d07.jpgd06.jpgd11.jpgd21.jpgd10.jpgd14.jpgd18.jpgd02.jpgd04.jpgd19.jpgd13.jpgd01.jpgd08.jpg

Mittwoch, 09. Januar 2013



Durchfahrt durch Bemposta

Unsere Fahrt geht weiter durch das hügelige Alentejo-Land. Wenn es nicht gerade Korkeichen sind, an denen wir vorbeikommen, so sind es Pinien, deren tellerförmige Baumkronen uns immer gefallen. Ansonsten ist die Gegend nur ganz dünn besiedelt, vielleicht sind es drei oder vier Dörfer, durch die wir kommen. Die Häuser sind sehr einfach und sind meist Reihenhäuser. Bei einem steht die Haustür auf und wir sehen, dass es nur aus einem einzigen Wohnraum besteht, mit Lehmfußboden und einer ganz niedrigen Decke.



die Landschaft ist hügelig

Schafe und Kühe stehen auf den Wiesen, und die Schafe haben auch schon ihre Lämmer dabei. Es ist eben nicht mehr so kalt, als dass die Lämmer nicht durch den Winter kämen. Wir hatten heute früh auch schon die erste Mücke an Bord gefunden und erschlagen.



hier wohnen viele Störche



auf jedem Mast ein Storchennest und alle Störche sind auch daheim

Hier gibt es so viele Storchennester, dass es eine Freude ist. Streckenweise ist auf jedem Strommast ein Storchennest und sie sind auch bewohnt. Als dann noch einer durch die Lüfte fliegt, ist das Idyll perfekt. Man glaubt ja nicht, wie groß diese Vögel sind, und wie bei jedem Windstoß ihr Gefieder aufpludert.



Adebar fliegt durch die Lüfte

die Schafe haben schon ihre Lämmer dabei

in Ourique gibt es dutzende Orangenbäume

Dann erreichen wir Ourique und parken am städtischen Schwimmbad, nachdem wir zweimal mitten in die Stadt gefahren sind und jeweils drehen mussten. Ourique gilt als Hauptstadt der Alentejo-Schweine - Capital do Porco Alentejano, und am ersten Kreisverkehr, wenn man in den Ort kommt, stehen auch ein paar Schweine aus Metall. Ansonsten fallen uns als allererstes die vielen Orangenbäume auf, die die Straßen verzieren. Eine Üppigkeit ist das, zumal man diese Orangen kaum verwenden kann zum Auspressen. Wir hatten das mal gemacht im letzten Februar, und sie waren schrecklich sauer.

wir gehen durch Ourique

und kommen an das Santa Casa

Wir laufen dann durch die Stadt, schauen vom Santa Casa aus auf die Landschaft und alles. Allzu viel gibt es in Ourique nicht zu sehen. Hier bzw. etwas außerhalb der Stadt sollen in 1139 Kampfhandlungen stattgefunden haben, die als "Schlacht von Ourique" in die Geschichte eingegangen sind, bei denen Afonso Henriques den entscheidenden Sieg über die Mauren davontrug. Wobei Historiker bezweifeln, dass sich die Schlacht tatsächlich so weit im Süden des Landes ereignet hat. (Vielleicht rührt der Name Ourique ja von Henriques ab?)

kleines Idyll mitten in der Stadt

und überall die Orangenbäume

wir wandeln durch uralte Gassen

auf dem Praça Dom Diniz

Es gibt manche hübschen Straßenzüge, die schön restauriert sind, aber es gibt auch viel Verfall. Am Ende unseres Bummels wollen wir uns in ein Café setzen, und die Auswahl ist wie immer groß. Gern würden wir heute auch drinnen sitzen, aber da plärrt überall immer der Fernseher. Und so landen wir im Café Mundial, wo noch alles an Weihnachten erinnert. Man ist hier nicht so flott dabei, alles weihnachtliche wegzuschaffen, das hatten wir schon gestern in Odeceixe gemerkt. Wir bleiben dann auch am Schwimmbad stehen für die Nacht, wo wir unbehelligt bleiben. Abends ist das Bad auch geöffnet und es wird eifrig geschwommen.

wir kehren ins Café Mundial ein


 

am Piscina Municipal, dem städtischen Schwimmbad, übernachten wir



unsere Tagesroute ca. 49km

back       |      next