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Freitag, 03. Januar 2014



diesen Ausblick haben wir vom Stellplatz und in dieser Richtung sind wir jetzt unterwegs

Am Morgen sieht es endlich mal wieder nach Schönwetter aus, und als Annette den Müll wegbringt und Rosi gerade aus der Türe schaut, verabreden die beiden Frauen, dass wir alle doch später, um halb elf, mal losziehen könnten auf eine Wanderung nach Foz (Fosch) de Odeleite, der Flussmündung des Odeleite. (Foz = Flussmüdnung). Wo der Ribeira de Odeleite in den Río Guadiana mündet und das angrenzende Dorf den gleichen Nahmen trägt. Wenn man sich die Regionalkarte so anschaut, sind es vielleicht fünf oder sechs Kilometer.



nach etlichen Kurven und immer bergab erreichen wir Foz de Odeleite, die Flussmündung des Odeleite

Eine Schotterpiste führt direkt am Stellplatz vorbei. Ob die nach Foz de Odeleite führt? Annette soll mal den Stellplatzbetreiber fragen. Der sagt, dass er zwar aus dieser Region ist, aber noch nie in Foz de Odeleite war. Er kann nicht sagen, welchen anderen Weg als die ausgeschilderte Asphaltstraße wir nehmen sollen. Laufen wir also auf Asphalt. Es geht stetig bergab, und nach etlichen Kurven sehen wir den Río Guadiana und nach noch mehr Kurven auch die Stelle, wo der Odeleite in den Guadiana fließt. Ein paar festgemachte Segelboote liegen auf dem Guadiana, als wären sie nur Kulisse, damit die Fotos noch besser aussehen.



hier mündet der Riberia de Odeleite in den Río Guadiana

Es ist gerade Ebbe am Atlantik, und bis hierher reicht seine Kraft, das Wasser aus dem Guadiana abzuziehen. Die Flussufer sind im Schlick. Herbert sagt uns allen, dass wir jetzt die Wahl hätten: Entweder schwimmen wir jetzt den Guadiana entlang bis Almada de Ouro oder den Odeleite bis zum Ort Odeleite und von dort jeweils heimwärts. Beide Routen gingen ja mit der Strömung, aber es mag niemand mitmachen. Stattdessen wollen alle mal ins Dorf Foz de Odeleite, das ja gleich in der Nähe liegt. Ein hübsches Restaurant mit Fremdenzimmern gibt es dort, das sehr schön gelegen ist.



die Ebbe vom Atlantik hat solche Kraft und zieht das Wasser aus den Flüssen



wir wandeln durch das Dorf Foz de Odeleite

Aber erstmal laufen wir durch die paar Gassen, die es im Dorf gibt. Es geht steil zu im Dorf, und manche Häuser sind richtig schnuckelig hier. Uns gefallen die weißen Schornsteine ja immer so. Jedes Haus hat eine andere Verzierung an seinem Schornstein. Früher konnte man am Schornstein den Reichtum der jeweiligen Familie ausmachen. Na, wie auch immer. Den Blick, den man von manchem Haus oder mancher Terrasse hat, ist wirklich schön, denn der geht ja direkt auf den Río Guadiana. Das andere Ufer ist ja Spanien.



die meisten Häuser haben ein tollen Blick auf den Río Guadiana - drüben ist schon Spanien


 



in dieses Restaurant kehren wir jetzt ein



es ist recht lauschig hier

Dann sitzen wir also im Restaurant im Außenbereich. Der Betreiber des Restaurants, ein älterer Herr, ist freundlich und macht auch ein paar Späßchen, und das bisschen Portugiesisch, das Annette kann, kommt immer gut an und öffnet das Herz eines jeden Einheimischen. Es wird ganz schwarz am Himmel; wir werden uns beeilen müssen auf dem Heimweg, zumal es jetzt ja immer bergan für uns geht. An einer winzigen Bushaltestelle lesen wir, dass um 13:37 Uhr ein Bus in unsere Richtung fährt und auch in Fonte do Penedo hält. Aber das bedeutet, dass wir noch eine ganze Stunde zu warten hätten. Auch ist dort von 3a feira (terça-feira, dritter Tag) die Rede. Der dritte Tag der Woche ist Dienstag, wenn man weiß, dass die Woche in Portugal am Sonntag - Domingo - beginnt. Wir könnten ja mal fragen, ob der Bus täglich fährt, aber dann machen wir uns doch zu Fuß auf den Weg. Und wie es immer so ist, kommt einem der Rückweg ja viel kürzer vor als der Hinweg. Nach ein paar Kurven sind wir wieder daheim. Der Himmel sieht bedrohlich aus, aber Regen kommt bis zum Abend keiner. Erst viel später.



der Himmel wird immer dunkler - wir müssen uns beeilen auf dem Heimweg



wieder daheim - da oben wohnen wir

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