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Samstag, 11. Januar 2014



wir laufen wieder nach Castro Verde hinein

Irgendwie kommen wir morgens nicht mehr in die Gänge. Bis wir beim Frühstück sitzen, ist der ganze Vormittag schon dahin. Ganz zu schweigen, dass Annette neuerdings vor 8 Uhr nicht aus dem Bett kommt. Ist das die Frühjahrsmüdigkeit? Auch heute fangen wir nicht vor 11 Uhr mit dem Frühstück an. Und dabei müssen wir doch in die Stadt und zum Optiker; Herberts Brillenglas ist schon wieder herausgefallen. Und heute am Samstag haben sie doch bestimmt nicht so lange auf in den Geschäften.



beim Uhrmacher sieht Annette eine schöne Uhr im Schaufenster

Nur gut, dass wir unsere Uhren nie umgestellt haben und so dem Land immer eine Stunde voraus sind. Wir kommen an einem winzig kleinen alten Uhrmacherladen vorbei, wo wir eine neue Batterie in unsere Armbanduhr einbauen lassen wollen. Die Uhr tragen wir immer nur im Rucksack mit uns herum, nicht am Handgelenk. Jetzt sieht Annette eine schöne Uhr im Schaufenster liegen. Der Korpus ist ganz flach und oval, aber achteckig, mit Zeigern und drei weiteren Anzeigen auf dem Zifferblatt. Das Lederarmband ist orange, sieht aber flott aus. Die Uhr ist gebraucht und soll 25 EUR kosten. Die gefällt mir, aber lass uns erstmal zum Optiker gehen; die machen bestimmt nachher zu, sagt Annette. Und so gehen wir zum Optiker und werden sofort bedient.



beim Optiker lassen wir das Brillenglas wieder einsetzen



auf dem Praça da República

Dann laufen wir weiter bis zum Praça da República, kommen auch an der Kirche bzw. Igreja Nossa Senhora dos Remédios vorbei und werfen auch einen Blick hinein. Wir wandeln auf der Rua Dom Afonso Henriques, die eine der prächtigsten Straßen von Castro Verde ist. Auf ihr befindet sich ganz am Ende das Rathaus - Domus Municipalis - und eine weitere Kirche, die Basílica Real, die Königliche Basilika. Auch dort schauen wir hinein und haben Glück damit, denn es ist gleich 12:30 Uhr Ortszeit und die Kirche schließt ihre Tore über Mittag bis 14 Uhr. Wir halten uns noch eine Weile auf dem Kirchplatz auf, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die umliegenden Felder hat. Der Alentejo sieht immer aus wie gemalt, ist aber tatsächlich so schön in seiner Farbenpracht.



Blick auf die Kirche Nossa Senhora dos Remédios aus dem 17. Jh.



im Innern birgt die Kirche Malereien, die die Schlacht von Ourique zum Thema haben



wir wandeln auf der Rua Dom Afonso Henrique


 



dies ist das Rathaus - Domus Municipalis



Blick auf die Basílica Real, die im 18. Jh. über der ehemaligen Pfarrkirche erbaut wurde



ein Blick ins Innere der Königlichen Basilika



auch hier werden Szenen aus der Schlacht von Ourique gezeigt



auf dem Kirchplatz der Basilika



der Alentejo hat so eine herrliche Landschaft

Wir wollen jetzt doch noch schnell zum Uhrmacher gehen, die Batterie einsetzen lassen oder gar die Armbanduhr kaufen, die Annette nicht mehr aus dem Kopf geht. Als wir am Schaufenster ankommen, will sie aus Spaß sagen: die Uhr ist weg. Aber dann ist sie wirklich weg, die Uhr. Annettes Gesicht wird lang. Herbert kann sich gar nicht an die Uhr von vorhin erinnern, aber Männer hören ja auch nie zu, wenn ihre Frauen was sagen, nicht wahr? Jedenfalls fragt Annette den Uhrmacher, ob die Uhr vielleicht auf seinem Arbeitstisch liegt, die völlig von Uhren und Werkzeug überhäuft ist. Sie beschreibt ihm auch das Armband in orange. Vendido, sagt er, verkauft. Schade, aber andererseits trägt Annette ja gar keine Armbanduhr. Die neue Batterie ist dann ruckzuck eingesetzt und anschließend laufen wir nochmal zurück zum Praça da República, wo wir uns ins Café setzen wollen.



wir sind beim Uhrmacher - er setzt gerade eine neue Batterie in unsere Armbanduhr ein



überall sind Uhren und Werkzeug



ganz schön heiß ist es auf der Terrasse der Adega Folia

Wir suchen uns die Adega Folia aus, von wo wir einen schönen Blick auf den neu angelegten Platz der Republik haben. Ganz schön heiß ist es in der prallen Sonne, bis jemand kommt und die Markisen ausfährt. Jetzt ist es besser auszuhalten hier. Wir hatten uns auch überlegt, irgendwo essen zu gehen, aber jetzt haben wir gar keine Lust mehr dazu. die Frühjahrsmüdigkeit hat uns voll im Griff und wir wollen uns abends nicht noch mal aufrappeln und irgendwo einkehren. Abends ist es bestimmt auch empfindlich kalt in den Lokalen, denken wir uns. Und so kaufen wir uns beim Intermarché unser Abendessen und kaufen gleich etwas mehr frisches Gemüse für die nächsten Tage. Dann sind wir daheim und vertreiben uns die Zeit im Internet. Später muss Annette nochmal los und eine Gallone Wasser kaufen, die hatten wir vorhin vergessen. Die Nacht wird richtig mild, so wie die gestrige.



ein Pferdewagen kommt des Wegs



die Fässer sehen aus wie echt, sind aber nur ein Wandbild (es ist der Innenraum der Adega Folia)



ein letzter Blick auf den Praça da República - jetzt haben sie die Markisen aufgemacht

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