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Sonntag, 04. Januar 2015



wir sitzen bei Nachbars und trinken den Neujahrssekt

Die Sonne lacht, als Manfred zu uns herüberkommt und uns einladen will auf ein Glas Neujahrssekt. Damit die beiden jetzt nicht so lange mit der Flasche spazieren fahren müssen. So hatten wir das in den letzten Jahren auch immer getan: Sekt gekauft, in der Silvesternacht gar nicht getrunken, dann irgendwann im Februar oder so geköpft, damit Platz wird im Staufach. Wir sitzen dann also um elf bei Asti Spumante und frischgepresstem Orangensaft und freuen uns des Lebens. Eigentlich wollen wir alle auch schon wieder essen gehen, aber ab 14 Uhr kommt Skispringen im Fernsehen, und das will Rosi sich auf keinen Fall entgehen lassen. Gehen wir also lieber am frühen Abend.



hübsch ist Ferragudo von allen Seiten

Um 14 bzw. 13 Uhr rappeln wir uns auf zu einem Spaziergang in Richtung Leuchtturm. Angeblich soll man am Strand um die Festung herumlaufen können, oder wenigstens bei Ebbe, aber das sieht uns nicht so aus. Ebbe hin oder her. Wir gehen außen herum und kommen an den Praia Grande, eine schöne Strandbucht. (Schlechte Strandbuchen gibt es in Portugal nicht.) Eine steile Treppe führt hinunter an den Strand, wo sich zwei schicke Restaurants und die Strandbar Kalu befinden. Alle drei Lokale sehen aus wie Oasen mit den vielen Palmen und Agaven und Pflanzen. Dazu noch die weißen Sonnensegel. Wir gehen dann erstmal zu den rötlichen Felsen am Strand, und je länger wir uns hier aufhalten und umschauen, desto schöner wird es hier. Dann laufen wir den Holzweg am Stand entlang zur Kalu Bar, die geschlossen ist und uns an Robinson Crusoe erinnert. Sie haben hier und da kleine Nischen gebaut, wo man schön im Schatten sitzen kann. Dann machen wir uns auch schon wieder auf den Heimweg.


 



man muss durch diesen schmalen Durchgang gehen und hin zum Strand


 



Ankunft am Praia Grande



es gibt zwei Restaurants und eine Strandbar am Praia Grande



ein Blick auf die Burg von der anderen Seite aus



es ist schön am Praia Grande


 


 



dies ist die Strandbar Kalu


 



sie haben mehrere Plateaus gebaut, wo man schön sitzen kann


 


 



der Fisch vom Sueste Restaurant wird draußen gegrillt

Nachdem das Skispringen beendet ist, wollen wir alle nun essen gehen. Rosi und Manfred (eher Manfred) haben sich das Fischrestaurant Sueste ausgesucht, das direkt im kleinen Fischereihafen von Ferragudo liegt, am Flussufer. Wir sind etwas skeptisch, weil wir doch keinen gegrillten Fisch essen wollen. Aber wir hatten vorhin gelesen, dass sie auch Muscheln und Krabben und sowas auf der Speisekarte haben. Man sitzt ganz hübsch im Sueste. Dann kommt die Bedienung und zeigt uns zwei riesige Fische von bestimmt jeweils 2kg Gewicht und einen Tintenfisch. Dies sei alles, was sie noch in der Küche hätten. "I won't have any fish" (ich nehme keinen Fisch), sagt Annette sofort und winkt ab. Herbert will auch keinen. Was nun mit diesen Mordsfischen? Der Kellner überredet Rosi und Manfred zu einer filetierten Fischhälfte; und wir zwei nehmen Muscheln in Olivenöl mit Knoblauch und Riesengarnelen in Olivenöl und mit Knoblauch. Eigentlich sind es nur Vorspeisen, aber in einem Fischlokal gibt es halt nichts anderes als Fisch. Das Essen selbst ist dann wirklich gut, wenn auch zu wenig, aber wir haben den Eindruck, dass Rosi nicht besonders glücklich ist mit ihrem Fisch. Als wir mit dem Essen fertig sind, räumt man um uns her schon alle Tische ab, die Tischdecken und alles. Man hat das Gefühl, jetzt aber endlich gehen zu müssen. Man sagt uns, dass heute der letzte Tag sei und dass das Sueste nun in die Ferien ginge. 83 Euros sind für alles zu zahlen, wobei wir abends daheim auf dem Kassenbon sehen, dass man die kompletten Getränke - Wein und Mineralwasser - vergessen hat zu berechnen. (Wir werden mal wieder selbst Doraden braten. Schön in Olivenöl und mit viel Knoblauch. Man kann es an der Fischtheke ja leicht erkennen, ob ein Fisch frisch ist oder alt. Herbert brät ihn dann immer so schön und Annette klappt ihn auf in zwei Hälften. Dann noch das Gezutzel mit den Gräten, mmh.)



wir setzen uns nach drinnen



Annettes Garnelen, nachdem die Hälfte schon aufgefressen ist



Herberts Muscheln; auch nur noch die Hälfte



es ist heimelig im Sueste



als wir das Sueste verlassen, ist es noch taghell draußen



der Mond ist voller als unsere Bäuche

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