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Dienstag, 15. Januar 2013



da hinten am Berg liegt Monsaraz, da wollen wir jetzt hingehen

Früh morgens können wir die Kirchglocken von Monsaraz hören, aber ansonsten haben wir hier ein überaus ruhiges Plätzchen für uns. Aber wenn wir uns die Wetterkarte so anschauen, so ist heute noch der letzte Tag mit Sonnenschein, bevor eine Regenwand kommt, die für mehrere Tage vorausgesagt ist. Also sollten wir noch heute Monsaraz besuchen. Das machen wir auch und gehen gegen Mittag los.



auf halbem Wege den Berg hinauf wird es Herbert schlecht

Direkt weit ist es nicht von unserem Platz aus; vielleicht drei Kilometer. Aber es geht durchgehend bergan, und das nicht zu knapp. Auf halbem Wege wird es dem Herbert so schlecht, dass wir lange rasten müssen. Währenddessen rasen viele Autos und auch Wohnmobile den Berg hinauf. Wir sehen auch, dass der Wasserpegel jetzt viel höher ist als im letzten Februar, als wir hier waren. Aber der Winter 2011 / 2012 ging auch als der trockenste seit den Wetteraufzeichnungen ein, seit über 80 Jahren. Wir hieven uns also immer weiter den Berg hinauf und erreichen schließlich die erste der vielen Terrassen, die für die vielen Besucher bzw. deren Autos angelegt wurden.



jetzt ist der Wasserpegel viel höher als im letzten Februar



Ankunft in Monsaraz mit Blick auf das Kastell aus dem 14. Jh.



die Vegetation ist einfach herrlich



von einer der Terrassen haben wir diesen Blick aufs Umland

Deutsche im Ausland sind einfach nur peinlich

Wir sehen dort ein Wohnmobil stehen mit deutschem Kennzeichen aus Calw mit diesem Zettel in drei Sprachen: Angela Merkel? Nein, danke. Aber wir wundern uns ja schon seit längerem, wie die Deutschen ticken. Und wie peinlich sie erst im Ausland sind. Und wie blöd dieser hier im einzelnen sein muss. Will er sich damit bei den Einheimischen einschmeicheln? Rings um sein Wohnmobil sind noch mehr Sprüche angebracht, alle in italienisch. Vielleicht sagen die, dass an Bord nichts zu klauen ist?

immer höher geht es hinauf

diese Terrasse ist für Wohnmobile reserviert

dieser Laden für Kunsthandwerk ist einer der wenigen, der geöffnet ist

Blick auf die gotische Pfarrkirche auf dem Hauptplatz

Wir merken dann recht schnell, dass Monsaraz heute ziemlich ausgestorben ist. Und das Restaurant mit der herrlichen Terrasse, von der man so schön auf das Umland schauen kann, ist geschlossen. Wie alle anderen Restaurants auch. Und dabei wollten wir da schön essen gegangen sein; eigentlich ja direkt an Herberts Geburtstag, aber jetzt halt mit Verspätung. Selbst alle Cafés bis auf eines sind geschlossen. Das war im letzten Februar ganz anders, da war überall das blühende Leben. Na, vielleicht beginnt die Saison hier ja im Februar wieder?

verwinkelte und bucklige Gassen überall

wir sind auf der Rua Direita, der Hauptstraße von Monsaraz

Blick auf eines der Tore in das mittelalterliche Monsaraz

noch ein Blick in die Rua Direita

Wir bummeln dann trotzdem durch die alten buckligen und verträumten Gassen. So beschaulich wie heutzutage ging es im Mittelalter hier sicherlich nicht zu. Dann machen wir uns an den Abstieg, hoffen, dass wir vielleicht noch draußen am See sitzen können, aber die Hoffnung erfüllt sich nicht, weil der Wind doch sehr kalt ist. Müssen wir halt drinnen bleiben. Wir hören schon seit Tagen Radio Alentejo, ein gemütlicher Radiosender, der außer portugiesischer Musik, die uns gut gefällt, auch solche wie von Demis Roussos, Abba oder Al Bano & Romina Power spielt. Jedenfalls nichts wildes, das die Hörerschaft vom Sofa fallen ließe. Der Abend wird dann aber längst nicht so kalt wie der gestrige.

von der Landschaft können wir nicht genug haben

wir sind wieder daheim an unserem Stausee

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