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Samstag, 26. Januar 2013



hier und da sind vereinzelte Anwesen zu sehen

Die Nacht ist um halb sieben vorbei, als nämlich ein spanischer Reisebus auf den Rastplatz kommt und die Reisenden nicht zu überhören sind. Sie sind so laut, als stünden sie jeweils 50 Meter voneinander entfernt. Ist nicht übertrieben. Jedenfalls stehen wir dann recht bald auf, schreiben den Reisebericht und fahren weiter. Die Sonne lacht auch wieder, und da sieht doch alles gleich viel gefälliger aus, während bei Regen immer alles so deprimierend wirkt. Weiter geht es durch kaum besiedeltes Land; unterwegs sehen wir auch wieder zwei der riesigen Stiere am Wegrand, und diesen Gaucho, der für einen Sherry wirbt, den wir immer mit dem Namen Tio Pepe - Onkel Pepe - in Verbindung bringen. Ansonsten kennen wir uns mit Spirituosen nicht so aus. Und das ist auch gut so.



Tio Pepe begrüßt uns am Wegrand



die Gehöfte haben eine charmante Gesamtansicht

Wir biegen dann von der mautpflichtigen Autobahn ab nach Las Cabezas de San Juan, 6,45 EUR waren zu berappen. Dann geht es auf der N IV weiter über Jerez de la Frontera, über den Rio Guadalete zwischen den Orten mit den klingenden Namen El Puerto de Santa Maria und Puerto Real. Die paar Gehöfte oder Anwesen, an denen wir unterwegs vorbeikommen, sehen ziemlich elegant aus. Auf der A48 geht es weiter, aber wir biegen nach Chiclana de la Frontera ab, um in den Supermärkten noch eine Ladung Süßigkeiten für die Kinder in Marokko zu kaufen. Von hier geht es weiter zur benachbarten Stadt Conil de la Frontera, wo wir beim Aldi noch einen Großeinkauf für Marokko tätigen, Zahnbürsten, Zahncreme, Klopapier und solche Sachen, die wir dort nicht unnötig lange suchen wollen. Auch gibt es beim Aldi gerade tolle Kugelschreiber, bunte Filzstifte usw. Davon kaufen wir auch einen Schwung zum Verschenken in Marokko.  



Hundi auf einer Spazierfahrt auf der Avenida de los Descubrimientos in Chiclana de la Frontera



weiter geht es durch herrliche Landschaft



hier stehen hunderte Windräder, und zum Glück wohnt hier niemand

die Windräder wirken irgendwie surreal

Der Ort Conil ist eigentlich klein, auch liegt er ja direkt am Meer, aber überall sind Verbotsschilder für Wohnmobile aufgestellt. Na, Spanien ist eh nicht unser Land. Weiter geht unsere Fahrt nach Tarifa. Unterwegs kommen wir durch ein Gebiet mit hunderten Windrädern, und wir fühlen uns wie auf dem Mond.

Durchfahrt durch Tarifa

Dann fahren wir durch Tarifa, das unseres Erachtens auch schon mal besser ausgesehen hat. Irgendwie hat der Ort ganz schön abgebaut, finden wir. Na egal, aber eigentlich wollten wir hier übernachten, auf der Freifläche neben dem Lidl. Das lassen wir jetzt sein und fahren weiter in Richtung Gibraltar.

die Landschaft ist zwischen Tarifa und Algeciras atemberaubend schön

wir sind beim Aussichtspunkt, dem Mirador de El Estrecho

Es ist eine tolle Panoramafahrt mit herrlichen Blicken auf das gebirgige Land, das Meer und Afrika, Na ja, heute ist nicht viel von Afrika zu sehen, weil sich Wolken vorgedrängt haben. Auf der A7, der Autovía del Mediterraneo, geht es dann weiter über Algeciras nach La Línea de la Concepción.

drüben ist schon Afrika, auch wenn nur Wolken zu sehen sind

Gibraltar ist in Sicht

wir fahren an Algeciras vorbei

der berühmte Felsen - oder Rock of Gibraltar - ist in Sicht

heute ist Samstag und alle wollen rüber nach Gibraltar

hier ist der Grenzübergang

Dort angekommen, staunen wir, wieviel Autos heute nach Gibraltar wollen. Es ist halt Samstag, und Schnaps und Zigaretten sind drüben einfach billiger. Wir stellen uns auf eine Brachfläche weit abseits vom Geschehen, wo schon etliche Wohnmobile stehen. Beim näheren Hinschauen merken wir, dass sie fast alle englisch sind. Wir gehen dann nach La Línea und essen beim Burger King. Ein Wahnsinn, die Spanier haben Gibraltar hier direkt vor der Nase und können kein einziges Wort in englisch, nicht mal die Zahlen. (Das war in der Apotheke in Zafra und der Bosch-Werkstatt in Sevilla kein bisschen anders.) Und das bei einer Jugendarbeitslosigkeit von 50%. Da können die nicht mal ins Ausland gehen, wenn die keinen Piep in einer Fremdsprache zustande bringen. Ganz anders ist es da in Portugal, da sprechen die Leute ganz selbstverständlich englisch, und nicht nur die jungen.

auf dieser Brachfläche stehen die Wohnmobile, und bis auf zwei Ausnahmen sind sie alle englisch



unsere Tagesroute ca. 217km

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