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Dienstag, 08. Januar 2013



ein letzter Blick auf Praia de Odeceixe

Herbert will heute schon wieder weiterziehen, er hat halt einfach keine Ausdauer. Einen letzten Blick auf Praia de Odeceixe werfen wir noch und sehen dabei ein Feuer in der Ferne. Es muss ein ziemlicher Waldbrand sein, wenn er so eine Qualmwolke erzeugt.



ein Brand ist ausgebrochen



von der Nationalstraße aus schauen wir ein letztesmal auf Odeceixe

Annette will aber wenigstens noch ein Foto von Odeceixe haben von der Nationalstraße aus, denn das sah gestern alles so hübsch aus, wie die Mühle über dem Ort thront. Und während der Fahrt gestern war ein Foto nicht möglich, weil die Bäume zu dicht waren und die Sicht ziemlich versperrt hatten. Wir parken also in Odeceixe, laufen durch die Straßen und hoch zur Nationalstraße. Im Ort ist alles noch weihnachtlich geschmückt, und überhaupt zeigt sich Odeceixe ja immer sehr charmant.



eine dicke Qualmwolke steigt auf



über den Ribeira de Odeceixe geht es . . .

Dann überqueren wir also den Ribeira de Odeceixe und kommen auf der anderen Uferseite in den Alentejo, den Distrikt, der nördlich von der Algarve liegt. Für viele das eigentliche Portugal, und auch wir haben den Alentejo im Frühjahr 2012 sehr ins Herz geschlossen. Unser heutiges Ziel ist die kleine Stadt Odemira. Die Straße ist in perfektem Zustand. Wir sind erstaunt, dass uns erst jetzt die Feuerwehr entgegenkommt; also das muss doch schon eine Stunde her sein, seit wir von der Bucht aus aufgebrochen sind.



. . . und dann kommen wir in den Alentejo

dieses lauschige Plätzchen kurz vor Odemira lädt zum Rasten ein

Kurz vor Odemira kommt dann ein kleiner Rastplatz, eigentlich nur für wenige Autos, auf den wir uns stellen. Das kleine Halbrund mit den Sitzgelegenheiten ist ja wirklich allerliebst, und der Blick auf Odemira erst. Ach, das ist ja wieder alles so typisch für den Alentejo, alles so hübsch angelegt. Der Rio Mira, der Odemira seinen Namen gegeben hat, geht mitten durch den Ort. Von hier oben sehen wir auch schon die rote Brücke und einen kleinen Parkplatz rechts dahinter. Vielleicht können wir da ja parken?

Odemira hat seinen Namen vom Rio Mira, dem Fluss, der mitten durch den Ort geht

auf der Avenida Teófilo da Trindade kommen wir nach Odemira hinein . . .

. . . und finden einen Parkplatz an der Zona Ribeirinha (da hinten stehen wir)

Dann sehen wir aber ein Schild, das hinter der Brücke nach links abbiegt, zum Parque de Zona Ribeirinha. Also direkt am Fluss, was ja noch besser ist. Hier kommen wir erstmal unter und können uns die Stadt anschauen. Der erste Eindruck ist, dass die Stadt auf mehreren Ebenen liegt, sodass die Straßen meist an- und absteigend sind. Außerdem hat man die Böden einiger Straßen aufgerissen, um sie neu zu pflastern, in den für Portugal so typischen kleinen Pflastersteinen.


auf dem Praça Sousa Prado

Odemira liegt am Hang und hat mehrere steile Straßen

die Böden mehrerer Straßen sind aufgerissen und werden neu gepflastert

Blick von der Biblioteca auf das Umland

Wir wandeln dann durch mehrere Straßen und Gassen und wollen immer höher hinauf, um von oben auf die Dächer von Odemira und das Umland zu schauen. Wir finden uns an der Bibliothek wieder, die über der Stadt thront und haben von hier aus einen herrlichen Blick auf die Umgebung, die Äcker und Wiesen, Hügel und Gipfel, durch die der Rio Mira sich schlängelt. Wir werfen auch mal einen Blick durch die Fenster der Bibliothek, sehen die vielen Bücherregale und gehen dann sogar mal in die Bibliothek hinein.

wir gehen mal in die Bibliothek hinein

alles ist wie immer sehr alt und edel

uns gefallen die Decken- und Tischlampen, aber auch die Holzdielen

Wie elegant hier alles ist. Und alles original erhalten. Hier muss es eine Freude sein, sich als Leser anzumelden. Wir wollen gar nicht so schnell wieder gehen. Herbert setzt sich dann an einen Computer, geht online und liest die FAZ. Derweil geht Annette an die Regale. Bei der Literatura Estrangeira, der ausländischen Literatur (auf portugiesisch), sind die Bücher nach der Nationalität der Autoren sortiert. Und so findet sie bei den deutschen Autoren einige schöne Klassiker, unter anderem von Thomas Mann "A Montanha Mágica". (Wie das wohl im Original heißen mag?) Die Bücher sind alle sehr gut erhalten. Und überhaupt wird in Portugal ja immer alles so gehegt und gepflegt.

die Biblioteca liegt ziemlich erhöht über der Stadt

die Häuser in dieser Gasse haben gerade neue Wasseranschlüsse bekommen

und hier ist die Touristinformation von Odemira

Wir gehen dann wieder hinunter in die Stadt, lassen uns bei der Touristinformation ein paar Informationen und einen kleinen Plan der Costa Alentejana geben. Allzu große Bedeutung hat Odemira heutzutage ja nicht mehr, aber an der Stadt vorbeifahren sollte man nun auch nicht. Wir lesen, dass der Rio Mira einer der am geringsten verschmutzten Flüsse Europas ist, was auf die geringe Bevölkerungsdichte und fehlende verschmutzende Industrie zurückzuführen ist. Irgendwann kehren wir dann wieder heim und fahren heute auch nicht mehr weiter. Die Nächte sind jetzt auch nicht mehr so kalt wie Ende Dezember in Sagres.

Blick auf die Kirche von Odemira

auf dem Praça da República

Blick auf den Brunnen aus dem 19. Jahrhundert



unsere Tagesroute ca. 30km

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