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Donnerstag, 03. Juli 2014



wir nehmen die Auffahrt Felden (Felden gehört zu Bernau)

Komisch, wenn man Termine hat und morgens früh raus muss aus dem Bett, fällt es einem immer so schwer; aber wenn man frei hat, macht es nix aus, früh aufzustehen. Heute heißt es, weitere Termine auf unserer Liste abzuarbeiten. Gleich früh soll Herbert zum Blutabgeben gehen. Um 7:30 Uhr geht er los und ist erst um 8:15 Uhr zurück. Das Wartezimmer beim Arzt war brechend voll, aber das ist kein Wunder, denn die Deutschen sind doch Weltmeister in Sachen Zum-Arzt-gehen. In der Zwischenzeit hat Annette alles verpackt, sodass wir uns jetzt nur noch ins Fahrerhaus setzen und losfahren müssen. Wir nehmen die Autobahnauffahrt Felden, fahren also nur die Chiemseestraße runter, das geht leichter. Viel hat sich geändert in Bernau, unserer alten Heimat, aber vor lauter Gucken und Schauen macht Annette kaum ein Foto. Aber wir kommen ja noch dreimal hierher zurück.



ringsum ist man von Bergen umgeben

Am Chiemsee geht es vorbei und bis nach Siegsdorf, zur Firma ATG auf der Traunsteiner Straße 7. Wir können die Adresse einfach nicht finden, fragen an der Tankstelle und fragen eine alte Frau auf der Straße. Diese nimmt uns mit und bringt uns bis fast vor die Tür von ATG. Deren Räumlichkeiten befinden sich im Gebäude des Gasthofs "Zur Alten Post", aber ganz rückseitig. Das hätten wir nie gefunden. Dann kaufen wir einen Kunststoffreiniger und zwei Packungen Kunststoffarbe. Jetzt will Herbert noch zur Bäckerei und ein paar Brezn kaufen. (Die Norddeutschen sagen immer Brezel, aber hier sagt man Breze oder Brezn. I mog a Brezn. Die Norddeutschen sagen zum Chiemsee auch immer Schiemsee, aber, liebe Preußen und Fischköppe, das ist nicht der Schiemsee, das ist der Kiemsee. So wie beim Kristkind.) Wir sind dann wieder auf der Autobahn und erfreuen uns am Anblick der Berge, der kleinen Dörfer, unserer alten Heimat. Wir hätten unsere Wohnung damals, in 2009, nicht verkaufen sollen, das war ein großer Fehler. 



ein kleiner Eindruck von Siegsdorf in seiner ganzen Pracht



was für eine Landschaft



wir sind schon wieder auf dem Rückweg



dies ist die Ortseinfahrt von Rosenheim

Wir wollen jetzt nochmal zur Tochter fahren und dort die viele Post abholen, die sich bei Herberts Exfrau angesammelt hat. Heute ist sie nämlich auch bei der Tochter und bringt die Post mit. Gestern waren wir ja nur bei ihr in der Arbeit. Es ist schwierig, bei der Tochter am Haus zu parken, und so können wir jetzt auch nicht lange bleiben. Dann geht es weiter, und zwar zur Dekra in Rosenheim. Die Yamaha raus aus der Garage und vorführen. Dafür zahlen wir 71,30 EUR (vor zwei Jahren 61 EUR). Dann dauert und dauert es, weil der Prüfer sich eine Ewigkeit lang am Phoenix zu schaffen macht. Er sucht und sucht - Herbert sagt, er sucht richtig nach einem Fehler - kriecht unters Fahrzeug, mehrmals lässt er am Luftdruckbehälter die Luft ab und lässt dann den Luftdruck wieder aufbauen, schaut ins Handschuhfach, kriecht wieder unters Fahrzeug und so weiter. Irgendwann ist der mit der Abgasprüfung zugange. Dann kommt er zu uns und fragt, ob das Fahrzeug mehrere Monate lang gestanden hätte? Denn die Bremsscheiben hätten eine riesige Roststelle. Endlich hat er was gefunden. 137,50 EUR sind zu zahlen und wir kommen natürlich nicht durch den TÜV. (Später schauen wir uns die Prüfberichte von 2012 und 2013 an und sehen, dass das Fahrzeug jetzt die besten Bremswerte hat, seit wir das Fahrzeug besitzen. Und die Roststelle auf der Bremsscheibe wurde in 2012 schon als geringer Mangel festgestellt.) Da sind wir an einen richtigen Pedanten geraten, vielleicht dachte er, wir seien auf der Fahrt in den Süden mit unserem auswärtigen Kennzeichen, und jetzt kann er uns noch einen reinwürgen. Jetzt kommt also wieder eine Riesenrechnung bei MAN auf uns zu. Toll, da macht das Wohnmobilreisen gleich wieder viel mehr Spaß. Bei MAN bekommen wir einen Termin für nächsten Dienstag.



wir sind bei der DEKRA in Rosenheim

Jetzt fahren wir nach Bad Aibling und stellen uns auf den Stellplatz. Der ist total leer, wie schon am Dienstag. Annette läuft schnell in den Ort und kauft ein paar Flaschen Radler, und Herbert bereitet einen bayrischen Wurstsalat. Dazu die Brezn, und dann sitzen wir unter der Markise bei knapp 30°C. Der Stellplatz bleibt leer bzw. stehen mit uns fünf Wohnmobile da. Bis zum Schlafengehen sind es sechs.



a Wurschtsalat und a Brezn und a Radler

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