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Sonntag, 20. Januar 2013



jetzt können wir mal in den Ort gehen

Die Nacht war ruhig, sturm- und regenfrei, aber sehr kalt. Und so sind es nur 9°C, als wir aufstehen. Aber wenigstens regnet es nicht mehr, und wie jeden Morgen, wenn keine Wolken vor der Sonne stehen, wird das Licht für kurze Zeit ganz golden und leuchtend. Wir wollen dann auch nicht länger an Bord gefangen sein, sondern mal ein paar Schritte durch Alandroal tun. Der große Platz vor dem Castelo, der Rossio do Arquiz, ist ganz neu gepflastert (eingeweiht in 2006) und hat Platz für etliche Autos.



auf dem Praça da República



dies ist der Brunnen auf dem Marktplatz, von dem wir gelesen hatten

Wir laufen dann weiter und kommen auf den Hauptplatz des Dorfes, und wie könnte der wohl anders heißen als Praça da República? Auf dessen Ecke befindet sich dann auch der Brunnen, der in unserem Reiseführer erwähnt wurde. Das ständige fließende Wasser hat den Marmor aber schon ziemlich verrotten und verwittern lassen. Sehr schade



alles ist aus Marmor


 



das Castelo dominiert den Ort Alandroal

Wir wollen natürlich auch das Castelo betreten, aber der Haupteingang ist abgesperrt, weil man mit Restaurationsarbeiten zugange ist. So können wir erstmal nur einen Blick durch die Absperrung werfen und sehen, dass sich im Innern eine Kirche befindet. Die Touristinformation ist heute am Sonntag geöffnet, obwohl wir bestimmt die einzigen Touristen weit und breit sind. Im Prospekt lesen wir dann, dass das Castelo vom "Meisterbauer" namens Galvo, einem Mauren, erbaut wurde. Dass diese Konstruktion auf das Ende des 13. Jh. zurückgeht und eine bedeutende Rolle in mehreren Kriegen zwischen Portugal und Spanien gespielt hat, und besondere Bedeutung in den Kriegen von 1383-85 hatte. Der Donjon (wir nehmen an, dass das der Burgfried ist, der hohe Turm) hat eine Höhe von über 20m, und der Uhrenturm, der auf der Terrasse steht, wurde in 1774 erbaut.



rechts gehen die Treppen zum Castelo hin

Von einer Seitenstraße aus können wir dann doch noch ins Innere des Castelos gelangen. Aber auch hier sind Bauarbeiten im Gange; neue Pflastersteine liegen schon auf den Treppen. Und die Kirche, die sich auf der Terrasse des Castelos befindet, ist auch abgesperrt.



im Innern bzw. auf der Terrasse der Festung und Blick auf den Uhrenturm



alles ist steil und uralt

Auf unserem Heimweg sehen wir dann neben dem Rossio einen riesigen Parkplatz am Complexo Desportivo, dem Sportkomplex. Schade, dass der nicht ausgeschildert war, als wir hier ankamen. Denn der ist ganz unten im Ort und hier wären wir windgeschützter gewesen. Zur einen Seite vom Sportgebäude geschützt und zur anderen von einem Erdwall. Aber weil das Wetter wieder schlechter wird, wollen wir heute nicht weiterfahren, weil es schade ist um die Eindrücke, die uns bei Schlechtwetter entgehen. alles sieht dann so trist aus, vor allem die Landschaft während der Fahrt. Wir fahren also jetzt zum Sportkomplex, und schon fängt der Regen wieder an. Ziemlich heftig sogar. Und weil das Wetter auch für die kommenden Tage nicht das beste sein wird bzw. die Temperaturen immer nur bei ca. 8°C liegen werden, überlegen wir, ob wir überhaupt noch weiter den Alentejo hinauffahren oder nicht doch langsam nach Süden und Marokko aufbrechen sollen? Herbert scharrt jedenfalls schon mit den Hufen, was Marokko angeht. Der Rest des Tages bleibt dann verregnet und scheußlich. Abends sind wir früh mit dem Essen fertig und schauen uns die Wahlergebnisse der Niedersachsenwahl im Fernsehen an. Ein Wahnsinn, wie  die Politiker heutzutage immer alles schönreden und keine einzige der gestellten Fragen beantworten.



so stehen wir auf dem nagelneuen Parkplatz vom nagelneuen Sportkomplex



hier wären wir jedenfalls windgeschützt

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