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Samstag, 31. Januar 2015



weiter geht unsere Fahrt

Gleich am Morgen kommt die Sonne, reißt der Himmel auf und wird ganz blau. Der Wind wird bei diesen Temperaturunterschieden natürlich gleich wieder zu einem Sturm. Wir können draußen kaum einen Schritt tun, ohne gleich umgehauen zu werden. Das merkt Annette, als sie zur Mülltonne geht. Nein, wir wollen nicht, dass es so weitergeht mit dem Wetter. Und die Aussichten sind so, dass noch mehr Schlechtwetter mit viel Regen und Kälte angekündigt ist. Da macht es keinen Sinn, jetzt schon weiter nach Norden aufzubrechen, wo es noch kälter und unbeständiger ist. Und so beschließen wir, unseren Platz hier an der Westküste zu verlassen, aber noch mindestens bis Mitte Februar unten in der Algarve zu bleiben. Gegen halb elf fahren wir von hier los. Unser Ziel: Silves, der Parkplatz am Castelo.



wir sind wieder auf der N125

Zumindest scheint wieder so ein schönes warmes Licht, als wir durch Vila do Bispo fahren. Wir versuchen ja immer, nicht auf der Straße zu sein, wenn das Wetter schlecht ist und alles so trist aussieht. Das tun wir uns so gut wie nie an. Jetzt ist der Blick auf Raposeira und Budens recht hübsch. Wie sich die Palmen biegen im Starkwind. Herbert muss auch ganz schön gegenhalten bei dem krassen Seitenwind. Als wir Lagos erreichen, entscheiden wir spontan, mal auf die andere Seite des Flusses zu fahren. Dahin, wo wir vor zwei Wochen bei unserem Besuch von Lagos ein paar Wohnmobile stehen gesehen hatten. Vorbei geht es am neuen Bahnhof und dem Hafen, aber schon hier sehen wir die ersten Verbotsschilder für Wohnmobile.



Ankunft im Hafen von Lagos, auf der anderen Seite des Rio Bensafrim

Wie hübsch der Blick auf Lagos von der anderen Seite des Rio Bensafrim doch ist. Das Wasser ist ganz blau, die Boote leuchten schneeweiß, aber der Wind ist hier natürlich auch ganz arg. Zwei oder drei Wohnmobile stehen hier, aber wir wollen nicht so frech sein und uns, den Verbotsschildern zum Trotz, hier hinstellen für die Nacht. Wir schießen nur ein paar Fotos und fahren dann weiter. Jetzt sehen wir auch noch das alte Bahnhofsgebäude von Lagos, das verkauft werden soll. Davon hatten wir im Internet gelesen.



von hier aus sieht Lagos auch richtig hübsch aus



wir fahren weiter



gleich geht es wieder über den Boina und den Arade

Es geht wieder durch Odiáxere und dann, kurz vor Portimão, über den Ribeira do Boina und den Rio Arade. Wenig später biegen wir ab nach Silves (Silvesch). Wir wundern uns, dass noch so viele Orangen an den Bäumen hängen. Die Plantagen gehen hier bei Silves ja bis zum Horizont. Dann haben wir einen ersten Blick auf Silves von der Hauptstraße aus. Silves sieht immer richtig gut aus. Es geht über die Brücke und den Rio Arade, der hier in Silves noch ganz schmal ist, und dann biegen wir ab zum Castelo. Hilfe, wieviel Wohnmobile stehen denn da? Es ist wirklich eine Plage mit den Wohnmobilen, die in jedem Jahr mehr werden. Auf den ersten Blick glauben wir, dass wir auf dem großen Parkplatz gar nicht unterkommen werden, aber dann gibt es hier und da doch noch eine Lücke. Es sind fast alles Franzosen, die hier stehen. Desto mehr freut es uns, als wir das Fahrzeug von Gerlinde und Walter sehen, den beiden, die wir im Waschsalon in der Marina von Praia da Rocha zuletzt getroffen hatten. Irgendwann im Dezember. Wir gehen kurz mal hin und sagen Hallo.


 



von der Straße aus können wir Silves schon sehen



Ankunft in Silves - Silves war ja mal die Hauptstadt der Algarve



verdammt voll ist es auf dem Parkplatz am Castelo



überall haben die Störche ihre Nester

Wir wollen das schöne Wetter nutzen und gleich mal nach Silves gehen. Und wer weiß, was morgen ist? Herbert könnte auch essen gehen. Wir erinnern uns an das kleine Tasca do Béné auf der Rua Policarpo Dias. Da wollen wir jetzt mal hingehen. Es ist schön, dass wir auf dem kurzen Weg so viele Störche zu Gesicht bekommen. Überall haben sie ihre Nester in der Stadt. Und sie klappern und klappern. Das Tasca do Béné ist dann urgemütlich. Wir nehmen das Tagesgericht, das aus Fisch (Annette) und Hähnchenspieß (Herbert) besteht. Für jeweils 7,50 EUR. Der Rotwein ist richtig süffig hier. Und welch schöne Dekorationen man hier überall hat. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Den anschließenden Kaffee wollen wir unten an der Uferpromenade vom Rio Arade nehmen, im Art'aska. Wo sie immer so tolle Musik spielen, und wo auch oft Musikveranstaltungen stattfinden. Die Sonne kommt und geht, es schieben sich immer mehr dunkle Wolken am Himmel; vielleicht sollten wir uns langsam auf den Heimweg begeben. Auf dem Weg kommen die ersten Regentropfen, sodass wir noch schnell in der Biblioteca municipal Unterschlupf suchen müssen. Das Bibliotheksgebäude ist modern und hell. Und hat samstags sogar geöffnet. Dann können wir heimgehen. Abends merken wir, dass es hier kälter ist als an den vergangenen Tagen da hinten im Westen. Morgen früh werden wir wohl heizen müssen. Es ist erstaunlich ruhig hier auf dem Parkplatz; kein einziger Generator läuft. Keine städtischen Geräusche, keine Autos sind zu hören. Ein Käuzchen ruft in die Dunkelheit. Hu huh huu... hu hu huu.



in den Straßen von Silves



wir wollen ins Tasca Béné gehen



wie gemütlich es hier drinnen ist



den Rotwein, den sie hier haben, ist total süffig



wir müssen gleich erstmal die Teller tauschen



hier in Silves ist der Rio Arade noch jungfräulich



wir sitzen im Art'aska unten an der Uferpromenade



Silves ist wirklich schön, aber jetzt müssen wir schnell heimgehen, bevor der Regen kommt



in der Biblioteca municipal warten wir einen Regenschauer ab - sie haben hier gerade eine Fotoausstellung



unsere Tagesroute ca. 61km

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