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Mittwoch, 02. Juli 2014



kaum sind wir in Rosenheim, fängt der Regen an

Heute steht uns ein langer Tag bevor, und sehr früh fängt er an. Die Nacht auf der Loretwoiese war ruhig und ohne Beanstandungen. Wir müssen heute zum Optiker, denn Herbert braucht neue Brillen, eine zum Fernsehen schauen und Autofahren; und eine zum Lesen und Computern. Kurz vor 10 Uhr sind wir bei Apollo und dann dauert und dauert es, bis wir mal dran sind. Und selbst dann dauert und dauert es, bis der Sehtest vorbei ist und alles ausgemessen und besprochen ist. In der Wartezeit findet Annette eine schicke Brillenfassung für sich, im Siebziger-Jahre-Look. Gern hätte sie ja Gläser, die dunkel werden in der Sonne und wieder hell (phototrop?). Ihr Sehvermögen ist auch wieder schlechter geworden seit Oktober 2010, und so macht auch sie einen Sehtest, kommt aber auf die gleichen Werte wie bei ihren jetzigen Brillen. Bei ihren Augen kann man eben nichts mehr rausholen. Und so lässt sie die neue Brille jetzt sein, denn das wären für die Gläser allein schon wieder 550 EUR gewesen. Nach geschlagenen 2h45min verlassen wir Apollo und müssen jetzt noch zu Herberts Exfrau, um die CD "Peter und der Wolf" abzuholen. Mittlerweile regnet es, und die Leute gehen mit Regenschirmen. Wir nicht, wir haben keinen mitgenommen. Dann schreibt Annette noch die Glückwunschkarte zum Hauseinzug von Herberts Tochter und Schwiegersohn und merkt, dass ihre Handschrift total ungelenk geworden ist. Man schreibt heutzutage ja auch fast nichts mehr von Hand.



Rosenheim im Regen



ein Blick auf den Max-Josefs-Platz im Herzen der Stadt

Dann fahren wir durch Rosenheim und zur Tochter, zum neuen Haus. Seit Ende Mai, eine Woche vor Pfingsten, wohnen sie darin. Die einzelnen Stufen des Hausbaus hatten sie uns immer anhand von Fotos geschickt, aber jetzt, da das Haus fertig ist, sieht natürlich alles wieder ganz anders aus. Es wird natürlich noch einige Zeit dauern, bis alles wirklich fertig ist, vor allem die Außenanlagen, aber immerhin sind sie jetzt drin. Jetzt ist alles noch kahl und sind noch gar nicht alle Möbel da, aber das ist ja normal. Die beiden Kinder, unsere Enkel, die wir seit einem Jahr nicht mehr gesehen haben, sind ja so gewachsen. Die Kleine hat Zähne und kann fast schon laufen. Der Große ist sehr lebhaft und hält uns alle auf Trab. Beide Kinder haben so schöne aquamarinblaue Augen, als würde man die Südsee sehen. Wir machen erstmal eine Tour durchs Haus, das im heutigen modernen Stil gehalten ist, aber dennoch ganz gut ins bayrische Gesamtbild passt. (Was man nicht von allen Häusern sagen kann. Als wir auf der Fahrt hierher durch Pfraundorf kamen, waren wir erstaunt, wieviel neue Häuser gebaut wurden, wieviel Geschäfte und Verkaufsflächen. Und alles im neuen Stil.) Wir bleiben bis kurz nach 18 Uhr, da ist auch unser Schwiegersohn da.



in strömendem Regen fahren wir durch Rosenheim



wir nehmen die Ausfahrt Bernau a. Chiemsee - da hinten ist der Chiemsee

Jetzt wollen wir noch nach Bernau am Chiemsee, wo wir bei der Shell-Tankstelle an der Autobahnausfahrt übernachten wollen. Denn morgen wollen wir nach Siegsdorf zu einer Firma, wo wir ein spezielles Pflegemittel für die Kunststoffteile am Phoenix kaufen wollen. Die sind schon arg verschossen durch die ständige Sonneneinwirkung, und in Portugal hatten wir gesehen, wie das Mittel die Kunststoffflächen wieder schön macht. Außerdem muss Herbert morgen auch zur Blutentnahme für seine Generaluntersuchung. Diese beiden Punkte auf unserer Liste konnten wir also gut verbinden. Als wir in Bernau bei Shell ankommen, sehen wir, dass LKWs jetzt 7 EUR und Autos 2,50 EUR fürs Parken zu zahlen haben, Tag oder Nacht. man muss in Deutschland aber auch wirklich überall Geld abdrücken, nichts ist umsonst. Wir sehen, dass es hier jetzt auch einen Burger King gibt, direkt neben dem Outletcenter von "Chiemsee", der Klamottenmarke. Und selbst beim Burger King soll man für die Toilettenbenutzung 50 Cents zahlen. Ansonsten kommt man gar nicht durchs Drehkreuz. Nach dem Essen verlassen wir Shell und wollen uns auf den Parkplatz des Ärztehauses stellen. Wir fahren also durch Bernau, unsere alte Heimat. Aber was haben sie denn aus dem alten Rathaus gemacht? Es war ein flaches einstöckiges Gebäude, wurde weggerissen und nun steht an dieser Stelle ein riesiger hoher Glas-und-Stahl-Palast. Schrecklich, wie sich das Gesamtbild peu à peu verändert. Hoffentlich fallen die alten bayrischen Häuser mit den Lüftlmalereien an den Fassaden nicht eines Tages ganz weg. Wir übernachten also jetzt beim Ärztehaus, und es regnet und regnet ja immer noch seit dem Vormittag. Um 21 Uhr gehen wir zu Bett. Annette fühlt sich übrigens wieder ganz normal; als wäre nichts gewesen. Manchmal glaubt sie, dass das alles von der Seele herrührt. Oder warum sollen die Symptome nach zwei Tagen komplett wieder verschwunden sein? Manchmal dauern die auch nur einen einzigen Tag. 



unsere Tagesroute ca. 26km

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