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Samstag, 04. Januar 2014



Blick auf den Stellplatz Almada d'Ouro Club

Heute geht ein richtiger Sturm, gleich am frühen Morgen. Auch soll das Wetter heute nicht besonders werden. Wir hatten uns schon gestern überlegt, noch einen Tag länger zu bleiben, weil Herbert noch vieles an der Website zu tun hat. Da neue Jahr einrichten und so weiter. Gestern sind hier Leute in einem riesigen Phoenix angekommen, die uns von unserer Website her kennen. Herbert hatte schon gestern mit ihnen gesprochen, und als Annette jetzt zum Bezahlen geht - mais uma noite (noch eine Nacht), sitzt der Phoenix-Mann im Clubhaus. Dafür, dass wir uns vom Internet her kennen, darf ich doch Du sagen, oder? fragt er Annette. Bestimmt, sagt sie. Ich heiße Annette. Weiß ich ja. Er heißt dann Heinz und erzählt ihr in zwei Sekunden alles, was sie wissen muss über ihn und seine Frau. Die beiden sind aus Essen (was man auch am Dialekt hört), sind aber vor zwei Jahren ins Emsland gezogen, wo sie sich ein Haus gekauft und neu angesiedelt haben. Als er jetzt an die Rezeption geht und irgendwas fragt oder bezahlt, ist Annette ruckzuck verschwunden. 



heute kommen die Einheimischen und grillen ein paar Hähnchen

Zum Draußensitzen ist es heute viel zu windig. Wir versuchen es zwar, aber es ist kein Vergnügen. Wobei es nicht kalt ist. Gehen wir also auf einen Kaffee ins Clubhaus, und Herbert fragt Rosi und Manfred, ob sie mitgehen? Nee. Dann fragt er die Phoenix-Leute und sie gehen mit. Jetzt können wir uns noch mehr unterhalten mit Heinz und Maria, und mit Leuten aus NRW ist das Eis ja immer ganz schnell gebrochen. Maria sagt Annette, dass ihr unsere Reiseberichte immer so gut gefallen, und dass sie ja jetzt selbst endlich mal in Portugal sind. Um 13 Uhr schließt das Clubhaus ja für uns, und so laden Maria und Heinz uns für den Abend bei sich an Bord ein.

Am Nachmittag sind plötzlich viele Einheimische am Clubhaus, und da dämmert es uns, dass ja Wochenende ist. Sie legen ein paar Hähnchen auf den Grill. Eigentlich handelt es sich bei dem Clubhaus um eine Jagdgemeinde; man sieht es an den Fotos an den Wänden, auf denen die Männer mit jeder Menge geschossener Wildschweine zu sehen sind. Immer wütender wird der Sturm, und als wir abends zu Maria und Heinz gehen, können wir unsere Tür kaum öffnen. Es wird ein netter Abend bei ihnen, wir erzählen viel vom Reisen. Die beiden sind viel in Skandinavien, zeigen uns auch Fotos, aber für Annette ist Schweden und Norwegen nichts. Ihr ist es da zu einsam. Wenn man sich überlegt, dass man tagelang fährt ohne eine Menschenseele oder eine Ortschaft zu sehen? Und um an einem See zu stehen, genügt ihr der Lac du Salagou in Frankreich. Wir bleiben über drei Stunden bei den beiden an Bord, und es steht uns eine kalte Nacht ins Haus.

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