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Freitag, 27. Juli 2013



Annette kommt vom Duschen

Heute steht einem Besuch im Freibad nichts mehr im Wege, und so landet zuerst die Yamaha draußen und wir wenig später im Freibad, das sich im Schweich direkt neben bzw. hinterm Edeka befindet. Der Eintritt beträgt 3 EUR p.P. Spottbillig im Gegensatz zu Hallenbädern. Das Schwimmbecken selbst hat dann verschiedene Bereiche zum Planschen, Rutschen und auch Schwimmen. Alles sieht flott aus, auch wenn alles eher zum Planschen gedacht ist. Der Trakt für die Schwimmer ist schmal, dafür aber 50m lang. (Annette braucht für die 50m jeweils 30 Schwimmzüge.)



ein Blick auf das Freibad von Schweich von einer oberen Terrasse aus

Zwischendurch kommt auch mal eine dicke Wolke und schüttet etwas Regen herunter. Alle Leute flüchten unter die Bäume, aber das ganze dauert nur wenige Minuten. Wir gehen dann noch mehrmals ins Wasser, bevor wir uns um halb drei, als der größte Ansturm kommt, auf den Heimweg machen. Jetzt stehen die Leute in Schlangen vor der Kasse, Beim Edeka kaufen wir uns etwas Grillfleisch für den Abend und wollen noch bei Norma in Longuich eine Packung Mineralwasser kaufen. Die Paletten sind leer; es gibt nur noch das teure Gerolsteiner. Kaufen wir eben das. Dann sind wir daheim und sehen, dass jemand unsere Markise eingerollt hat. Unser Nachbar erzählt uns, dass ein irrer Sturm aufkam und er unsere Markise gerade noch rechtzeitig retten konnte.



da ganz rechts außen ist der 50m lange Schwimmtrakt

Der Nachmittag ist ruhig, und so machen wir die Markise wieder auf, denn die Sonne brennt ja wie wild. Diesmal befestigen wir die Markise mit einem dicken Gurt und schlagen auf beiden Seiten Heringe in den Boden, die die Enden des Gurtes festhalten sollen. Das sollte einer nächsten Sturmböe standhalten, denken wir. Denn manchmal, und wenn auch nur für wenige Sekunden, kommt hier an der Mosel ein Sturm auf, ein Kamineffekt im Moseltal. Nach dem Abendessen lässt die Hitze endlich nach. Erste Blitze zucken am Himmel und dann, um halb zwölf, bäumt sich die Markise auf, als ein extremer Sturm einsetzt. Um Gottes willen. Schnell gehen wir nach draußen und halten die Markise fest, wollen die Sturmböe abwarten. Es sind ungeheure Kräfte am Werk und wir können gerade so den Gurt auf beiden Seiten festhalten. Dann ist plötzlich unser Nachbar da, stellt sich auf Herberts Seite, hält dort fest und sagt ihm, dass er nun versuchen soll, die Markise einzufahren. Wir müssen schreien, um gegen den Lärm anzukämpfen; der Sturm heult wie wild. Dann sind plötzlich zehn Holländer da und wollen helfen. Ohne die vielen Leute wäre es uns nie gelungen, die Markise einzufahren. Zuerst lassen wir die Stützen, die beiden Füße der Markise, draußen, dann aber holt Herbert die Leiter aus der Garage und einer der Holländer kann die Stützen an der richtigen Stelle einklemmen. Jetzt noch schnell Tisch und Stühle wegpacken, die Fußmatten und alles, was noch draußen ist. Wir sind übrigens die ganze Zeit barfuß auf dem Schotter, denn unsere Gummischuhe sind weggeflogen und die Tür lässt sich so schwer öffnen gegen den Sturm, als dass wir die Zeit hätten, uns andere Schuhe zu holen. Die Holländer ziehen dann von einem Platz zum anderen und fragen, ob sie helfen können, denn andere Leute kämpfen ja auch mit ihren Markisen und Habseligkeiten wie umgekippten Fahrrädern. Der Sturm hält dann noch lange an, die Blitze zucken, aber jetzt ist bei uns alles unter Dach und Fach bis auf die schwere Yamaha. Morgen soll es ja viel regnen, schauen wir mal.

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