenn wir beim TÜV sind

Herbert ruft den Käufer an und sagt ihm, dass das Fahrzeug durch den TÜV ist. Wir müssen jetzt einen Großeinkauf machen, denn bis wir das Auto bekommen, werden wir praktisch von der Außenwelt abgeschnitten sein. (Der fehlende Fahrzeugbrief musste ja neu beantragt werden, und das ganze dauert zwei Wochen, weil die Sache vom Amt veröffentlicht werden muss. Hätten wir das alles vorher gewusst, hätten wir ein anderes Fahrzeug gekauft. Wir könnten natürlich mit roten Nummernschildern fahren, aber das will Annette nicht; da wären wir nur haftpflichtversichert, ohne Kasko. Damit haben wir schlechte Erfahrungen gemacht, siehe Oktober 2009, als wir einen Auffahrunfall hatten und mit roten Nummernschildern unterwegs waren. Den Schaden von über 3.000 EUR mussten wir selbst bezahlen.) So, also jetzt bergeweise Lebensmittel kaufen und dann weiter zum Matratzen-Concord, wo wir noch die Matratzenschoner abholen wollen. Letztens hatten sie nicht die richtige Größe auf Lager. Dann wollen wir noch einen Fernseher kaufen, damit uns die Abende nicht allzu lang werden in der erst halb eingerichteten Wohnung. Den Fernseher kaufen wir beim Mediamarkt, einen Samsung, 2015er Modell.



jetzt noch zum Matratzen-Concord und zum Mediamarkt auf der Zweibrücker Straße, wo alles ist

Dann zurück zum Stellplatz, wo wir die Tanks leeren und gründlich durchspülen. Heute früh war uns die Zeit dafür zu knapp. So, jetzt zur Wohnung, unsere allerletzte Fahrt mit dem Phoenix. Jetzt heißt es, alles ausräumen. Wir haben zwei schöne stabile Kartons, mit denen wir alles hoch- bzw. runtertragen wollen. Was für eine Schufterei, und was man nicht alles mitgeschleppt hat in all den Jahren. Nach einer Weile tragen wir Tisch und Stühle hoch und auch das Geschirr und wollen erstmal etwas essen. Draußen auf dem dreieckigen Balkon. Es ist ein eigenartiges Gefühl, und wir fühlen uns wie in einer Ferienwohnung. Nach dem Einräumen wissen wir im ersten Moment nicht mehr, wo welches Geschirr usw. untergebracht ist. Schubladen und Küchenschränke auf und hineinschauen - es ist wirklich wie in einer Ferienwohnung, die man erstmal erkunden muss. Hach, es ist schön auf unserem neuen Balkon, ewig könnten wir jetzt hier sitzen und die Ruhe genießen. Aber wir müssen weiterarbeiten. Annette bleibt dann längere Zeit unten beim Phoenix, und als sie dann wieder oben ist, hört sie schon im Treppenhaus Stimmen. Jemand ist in der Wohnung mit Herbert. Dieser Jemand begrüßt Annette dann mit ihrem Namen uns sagt, "Ich bin der Gerichtsvollzieher, aber erschrecken Sie nicht, es ist nichts schlimmes". Der Schreck ist aber doch groß. Hat man unser jetzt, da wir uns wieder angesiedelt haben, endlich für eine Altsache habhaft werden können? Der Gerichtsvollzieher ist gekommen, um uns das Rücktrittsschreiben vom Grundstückskaufvertrag persönlich auszuhändigen. Aha, man will uns also wieder an diese leidige Sache erinnern. Der Gerichtsvollzieher meint, wir sollten darauf bestehen, dass der Käufer zumindest die Flurstücke kauft, für die vom Landwirtschaftsamt keine Auflagen erteilt wurden. Aber wir wollen nicht wieder jahrelang prozessieren wie mit dem blöden Expeditionsfahrzeug. Wir arbeiten dann noch eine Weile weiter. Herbert schließt den Fernseher an. Abends sitzen und essen wir dann wieder draußen. Nehmen ein Bad und schreiben noch eine lange Nachricht an Rosi und Manfred, die seit Anfang Mai in Skandinavien sind und es mit dem Wetter übel angetroffen haben. Gegen 23 Uhr gehen wir zu Bett. Die Ruhe hier ist unbezahlbar.

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