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Montag, 07. Januar 2013



wir verlassen Carrapateira

Jetzt haben wir mal wieder einen Punkt erreicht, wo bei uns beiden die Luft raus ist. Wo uns die Zeit der Überwinterung total auf den Geist geht, weil sie sich ewig hinzieht. Im Dezember freut man sich immer noch auf die Feiertage und deren Gemütlichkeit, aber jetzt liegt eine Zeit vor uns, die mit Nichts gefüllt ist. Man versucht irgendwie, die Winterzeit herumzukriegen. Und wenn wir so in Internetforen, in Wohnmobilforen lesen, wie die Leute sich freuen, in ein paar Jahren auch alles daheim zu verkaufen und dauerhaft im Wohnmobil unterwegs zu sein, so sollten sie doch bedenken, dass ihnen in jedem Jahr auch der Winter in die Quere kommt. Und für uns ist es ja schon der vierte Winter im Wohnmobil. Und wenn man so liest, dass zum Beispiel in Spanien, wo es ja mittlerweile einige Stellplätze gibt, diese überfüllt sind und man sogar einen Platz reservieren muss, dann hat es für uns nichts mehr mit mobiler Freiheit zu tun, wenn man das genaue Datum der An- und Abreise vorher angeben muss. Eines nicht mehr fernen Tages wird sich die Karawane der Wohnmobile eh nur noch von einem Stellplatz zum anderen bewegen; das freie Stehen wird es eines Tages nicht mehr geben, und dann wird man sich fragen müssen, ob dies noch die beste Art des Reisens ist. Und wenn wir beide jetzt außerdem noch an das bekloppte Gericht in München denken, dann kommt uns - mit Verlaub - gleich schon wieder das Kotzen. Wollte man das Urteil nicht bis zu einem bestimmten Datum im Dezember geschrieben haben? Hatte man sich nicht einen festen Termin gesetzt? Lautete so nicht deren Zusage?



das Land ist jetzt ganz flach

Herbert findet, dass wir heute ein Stück weiterfahren sollten, und das machen wir denn auch am späten Vormittag. Vorher räumt Annette alle Weihnachtssachen an Bord weg und verkleinert den Tisch wieder auf die Normalgröße. Jetzt haben wir wieder mehr Lebensraum. Der Himmel ist zugezogen, aber draußen ist es lauwarm und es geht gar kein Wind. Bei der Durchfahrt durch Aljezur sehen wir dann, dass das Café des Kölners tatsächlich geschlossen ist. Bautätigkeiten irgendeiner Art am Park ,den man ja angeblich erweitern will, sind keine zu sehen. Wir halten dann noch beim Intermarché, weil wir ein paar Orangen kaufen wollen. Dann nehmen wir noch ein fertiges Grillhähnchen mit, was wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr getan haben, weil wir Fleisch aus Massentierhaltung nicht mehr kaufen wollen. Weiter geht die Fahrt in Richtung Odeceixe.



Durchfahrt durch Rogil



die Ortschaft am Praia de Odeceixe ist in Sicht

Die Fahrt von Odeceixe zum Strand von Odeceixe ist wie immer sehr hübsch. Praia de Odeceixe gehört ja zu den sieben schönsten Stränden von Portugal. Kein einziges Wohnmobil steht hier, sodass wir das Plateau ganz oben für uns allein haben. Hier und da ist auch eines der Häuser bewohnt, aber ansonsten ist jetzt alles im Winterschlaf. Wir sitzen dann draußen in der Sonne, sofern sie immer mal wieder durch die Wolken hindurchschaut. Abends schauen wir im Fernsehen den zweiten Teil vom Hotel Adlon.



hier können wir in der Sonne sitzen

der Blick auf den Strand von Odeceixe ist ein Traum



unsere Tagesroute ca. 37km

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