d21.jpgd13.jpgd14.jpgd11.jpgd01.jpgd18.jpgd10.jpgd08.jpgd07.jpgd19.jpgd02.jpgd04.jpgd06.jpg

Donnerstag, 10. Januar 2013



wir erreichen Castro Verde

Unsere Fahrt geht weiter ins nur wenige Kilometer entfernte Castro Verde. Diese Stadt liegt auf einer Ebene, ist also nicht so steil bergauf und -ab wie die anderen Städte bisher. Aber statt des Grünen Kastells, was ja die Übersetzung von Castro Verde ist, sehen wir als allererstes die herrliche Mühle, deren Flügel mit Segeltuch bespannt sind und die sich auch drehen. Und zwar ziemlich schnell.



links wartet schon gleich ein großer Parkplatz auf uns



der Parkplatz ist großzügig angelegt

Genauso schnell ist dann auch ein Parkplatz gefunden, nämlich gleich am Ortsanfang. Platz ist bestimmt für 300 Autos. Und die Mühle steht am Ende des Parkplatzes. Jetzt wollen wir natürlich auch gleich hin zu ihr, auch wenn der Himmel plötzlich ganz bedrohlich aussieht. Obwohl es nicht kalt ist. Zuerst laufen wir einmal ganz um die Mühle herum und hören das Geräusch der sich drehenden Flügel, das wie ein Rauschen klingt. Dass sich die Flügel so schnell drehen würden, hätten wir nicht gedacht. Wir nehmen eine kurze Videosequenz davon auf.



die Windmühle hat ihre Flügel bespannt und ist in Betrieb

Dann gehen wir nach vorn zum Eingang, weil die Tür offensteht. Wir stecken unsere Hälse durch die geöffnete Tür und plötzlich ist der Müller da. Er bedeutet uns dann, dass wir ruhig hinaufgehen können. Das tun wir natürlich gern und steigen die engen Steinstufen hinauf. Einen Zwischenboden gibt es auf halber Höhe, und dann ist es ein Rattern und Rumpeln, als wir oben sind. Schade, dass wir mit dem Müller nicht reden können. Aber es ist faszinierend, wie genial alles gebaut ist. Alles mechanisch, bis auf die kleine elektrische Vorrichtung, die dem Müller die Getreide- bzw. Mehlsäcke anhebt und transportiert. Die hölzernen Zahnräder greifen ineinander und alles funktioniert wie von selbst. Das Getreide kommt über eine Schütte zum Mahlstein. Ganz oben sehen wir, wie sich der Balken dreht, an dem die Flügel befestigt sind. Auch hier oben machen wir nochmal zwei Filmsequenzen, weil man eine Windmühle heutzutage ja kaum noch zu sehen bekommt.



der Müller hat uns mit in die Mühle genommen



das einzig elektrische ist dieser kleine Lift

über diese Schütte gelangt das Getreide zum Mahlstein

Wir bleiben eine ganze Zeit hier oben in der Mühle, während der Müller weiter seiner Arbeit nachgeht. Dann steigen wir die Stufen wieder hinunter, und der Müller folgt uns. Am Ende geben wir ihm einen Euro, weil wir ihn ja vielleicht doch von der Arbeit abgehalten haben. Wir sind jedenfalls ganz beeindruckt von unserem Besuch der Windmühle - Moinho de Vento auf portugiesisch.

es ist ein Rattern und Rumpeln die ganze Zeit

wir steigen die engen Steinstufen wieder hinab

Draußen lesen wir dann noch auf einem angebrachten Schild, dass der Ursprung dieser Mühle, die übrigens eine Turmmühle ist, weit zurückreicht. Auf einer Zeichnung von Castro Verde aus dem Jahre 1813 war sie bereits vorhanden. In 1930 wurde sie dann geschlossen und für Wohnzwecke umgebaut, bis sie von der Gemeinde Castro Verde vollständig wiederhergestellt und in 2003 eingeweiht wurde. Ihre Wiederherstellung beinhaltete den kompletten Mühlenmechanismus und Teile seiner Struktur; man hat nur den Originalturm und den Zwischenboden im Originalzustand belassen. Wir lesen, dass es außer dieser Windmühle noch eine weitere gegeben hat, die ihre Wurzeln in der Architektur des heutigen "Badehaus" hat. (Das muss das größere Gebäude sein auf Foto 3, es steht jedenfalls "Sanitário" daran.)

weil der Himmel so bedrohlich dunkel wird, bleiben wir an Bord

So, und weil der Himmel immer bedrohlichere Schwarztöne annimmt, wollen wir unseren Besuch von Castro Verde auf morgen verschieben. Jetzt laufen wir nur schnell zum Intermarché, der sich ganz in der Nähe der Windmühle befindet, und kaufen ein paar Stück Kuchen für den Nachmittag. Die Flügel der Windmühle drehen sich noch bis zum frühen Abend, dann werden aber die Stoffsegel abgenommen und die Flügel kommen zum Stillstand. Wir sind dann auch die allereinzigen auf dem Parkplatz und haben einen schönen Blick auf die Stadt.

und so sind wir in Castro Verde untergekommen, unter dicken Wolken allerdings



unsere Tagesroute ca. 15km

back       |      next