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Montag, 21. Januar 2013



unsere Fahrt geht weiter

Bei einem Blick auf die Wetterkarte graust es uns ein wenig, denn das Wetter soll nur noch heute und morgen gut sein, bevor wieder eine dicke Regenwand kommt. Wir werden uns also nicht mehr allzu lange hier im Norden aufhalten, sondern recht bald nach Süden aufbrechen. Uns bleiben wohl nur noch zwei schöne Tage. Und so müssen wir tun, was wir sonst nie tun müssen: Wir müssen uns beeilen. Zuerst einmal müssen wir nach Vila Viçosa, wo es bei der Feuerwehr eine Entsorgungsstation gibt. Die ist schnell gefunden, weil die Feuerwehr - Bombeiros - mit den typischen blauen Schildern ausgeschildert ist.   



Durchfahrt durch Vila Viçosa



der Wasseranschluss ist zu groß, wir müssen deshalb die Gießkanne nehmen



in dieser Region gibt es dutzende Steinbrüche, die Marmor abbauen

Von dort geht es weiter nach Estremoz, wo wir unsere Gasflaschen auffüllen müssen. Im letzten Frühling hatten wir Estremoz ja nicht besichtigt, aber wenn wir nun  schon extra den Umweg hierher gemacht haben, sollten wir uns die Stadt mal anschauen. Auf der Fahrt hierher kommen wir an unzähligen Steinbrüchen vorbei, in denen Marmor abgebaut wird. Also können wir uns vorstellen, dass in der Stadt einiger früherer Reichtum zu sehen sein mag. Wir parken auf dem Praça de Touros, dem Stierplatz, neben an ist auch die Stierkampfarena. Dann machen wir uns auf in die Stadt. 



Blick auf die Kirche Sao Francisco



die Kirche befindet sich auf dem Largo Dragões de Olivença

Auf den ersten Blick ist wirklich alles sehr prächtig, und die aufgestellten Skulpturen und Kunstwerke sind hier natürlich alle aus Marmor. Wie auch die Bordsteinkanten und kleinen Pflastersteine - alles glänzt in zartrosa. Nur gut, dass die Sonne scheint, denn sonst wäre es noch viel kälter. Uns zieht es dann recht schnell hinauf zum Castelo, das über der Stadt thront.  

von überall kann man das Castelo sehen

auf dem Praça Luis de Camões

in einer alten Farmácia kaufen wir noch ein paar Dinge

Aufstieg zum Castelo

alles ist so gut restauriert

Wieder sind wir begeistert, wie schön alles restauriert ist. Durch diesen Torbogen kommen wir und finden uns auf der Rua Rainha Santa Isabel wieder. Rainha heißt Königin, und sie war die Gemahlin des Königs, Dom Diniz, der im 13. Jh. den Bau des Castelos veranlasst hat. Von dem ursprünglichen Bau ist heute allerdings nur noch der wuchtige Burgfried erhalten.  

auf der Rua Rainha Santa Isabel auf dem Gelände der Festung

alles so schnuckelig

auf dem Largo Dom Diniz steht der 27m hohe Burgfried

Wir lesen, dass die Festung zur Verteidigung der Stadt errichtet wurde, und dass sie, neben mehreren anderen Bauwerken in die Geschichte Portugals eingegangen ist. Der Burgfried, der auch Turm der drei Kronen genannt wird, ist ein gelungenes Beispiel gotischer Baukunst und stammt aus dem ausgehenden 13. und beginnenden 14. Jh. Er ist von einem geschlossenen Zinnenkranz bekrönt. Schade, dass montags alle Sehenswürdigkeiten geschlossen sind, sonst hätten wir mal auf den Burgfried steigen können. Aber auch so haben wir eine schöne Sicht auf das Umland.

es bieten sich einzigartige Blicke über die Felder der Serra d'Ossa

auf dem großzügigen Largo Dom Diniz befindet sich auch die Kirche Santa Maria

Wir wandeln über den Largo Dom Diniz, der beeindruckende Ausmaße hat. Auf ihm befindet sich auch die Kirche Santa Maria und ein Denkmal zu Ehren der Königin Isabel, das natürlich aus Marmor besteht. Wir halten uns eine ganze Weile hier oben auf und müssen auch lange warten, bis sich eine dicke Wolke verzogen hat, die die Sonne ganz verdeckt hatte. Dann steigen wir wieder hinab zur Unterstadt. Übrigens sprechen die Einheimischen den Namen Estremoz folgendermaßen: Schremósch. (Das E am Anfang ist stumm, wie das e am Ende bei Annette.) 

wir wandeln über den Largo Dom Diniz

wenn die Sonne scheint, ist es schön warm, ansonsten ziemlich kalt

alles ist so gut erhalten

Blick auf den Hof des Städtischen Museums, das eine große Sammlung von Tonfiguren und Töpferwaren besitzt

wir verlassen das Gelände der Festung durch dieses Tor

zum Abschied kehren wir ins Café Alentejano ein

Wir wollen dann noch in einem Café sitzen, denn schließlich sind es ja die letzten Tage für uns in Portugal, und die müssen wir doch noch genießen. Eher zufällig entscheiden wir uns dann für das Café Alentejano, vielleicht wegen des Namens? Drinnen sind jedenfalls überrascht, wie schön alles im Originalzustand erhalten ist. Das viele Holz erinnert uns an ein Jagdzimmer, und es sind auch Jagdszenen an der Wand. Das Café hat auch eine angeschlossene Pension - Pensão. Nebenan geht es die Treppen zu den Zimmern hinauf.

es ist ein herrlich altes Café, das an ein Jagdzimmer erinnert


 

Blick auf das Museum auf dem Rossio Marquês de Pombal

Aber wären wir doch nur länger im Café geblieben, denn kaum sind wir wieder auf der Straße, fängt es kräftig zu regnen an. Wir stellen uns unter die Markise eines Schuhgeschäfts und müssen bestimmt 20 Minuten warten, bis der Regen vorbei ist. Dann werfen wir noch einen letzten Blick auf das Castelo, und zwar vom Lago Gadanhas aus, einem großen Wasserbecken, das wiederum ziemliche Ausmaße hat. Und weil es schon recht spät ist und die Straßen nass sind, bleiben wir einfach die Nacht über auf dem Parkplatz neben der Stierkampfarena stehen. Die Nacht wird wieder sehr kalt. So, und unser letztes Ziel in Portugal soll die Stadt Elvas sein, die ja ganz nah an der Grenze zu Spanien liegt.

am Lago Gadanhas stehen wir und werfen einen letzten Blick auf das Castelo

wir können uns immer wieder dafür begeistern, wie schön alles angelegt ist

jetzt sind Straßen und Wege nass

hier auf dem Praça de Touros wollen wir übernachten



unsere Tagesroute ca. 37km

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