d19.jpgd02.jpgd01.jpgd21.jpgd04.jpgd18.jpgd14.jpgd06.jpgd07.jpgd13.jpgd11.jpgd10.jpgd08.jpg

Montag, 14. Januar 2013



weiter geht es durch den nördlichen Alentejo - Alto Alentejo

Jetzt sind es schon wieder 5 Monate, die wir am Stück in Portugal sind. Ganz zu schweigen von Januar, Februar und dem halben März 2012, die wir ja auch im Lande waren. Daran kann man mal sehen, wir sehr wir Portugal mögen. Und doch müsste es jetzt für uns beide einen Knall geben, es müsste April sein und wir in Frankreich. Mit einem Fuß im Frühling. Aber das ist alles noch so fern. Als wir aufstehen, sind es nur 10°C an Bord; auch nicht gerade ein Vergnügen. Die Heizung läuft also auf Hochtouren, während wir frühstücken und auf Sonnenschein für die Weiterfahrt warten.



die Stadt Portel ist in Sicht

In Portel biegen wir dann ab von der IP2 in Richtung Amieira, das ja heutzutage am Stausee liegt. Wir haben mehrere kleine Alentejo-Landkarten, und in eine davon hat mal jemand von der Touristinformation eine Brücke eingezeichnet, weil diese neu ist und die Karte alt. Genau wie unser Navi, in dem die Brücke auch noch nicht enthalten ist. Und so fahren wir und haben viele Blicke auf das tiefblaue Wasser des Stausees. Die eingezeichnete Brücke führt dann über den Rio Degebe, der außer dem Rio Guadiana den Stausee einspeist.



rund um den Alqueva-Stausee ist alles nagelneu gebaut



das Dörfchen Amieira liegt jetzt am Wasser



über den Rio Degebe, der den Stausee auch einspeist, geht es



alle Brücken sind nagelneu

Es ist eine herrliche Fahrt, zumal hier kaum jemand auf der Straße ist. Dann erreichen wir die Stadt Reguengos de Monsaraz. Die Skulptur der freiwilligen Feuerwehr von Reguengos haben wir aus diesem Blickwinkel noch nicht gesehen. "Hast du gesehen, dass er das Baby in seinen Armen hält?", fragt Herbert. "Nee, ich hatte ja die Kamera vor der Nase", antwortet Annette. Jedenfalls ist eine ganz wunderbare Skulptur, wie es in Portugal überhaupt sehr viele und sehr schöne Skulpturen gibt; manchmal an ganz unverhofften Stellen.

. . . das Baby ist gerettet . . .

in Reguengos de Monsaraz kaufen wir ein

In der Stadt kaufen wir dann bei Pingo Doce, Intermarché und Continente ein. Unter anderem, zum Beispiel 3 Packungen Teelichte, auch Motoröl und zwei schöne Doraden. Dann geht es weiter zu unserem Ziel unterhalb der mittelalterlichen Festungsstadt Monsaraz, direkt am Ufer des Stausees. Hier wollten wir eigentlich schon gestern an Herberts Geburtstag gewesen sein.

auch Motoröl haben wir gekauft

Durchfahrt durch Reguengos de Monsaraz

und dieses hübsche Plätzchen am größten Stausee Europas haben wir für uns ganz allein

Es ist ganz herrlich hier am größten Stausee Europas, und ihn ganz für uns allein zu haben. Erst sitzen wir mal eine ganze Zeit lang draußen in der Sonne, aber dann geht Annette an Bord und schreibt den gestrigen Reisebericht. Das macht sich ja nicht von allein, wie sie immer sagt. Jedenfalls nicht, wenn es nicht nur blabla werden soll. Und so schreibt sie von Vasco da Gama und dem Seeweg nach Indien, von einer Kanone und von einer Glocke im Uhrenturm und solchen Dingen. Hätte sie sich nur schon morgens hingesetzt, wie sie es meistens tut.

da hinten auf dem Berg ist Monsaraz

die Schreiberin macht sich ans Werk

abends gibt es diese Doraden

Abends gibt es dann die beiden Doraden, die Herbert richtig knusprig werden lässt. Die Nacht wird wieder eiskalt. Aber was für ein Plätzchen wir doch haben. Es ist stockfinster draußen, über uns sind tausend Sterne am Himmel, zur einen Seite sehen wir hundert Laternen und Lichter, die Monsaraz beleuchten und zur anderen einen schlanken zunehmenden Mond. Ach ja, die Polizei fuhr um 17:30 Uhr Ortszeit mal vorbei, hat uns aber völlig unbehelligt gelassen. Aber wir benehmen uns ja auch immer gut.



unsere Tagesroute ca. 75km

back       |      next