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Mittwoch, 28. Januar 2015



die Sonne kommt um halb acht

Dem Herbert geht es heute wieder ganz gut; er hatte schon gestern Abend gemerkt, dass es wieder aufwärts geht mit ihm. So können wir heute weiterfahren, aber unser neues Ziel hat sich noch einmal geändert. Statt zum Stausee bei Odiáxere wollen wir zu einer der Strandbuchten bei Vila do Bispo. Wir bleiben oben auf dem Hügel, du weißt schon, da waren wir schon mal vor ein paar Jahren, sagt Herbert, aber Annette weiß beim besten Willen nicht, wo das sein soll? Wir fahren jetzt erstmal zur Entsorgungsstelle beim Intermarché in Sagres, wo wir anstehen müssen, bis wir dran sind. Hilfe, hier sind ja überall Franzosen! Das Frischwasser wollen wir gegenüber, bei der Tankstelle Cipol nehmen, wo man für 2 Euros Wasser tanken kann. Wir merken dann, dass die Tankstelle gar nicht mehr geöffnet ist, das Frischwasser aber nicht abgestellt ist. Schade, wir hätten schon dafür bezahlen wollen. Dann geht es weiter zum Lidl in Vila do Bispo.



einer der Surfer hat eine Panne



beim Intermarché leeren wir unsere Tanks



jetzt noch Wasser tanken



auf der Fahrt nach Vila do Bispo



wir erreichen Vila do Bispo

Wir kleben bestimmt nicht mehr am Lidl, kaufen zum Beispiel schon seit zwei oder drei Jahren kein Fleisch mehr dort, und hier in Portugal achten wir darauf, dass es möglichst portugiesische Waren sind, die wir beim Lidl kaufen. Wie Milch der Marke Vigor von 1951, oder Mayonnaise von Calvé, von 1898; oder Olivenöl von Gallo (mit dem Hahn darauf), portugiesischen Wein und natürlich das beste: Kaffee der Marke Delta. Hach, wie gut der ist. Ja ja, wir lieben alles an Portugal, und wir sind hoffnungslos lusophil, das wissen wir alles, aber wir können halt nichts dagegen tun. So, jetzt durchfahren wir Vila do Bispo, fahren an der Markthalle vorbei und biegen zu den Stränden ab. Es geht an völlig windschiefen Bäumen - Windflüchtern - vorbei, und so langsam dämmert es Annette, wohin die Reise gehen soll. Hier oben am Hügel waren wir mal, als wir unten an der Strandbucht von Praia da Cordoama keinen Internetempfang hatten, eine tolle Zeitungsanzeige für ein Haus bei Lagos gelesen hatten, und uns hier oben - mit Internetempfang - die entsprechende Webseite für das Haus angeschaut und dann bei den Leuten angerufen hatten. Es ist ein hübscher Picknickplatz und Ausgangspunkt für schöne Wanderungen.



Durchfahrt durch Vila do Bispo



an der Markthalle geht es vorbei



hier sind alle Bäume windschief und krumm



so stehen wir hier, grün zu beiden Seiten, wenn wir aus dem Fenster schauen

Zwei Wohnmobile aus Schweden stehen hier, ansonsten ist hier niemand. Puh, ist der Wind stark, als wir aussteigen. Kalt ist er aber nicht. Und weil das Wetter für morgen nicht so gut vorhergesagt ist, machen wir uns jetzt gleich auf zu einer Wanderung. Alles ist so nett angelegt mit Holztafeln für diese und jene Wanderung, zum Beispiel für einen Trilho Ambiental (trilho = trail = Wanderweg). Jetzt aber gehen wir in Richtung Meer, wollen aber oberhalb bleiben. Ein Holzschild und ein Stein zeigen nach links: Miradouro (Aussichtspunkt). Dort gehen wir jetzt hin und kommen an eine schöne Plattform, die von Holzplanken eingerahmt ist. Was für einen tollen Blick aufs Meer wir von hier oben haben. Die Westküste zeigt sich mal wieder von ihrer besten Seite. Der Wind hat es natürlich in sich, aber ohne ihn wären die Wellen längst nicht so gewaltig. Was sind wir froh, dass wir nicht in Richtung Osten weitergezogen sind, wo die vielen Überwinterer in ihren Wohnmobilen sind. Auf dem Rückweg kommt uns immer mal ein Auto entgegen; die Einheimischen scheinen immer in ihren Autos spazieren zu fahren. Jetzt machen wir es uns daheim gemütlich, essen uns zu Abend eine Kartoffel-Gemüsepfanne mit gebratener Bockwurst. Der Wind wächst sich zu einem Sturm aus, sodass wir heute nicht fernsehen können. Wir hören den ganzen Abend Radio M80 (M Oitenta), weil wir hoffnungslos lusophil sind und weil sie stundenlang tolle Musik spielen. Bis zum Schlafengehen ist aus dem Sturm ein Orkan geworden und heult um unseren Phoenix. Nur gut, dass der Phoenix mit der Nase (mit dem Fahrerhaus) im Wind steht und nicht mit der Breitseite. Sonst hätten wir umparken müssen.



was für eine Landschaft



überall sind Tafeln angebracht



wir wollen das Meer sehen



ein Blick auf den Trilho Ambiental, der ausgeschildert ist



hier beginnt der Trilho Ambiental, der Wanderweg



links ab zum Miradouro, dem Aussichtspunkt



auch auf dem Stein ist MIRADOURO eingemeißelt, und ein Fernglas ganz links



jetzt haben wir schon einen ersten Blick aufs Meer



da hinten ist die von Holzplanken eingerahmte Plattform



man sollte die Westküste in Bestküste umbenennen



huh, ist der Wind stark



Herbert muss auch mal innehalten und den Blick genießen



ein Blick zur anderen Richtung


 


 



diese Tafel steht bei uns am Platz



Kartoffeln und Porree und Paprika und Tomaten und Zwiebeln und gebratene Bockwurst - für zwei Tage



unsere Tagesroute ca. 11km

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