d06.jpgd01.jpgd14.jpgd07.jpgd08.jpgd21.jpgd10.jpgd18.jpgd19.jpgd04.jpgd13.jpgd02.jpgd11.jpg

Sonntag, 13. Januar 2013



solche Farben bringt nur Mutter Natur zustande

Heute ist Herberts Geburtstag und eigentlich sind wir nicht gern an unseren Geburtstagen auf der Straße, aber in Ferreira bleiben wollen wir auch nicht. Und zum Glück kommen die ersten Anrufe schon gleich um 9 Uhr morgens. Dann können wir losfahren zum heutigen Tagesziel Vidigueira, die Stadt, die direkt auf der Grenze zwischen dem nördlichen (Alto) und südlichen (Baixo) Alentejo liegt.



Schäfchen am Boden - Schäfchenwolken am Himmel


 



wir erreichen das Dorf Peroguarda

Heute ist die Sicht ganz klar und die Farben der Natur kommen so richtig zur Geltung. Wir durchfahren dann das Dorf Peroguarda, das als typischstes Dorf des südlichen Alentejo gilt. Heute ist wohl großer Wäschetag bei den Leuten, denn überall hängt die Wäsche auf den Leinen.



Peroguarda wird als das typischste Dorf des südlichen Alentejo bezeichnet



Cuba ist in Sicht

Dann erreichen wir Cuba, ein Dorf, das von weitem hübscher aussieht als wenn man durchfährt. Es lohnt nicht, hier anzuhalten, also fahren wir weiter nach Vidigueira. Dort angekommen, finden wir auch gleich auf einen Parkplatz ganz am Anfang der Stadt, eine Stichstraße nach rechts, die wir ohne das P für Parkplatz wohl übersehen hätten.

wir sind in Vidigueira angekommen

Vidigueira präsentiert sich sowohl als Weinstadt - Vila dos Vinhos, als auch als Hauptstadt des Brots - Capital do Pão, aber vor allem als Stadt der Familie Gama - Vila dos Gamas, denn in 1519, nachdem Vasco da Gama bereits Admiral von Indien war, hatte man ihm den Titel Graf von Vidigueira verliehen, und er ließ sich dann mit seiner Familie hier nieder.

Blick auf den Torre do Relógio - den Uhrenturm

Auf den ersten Blick macht Vidigueira nicht so viel her, und zudem bewölkt sich der Himmel ganz plötzlich, als wir zum Uhrenturm hinaufkraxeln. Dann  kommen auch noch ein paar Regentropfen herunter, sodass wir uns erstmal ein Café auf dem Hauptplatz suchen müssen, um den Regenguss abzuwarten.

Blick auf die Igreja Misericórdia auf dem Praça da República

der Praça da República

wir kehren ins Café Relógio ein

der Uhrenturm, nach dem das Café benannt wurde, darf natürlich nicht fehlen

noch ein Blick auf die Igreja Misericórdia

dieses Haus ist 85 Jahre alt

Dann können wir weiterziehen und kommen an dieses alte Haus mit den grünen Kacheln, deren Farbe uns immer so gefällt. Schade, dass das Auto im Weg ist, denken wir, als plötzlich die Haustür aufgeht, ein älterer Mann herauskommt, auf das Auto zugeht, es sich dann anders überlegt und auf uns zukommt. Er freut sich wohl, dass wir gerade an seinem Haus stehengeblieben sind. 85 Jahre alt sei das Haus, sagt er, aber dann stoßen wir schon bald an unsere Grenzen mit der Sprache. Er sagt uns, dass wir unbedingt zum Praça Vasco da Gama gehen sollen. Dann bedeutet er mit seinen Händen eine Größe wie die eines Babys. Wir fragen ihn, ob Vasco da Gama hier geboren sei? Nein, nicht hier, in Sines. Na, so richtig schlau werden wir nicht daraus.

auf dem Praça Vasco da Gama - mit Weltkugel und ihm als Skulptur

Als wir dann am Praça Vasco da Gama sind, sehen wir den Mann mit seinem Auto am Platz vorbeifahren und uns aus dem Autofenster zuwinken. Wir finden immer, dass die Einheimischen sich sehr freuen und stolz sind, dass man ihre Heimat bereist. Auf diesem Platz hier steht also der gute Vasco (Vaschku) da Gama, der größte Nationalheld Portugals. Später lesen wir, dass es im Uhrenturm eine Glocke gibt mit einer Inschrift aus dem Jahre 1520, die aus dem Metall einer Kanone gefertigt wurde, die Vasco da Gama auf seiner ersten Reise nach Indien begleitete. (Das war bestimmt das, was uns der Mann erklären wollte.) Vasco da Gama wurde auf seinen Wunsch hin im Convento (Kloster) Nossa Senhora das Relíquias begraben. Später wurden seine Gebeine zum Hieronymus-Kloster in Lissabon überführt. (Dieses Gebäude in Lissabon - Belém - kennen wir; es ist überaus prächtig und hat riesige Ausmaße.)

Vasco da Gama - Entdecker des Seeweges nach Indien, Admiral von Indien und Graf von Vidigueira

zum Schluss laufen wir noch bis zur Igreja São Francisco

Am Ende laufen wir noch zur Igreja São Francisco, auf deren schneeweiße Fassade die Sonne gerade so schön scheint. Dann gehen wir heim und es scheint, als würde uns eine kalte Nacht bevorstehen. Der Abend wird richtig kalt, aber wir lassen die Kälte nicht zu uns an Bord kommen.

alles ist lieblich und beschaulich

hier wollen wir die Nacht verbringen



unsere Tagesroute ca. 42km

back       |      next