d08.jpgd02.jpgd11.jpgd21.jpgd18.jpgd10.jpgd19.jpgd07.jpgd13.jpgd04.jpgd06.jpgd14.jpgd01.jpg

Dienstag, 31. Januar 2017



Adeus Portugal, bis zum nächstenmal

Es heult ein ziemlicher Wind, der uns weckt und der uns mit eisiger Luft überrascht. Der Himmel ist grau und es ist sehr ungemütlich, wenn wir einen Schritt vor die Tür tun. Bei so einem Wetter fällt uns der Abschied bestimmt leichter, denn immerhin haben wir mehrere Tage Anlauf gebraucht bis zu unserem Abschied. Heute soll es also losgehen in Richtung Heimat. Beim Lidl halten wir noch an und kaufen ein paar Kleinigkeiten für die kommenden Tage. An der Kasse sprechen uns die beiden Leute an, die direkt hinter uns stehen. Seid ihr nicht Annette und Herbert? Doch, ja, sind wir. Die beiden erzählen uns, dass sie nur aufgrund unserer Reiseberichte jetzt das erstemal in Portugal sind. Sie sagen, dass sie auf dem Camp in Monte Gordo stehen, da die Stellplätze alle so überfüllt sind und da sie Probleme mit ihren Bordbatterien haben. Wir empfehlen ihnen den Batteriefritzen in Santa Luzia, aber alles geht so schnell an der Kasse. Hier ist auch immer der Teufel los, so viele Touristen von Santo António und Castro Marim. Sie sagen uns noch, dass ihnen unsere Reiseberichte total gut gefallen, und dass wir nie damit aufhören sollen. Das bekommen wir recht häufig zu hören, und wir hören es immer wieder gern. Gerade heute früh schrieb unser Leser Siegfried: ". . . außerdem annette sind deine reiseberichte die besten". Nach dem Lidl fahren wir nach Castro Marim, um beim Corvo & Corvo wieder Kuchen zu kaufen. Die Toilettenkassette wollen wir auf dem Stellplatz auch noch leeren, aber da stehen drei Wohnmobile sternförmig - aus drei Himmelsrichtungen - und blockieren die gesamte Einfahrt. Uns fällt ein, dass an der allerersten Tankstelle auf der spanischen Seite, direkt an der Autobahn, auch eine Entsorgungsstelle ist. Letzten Winter war die noch im Bau, aber als wir da jetzt hinkommen, ist die immer noch nicht fertig. Mist. Dafür tanken wir günstig für 1,13 EUR/L Diesel.



es geht über den Rio Guadiana, den Grenzfluss



gleich an der ersten Tankstelle an der Autobahn tanken wir günstig

Dann rollen wir geschmeidig dahin auf glattem Asphalt und lassen Revue passieren. Drei Monate in Portugal. Es war wieder richtig herrlich, und noch nie hat uns ein Januar so gut gefallen wie heuer. Wir denken daran, wie alles angefangen hat Anfang November, oben in Viana do Castelo. Weißt du noch, sagt Annette, wie wir durch Viana gelaufen sind und ich immerzu gesagt habe, hach, das ist mein Land, das ist mein Land? Jeder einzelne Tag war wieder schön, und das Wetter so gut wie seit 2011 auf '12 nicht mehr. Jetzt sind wir also in Spanien, und wir können kilometerweit schauen. So ein riesiges Land, und so ein Unterschied zum kleinen Portugal, wo alle Wege kurz sind. Die Landschaft ist jetzt schön, alles so grün und endlos weit. Das Hinterland von Spanien gefällt uns ja immer, und besonders Andalusien, wo dieser maurische Stil noch überall existiert. Wir mögen nur die plapperige und laute Art der Spanier nicht. Die Portugiesen haben ja nicht diese quirlige südländische Art, die sind eher mitteleuropäisch.



wir erreichen Sevilla

Es geht dahin auf der A49, der Autopista del V Centenário bis Sevilla. Jetzt müssen wir auf die A4 in Richtung Córdoba. Es geht nicht nahtlos auf die A4, sondern über einen Zubringer mit mehreren Kreisverkehren. Alles ist gut ausgeschildert, und wir haben das Navi auch nicht an, denn das würde uns eh nur auf den nächsten Feldweg schicken. Wir fahren in Richtung Flughafen und stoßen dann auf die A4. Diese Strecke sind wir noch nie gefahren, und die Landschaft tut dem Auge wirklich gut. Im Sommer ist bestimmt alles vertrocknet hier. Unterwegs sehen wir zweimal den Stier, aber nur von hinten, und einmal Tío Pepe (Onkel Pepe) mit seiner Gitarre. Das sind ja meterhohe Figuren, die uns immer gefallen. Gegen 15 Uhr halten wir auf einem Rastplatz 10km vor Écija. Das Restaurantgebäude ist auch so schön maurisch, mit mehreren Arkaden. Alles aus rotem Backstein. Wir stehen hier nicht so gut, und so fahren wir nach einer Rast weiter und vorbei an Córdoba. Immer schön auf der A4, der Autovía del Sur, bleiben. Herbert, der Fuchs, sieht dann irgendwann in einem Ort entlang der Autobahn einen größeren Parkplatz mit einem Wohnmobilzeichen. Und so kehren wir an der nächsten Ausfahrt um und biegen dann ab nach Pedro Abad. Es ist eine Art Park mit eigener Ver- und Entsorgungsstation. Das Wasser läuft, als wir es ausprobieren. Es ist ganz nett hier, zwar parallel zur Autobahn, aber zumindest können wir hier nicht von Kühllastern überrascht werden, die dann die ganze Nacht Krach machen. Am frühen Abend ist das Licht ganz herrlich. Und kalt ist es auch nicht.



hier machen wir mal eine Rast


 


 



wir erreichen Córdoba



Hóla, Tío Pepe



Hóla, Esel Pedro



so haben wir uns hingestellt auf dem Stellplatz von Pedro Abad



unsere Tagesroute ca. 328km

back       |      next