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Freitag, 02. Januar 2015



über die Brücke geht es und über den Rio Arade

Heute früh ist sogar Rauhreif auf dem Gras, so kalt sind die Nächte jetzt. Es dauert entsprechend lange, bis unser Heim eingeheizt ist. Heute wollen wir mal nach Portimão laufen, um des Laufens willen und um mal beim Bahnhof nachzufragen, was eine Zugfahrt nach Faro kostet. Und wie die Verbindungen sind, denn im Internet gibt es nur alte Fahrpläne. Gegen Mittag gehen wir los, gehen über die alte Brücke und biegen dann nach rechts ab in Richtung Messegelände und Bahnhof. Hier hinten raus haben sie den Promenadenweg auch gut angelegt; jede Menge Skulpturen befindet sich auch hier. Portimão hat hübsche und auch hässliche Ecken, und die sehen wir auf dem Weg zum Bahnhof auch. Das Bahnhofsgebäude ist dann alt und klein. Alle möglichen Fahrpläne hängen aus, nach Lissabon (von hier aus gute drei Stunden) und Porto; nach Viana do Castelo; und natürlich auch die Strecke Lagos - Vila Real de Santo António. Es sind alles Dieselzüge, Oberleitungen scheint es nirgends zu geben im Land, das wissen wir noch von Lissabon. In 15 Minuten kommt ein Zug, und den warten wir jetzt ab, um mal zu schauen, die die aussehen. Sie sind dann schmuddelig, aber recht gut besetzt. Eine Hin- und Rückfahrt von Portimão nach Faro kostet übrigens 12 Euros, für über 65-jährige die Hälfte.


 



"Eine gute Sardine auf Brot isst man in Portimão."



sie haben manch schöne Skulptur hier auf der Promenade stehen



dies ist die Eisenbahnbrücke, die von weitem immer so toll aussieht



wir kommen am Bahnhof an


 



wir bleiben so lange, bis der Zug kommt

Wir bummeln dann ein wenig durch Portimão, kommen an der Feuerwehr vorbei, wo noch eine Weihnachtskrippe aufgebaut ist, kommen an der Markthalle vorbei, die jetzt über Mittag geschlossen ist, kommen an einem Zigeunerlager vorbei, bis wir uns auf dem schönen Hauptplatz in der Altstadt wiederfinden. Wir tun auch wieder ein paar Schritte die Promenade entlang, wo es uns immer gefällt. Dann setzen wir uns auf ein Wasser und eine Cola an einen der Pavillons, der uns auch wieder an Lissabon erinnert. Ach, es ist schön in der Sonne. Ob der Winter so bleiben wird, was das Wetter angeht? Jetzt fällt uns ein, dass wir noch geschwind zur Touristinformation gehen und uns einen neuen Veranstaltungsplan geben lassen sollten. Dann auch noch zum Pingo Doce. An der Kasse bei Pingo Doce fällt uns auf, dass sich niemand vor uns noch Plastiktüten geben lässt. Alle lehnen die Plastiktüten ab, die man Ende des Jahres noch so selbstverständlich und in großen Mengen genommen hat. Seit gestern hat man für eine Tüte 10 Cents zu zahlen, während es im alten Jahr noch 2 Cents waren. Gerade erst hatten wir gelesen, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastiktüten in Portugal bei 458 Stück/Jahr liegt - Spitzenreiter von ganz Europa. Jetzt will man den Verbrauch auf 50 Tüten pro Kopf senken. So, wie die Leute sich heute an der Kasse verhalten, kann man guter Hoffnung sein. Na, wir haben immer Stoffbeutel einstecken und alte Plastiktüten, in die wir das Obst und Gemüse im Supermarkt immer und immer wieder einpacken, bis die Tüte verschlissen ist. So eine Tüte kann man locker zehnmal verwenden, eher noch öfter. Als wir nach insgesamt 4,5 Stunden wieder daheim sind, essen wir uns die restlichen Nudeln und Meeresfrüchte von gestern. Dann können wir schön auf dem Sofa liegen, Füße hoch und die zwei Teile "Der Turm", die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Uwe Tellkamp, anschauen. Das Buch hatte Annette mal gelesen; es hatte in 2008 den Buchpreis gewonnen. Bald ist Vollmond und entsprechend kalt wird es dann.



bei der Feuerwehr steht diese Krippe



die Feuerwehranzüge hängen griffbereit



wir sind am großen Platz in der Altstadt angekommen


 


 



jetzt ein Wasser in der Affenhitze


 


 



man kann diverse Bootsausflüge machen



hier und da gibt es kleine Parks, die im Großstadtgetümmel fast untergehen



hier gibt es mehrere Fischlokale, die aber im Winter fast alle geschlossen sind



wieder geht es über den Rio Arade und heimwärts



den Störchen werden die Nächte jetzt auch bitterkalt sein

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