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Freitag, 09. Januar 2015



wir wollen jetzt immer draußen frühstücken

Weil es gestern früh so schön draußen war, setzen wir uns heute auch wieder zum Frühstück nach draußen. Diesmal mit Frühstücksei und Ostfriesentee und allem Pomp. Es ist richtig anstrengend in der prallen Sonne, ganz ehrlich. Dann rappeln wir uns auch schon auf, um zur Markthalle von Portimão auf der Avenida São João Deus zu fahren. Wir schauen uns den vielen Fisch, den sie dort haben, genau an, aber die Preise sind ganz schön happig für die Doraden (der Kilopreis liegt zwischen 14 und 16 EUR), die doch recht klein sind. Hier kaufen wir nichts. Dann kommt die Obst- und Gemüseabteilung der Händler und ganz hinten sind die Stände der Einheimischen, der alten Leute, die hier das Obst und Gemüse aus ihren Gärten und Feldern verkaufen. Nach der Revolution von 1974 wurde ein Gesetz erlassen, das es den einfachen Leuten ermöglicht, mit dem Verkauf ihre Renten aufbessern zu können. Ein jeder hat eine Art  Holztisch oder -pritsche, auf denen die Leute ihre Waren verkaufen können. Hier wollen wir gern Zitronen und Knoblauch kaufen. Bei einer alten Frau wollen wir das kaufen, aber als Herbert ein paar Knoblauchknollen aus einem dicken Bündel herauszieht, schimpft uns die Frau ein wenig aus, denn die dicken Bündel verkauft sie nur im ganzen. Wir bekommen dann die vier einzelnen Knollen aus einer Kiste.



der Rumpf dieses riesigen Fischkopfs liegt rechts daneben



in diesem Trakt der Markthalle sind die regulären Marktständler



diese Holztische stehen den einfachen Leuten zur Verfügung zum Verkauf von Obst und Gemüse aus ihren Gärten



bei dieser Frau kaufen wir Zitronen und Knoblauch

So, jetzt noch zum Continente, wo die Doraden deutlich günstiger sind. Die kleineren kosten 6 EUR das Kilo, die größeren 12. Die größeren wären uns ja lieber, aber sie sehen nicht mehr so frisch aus. Nehmen wir also die kleineren, und zwar 6 Stück. Ob die alle in die Pfanne passen werden? Dann machen wir uns auch schon auf die Heimfahrt. Es ist immer ein Krampf, denn die Straßenführung ist in Portimão so eigenartig geregelt mit tausend Einbahnstraßen, dass wir immer ganz durch die Stadt fahren müssen. Aber irgendwann sind wir doch wieder auf der schönen alten Brücke, von wo aus der Blick auf die Stadt immer so hübsch ist. Wir wollen dann auch recht bald anfangen mit dem Kochen. Mmh, wie die zwei Zitronen duften, die wir bei der alten Frau gekauft haben. Die ganze Wohnung riecht danach. Es macht auch wieder so richtig Spaß, draußen zu kochen; die Doraden passen in die Pfanne wie angegossen. Heute lassen wir den Wein weg. Auch das Weißbrot. Nur einen Endiviensalat gibt es dazu. Und natürlich wieder jede Menge Knoblauch. Ach ja, so könnte es immer sein; gutes Wetter, gutes Essen, gute Nachbarn. Die Sonne geht nun auch immer ein paar Minuten später unter, sodass unsere Abende draußen immer länger werden.  



ein Blick auf die Fischtheke im Continente



unser Nachmittagstisch mit sündigem Kuchen



alles wird geschnippelt für die Doraden und den Salat



so, es kann wieder losgehen



Na, Herbert? Wird das was?



Ja, ich glaub' schon.



und so sitzen wir in trauter Runde

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