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Donnerstag, 17. Januar 2013



durch dieses Nadelöhr müssen wir, als wir unseren Platz am Stausee verlassen

Wir sitzen beim Frühstück, während sich der Tag zu einem hässlichen Herbsttag entwickelt. Was wollen wir denn heute machen, fragt Herbert. Ich weiß auch nicht, oder sollen wir nach Reguengos fahren. Da gibt es doch diesen neuen Stellplatz, da waren doch überall Schilder in der Stadt, sagt Annette. Und wir hatten am Montag wirklich drei Schilder zur Área de Serviço gesehen. Da könnten wir den schmuddeligen Tag ebenso gut verbringen wir hier, wo der Boden von der Regennacht ziemlich aufgeweicht ist. Und so packen wir alles zusammen und fahren gegen 11 Uhr los nach Reguengos, das ja nur 10 Kilometer entfernt ist.



ein letzter Blick auf Monsaraz . . .



. . . und ein letzter Blick auf den Stausee, den Grande Lago



in Reguengos steht auf dem Praça de Toiros dieses ehemalige Stierkampfgebäude

Die Área de Serviço befindet sich dann direkt auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr, auch mit Entsorgungsmöglichkeit. Aber hier kann man doch nicht stehen, direkt neben der Feuerwehrausfahrt? An der Ecke ist sogar ein Halteverbotsschild. Vielleicht ist alles nur zum Ver- und Entsorgen gemeint? Jedenfalls stellen wir uns dann auf den Parkplatz auf dem Praça de Toiros. Aber richtig warm werden wir da nicht, und so fahren wir nach einer halben Stunde weiter in Richtung Norden. 



wir sind auf der Rota dos Vinhos do Alentejo



überall wird Wein angebaut

Auf der Weinstraße geht es entlang, bis wir die Stadt Redondo erreichen. Dort angekommen, biegen wir zum Fußballstadion ab, weil man da ja immer einen Parkplatz findet. Und Stadien, Schwimmbäder und sonstige Freizeit- und Sportanlagen scheint es in Portugal ja immer genügend zu geben. Wir landen dann zwischen Fußballstadion und Gesundheitszentrum. Am Nachmittag wollen wir nicht länger drinnen hocken, und so gehen wir mal in die Stadt.

Blick auf das Rathaus von Redondo

Der Platz, auf dem sich das Rathaus befindet, ist mal wieder richtig hübsch. Dafür ist der Justizpalast ums Eck ein komischer wuchtiger Klotz, und darum hat er es auch nicht auf ein Foto geschafft. Auf einer angebrachten Tafel neben dem Rathaus lesen wir, dass das Rathausgebäude in der Mitte des 18. Jahrhunderts auf dem Rossio erbaut wurde, dass ein Rossio ein großer öffentlicher Platz ist (wir denken bei Rossio immer an Lissabon), und dass das Gebäude von Mârques de Pombals Lieblingsarchitekten Manuel de Maia entworfen wurde.

Eindrücke von Redondo

Wir lesen außerdem, dass der Name Redondo vom mythischen Penedo Redondo - runder Stein - abstammt. So will es jedenfalls die Legende. Es könnte aber auch sein, dass sich der Name auf den weichen Geschmack des Weins bezieht, der diese Region berühmt gemacht hat. So rund und warm und weich, wie sich Samt anfühlt, wenn man mit der Hand darüberstreicht. Jedenfalls muss der kostbare Nektar die Bewohner der Region inspiriert haben, da diese Region über Jahrhunderte viele Künstler und Kunstgewerbler hervorgebracht hat. Na, uns gefällt der Alentejo ja auch ausnehmend gut.


 


Blick auf die hochgelegene Kirche da Misericórdia von Redondo

Wir wollen schon fast wieder heimgehen, als wir hoch über der Stadt diese Kirche sehen. Wir gehen also hin und können sogar einen Blick hineinwerfen. Drinnen sind wieder viele blaue Kacheln zu bewundern, aber es ist auch reichlich goldener Prunk zu sehen, was sonst nicht so oft der Fall ist.

die Tür steht auf . . .

. . . und so können wir mal einen Blick hineinwerfen

wieder gibt es die berühmten blauen Kacheln zu sehen

Blick auf den Kirchplatz

wir wandeln durch die Rua do Castelo

Durch diesen schmalen Torbogen gehen wir und finden uns auf der Rua do Castelo wieder, denn Reste einer unter König Dom Dinis I. im 14. Jh. erbauten Burg gibt es hier oben auch. Auf dieser schmalen Gasse wurden schon und werden gerade manche Wohnhäuser restauriert. Wahrscheinlich eine beliebte Gasse so hoch über der Stadt. Am Ende der Gasse gelangen wir schon wieder zur nächsten Kirche. Kirchen gibt es in jeder Stadt ja immer reichlich. Jetzt müssen wir uns aber schicken (bayrisch für beeilen), weil ein Nieselregen einsetzt, der bis auf die Knochen geht. Gut, dass Redondo nicht allzu groß ist und der Weg heim nicht allzu lang.

und schon sehen wir die nächste Kirche der Stadt

hier wollen wir übernachten, neben dem Centro de Saúde, dem Gesundheitszentrum



unsere Tagesroute ca. 37km

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