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Montag, 19. Januar 2015



wir verlassen Lagos

Laut Wetterkarte wissen wir seit Samstag, dass die Sonne heute wiederkommen wird und dass wir deshalb heute am Vormittag weiterfahren wollen. Wir waren uns bis dato nur unschlüssig, wohin die Reise gehen soll. Nach Odeceixe, einer der sieben schönsten Strandbuchten von ganz Portugal oder doch an der Westalgarve weiter, wo es am südlichsten ist, was die Temperaturen angeht? Manfred und Rosi hatten uns gesagt, dass sie, egal wohin die Reise ginge, mit uns ziehen würden. Letzten Freitag jedoch, im größten Mistwetter, waren sie schon so weit, dass sie am liebsten nach Silves auf den Stellplatz fahren würden, wo sie Strom und Internet und Duschen und alles hätten. Macht das doch, und wir können uns ja irgendwo wiedertreffen - das waren unsere Worte. Jetzt um halb elf, als wir in Hut und Mantel und abfahrbereit sind, sitzen sie noch beim Frühstück und sagen uns, sie würden von hier aus nach Silves fahren. Huch, das ist aber ein übereilter Abschied jetzt. Ganz eigenartig fühlen wir uns.



es geht westwärts, wo wie Algarve für uns am schönsten ist

Wir beide planen jetzt schnell um im Kopf und beschließen, nicht nach Odeceixe zu fahren (wir wären nur um derentwillen dorthin gefahren, weil es so ein herrliches Fleckchen Erde ist), sondern nur die Westalgarve weiter. Erstmal müssen wir jetzt entsorgen und Frischwasser tanken, dann zum Aldi, drei Schwarzbrote kaufen und dann kann es losgehen. Die Gegend hinter Lagos gefällt uns sowieso immer am besten von der gesamten Algarve. Wenige Kilometer hinter Lagos beginnt die Costa Vicentina mit ihrem riesigen Naturpark. Wie froh die Einheimischen sein können, dass man dieses Gebiet unter Naturschutz gestellt und nicht alles zubetoniert hat. Aber auf der N125 gibt es mehrere Baustellen; man legt noch mehr Kreisverkehre an. Unser erstes Ziel ist Boca do Rio, gleich hinter dem Dorf Budens. Wir haben zwar schon oft gelesen und gehört, dass man dort nicht mehr stehen könne, aber wir wollen es uns mal selbst anschauen. Man hat jetzt in Boca do Rio einen Parkplatz für Autos angelegt, was recht schön aussieht. Ein Schild sagt: No Parking At Night, bzw. Proibido Pernoitar. Also nicht über Nacht parken. Na ja. Wir können zumindest aussteigen, ein paar Schritte tun und Fotos machen. Donnerwetter, ist das ein Wind. Schon auf der Fahrt hierher hatten wir umgestürzte Mülltonnen gesehen. Dann fahren wir weiter nach Westen.



das Dorf Budens kommt in Sicht



diese Straße führt uns nach Boca do Rio



in Boca do Rio haben sie jetzt einen Parkplatz angelegt



ein Blick auf die Strandbucht von Boca do Rio



alles sieht jetzt hier gefällig aus



weiter geht unsere Fahrt; wir erreichen Raposeira

Unser nächstes Ziel ist Praia da Ingrina, das wir in guter Erinnerung haben von einem früheren Besuch. Hoffentlich kommen wir unter auf der Parkfläche, auf die vielleicht sieben Wohnmobile passen. Wir erreichen das Dorf Raposeira und biegen ab zum Praia da Ingrina. Was für eine schöne Landschaft. Das Meer glitzert in der Sonne, die es heute gut mit uns meint. Es steht dann nur ein einziges kleines Wohnmobil auf der Parkfläche. Toll. Wir stellen uns nach ganz außen auf die Fläche, mit Blick aufs Meer aus dem Fenster. Hier und da stehen noch ein paar andere Wohnmobile. Hier in der Westalgarve findet man nur Individualisten, die auch mit wenig Komfort auskommen. Die nicht auf Stellplätzen kleben. So, jetzt ziehen wir uns gleich mal warm an und tun ein paar Schritte. Die kleine Strandbucht ist ganz wunderbar; die Wellen sind gigantisch und tosen und krachen. Wir halten uns lange Zeit draußen auf und freuen uns, dass wir hier so gut untergekommen sind. Nur gut, dass wir genug Proviant an Bord haben. Und wenn das Wetter ab morgen wieder kippt, dann müssen wir das eben aussitzen. Am frühen Abend lässt der Wind nach, sodass wir sogar Fernsehen schauen können. Auf Einsfestival kommt ein guter Film: "Betty Anne Waters", den schauen wir uns an. Über einen Mann, Betty Annes Bruder, der unschuldig wegen Mordes verurteilt wurde, in den 1980er Jahren, in Massachusetts. (Nach einer wahren Begebenheit.)



ein Blick auf Raposeira aus dem Seitenfenster



hier geht es entlang zum Praia da Ingrina



der Atlantik glitzert so schön in der Sonne



Ankunft am Praia da Ingrina; wir haben ein schönes Plätzchen gefunden



ein erster Blick auf die Strandbucht



die Wellen tosen unablässig



das Strandcafé ist jetzt im Winter geschlossen


 



da, wo der Pfeil ist, wohnen wir


 



ein Blick aus unserem Fenster



unsere Tagesroute ca. 33km

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