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Sonntag, 29. Januar 2012



an diesem hübschen Brunnen vorbei steigen wir zur Burg hinauf

Gegen Mittag rappeln wir uns auf und steigen hinauf zum Castelo, der Burg. Unser Weg führt an diesem Brunnen vorbei, der ganz hübsch angelegt ist und dessen Wasser an der Steinmauer herunterläuft. Alles ist so gut angelegt mit mehreren Bänken oben und unten; im Sommer muss es hier richtig nett sein. Aber auch heute können wir froh sein, wenn uns der Schatten etwas Abkühlung verschafft.



alles ist immer so gut angelegt



wir betreten das Burggelände

Der Eintritt zur Burg beträgt dann 2,50 EUR; die junge Frau am Kassenhäuschen sagt uns, dass die Tickets eine Woche lang gültig seien und auch für das Museu do Rio im kleinen Ort Guerreiros do Rio gelten, südlich von Alcoutim und direkt am Fluss gelegen. Wir hatten das Museum auch auf unserer Fahrt gesehen. Außerdem gibt es auf dem Burggelände ein Archäologisches Museum und einen kleinen Kinosaal, wo Filme aus der Region gezeigt werden.



man kann auf der Burgmauer wandeln



ohne Handlauf würden wir hier wohl nicht entlanggehen

Wir steigen zunächst auf die Burgmauer und wandeln auf ihr entlang. Manche Stellen sind richtig schmal, da sind wir froh, dass Handläufe angebracht wurden. Und was für herrliche Blicke wir auf die Stadt und das gegenüberliegende Sanlúcar haben? Auch die Kapelle Nossa Senhora da Conçeição sehen wir von hier oben am allerbesten.



vom Castelo aus zeigt sich die Ermida de Nossa Senhora da Conçeição von ihrer schönsten Seite

Zwischendurch bleiben wir auch mal stehen und lesen in der Broschüre, die uns die junge Frau am Kassenhäuschen mitgegeben hat. Und zwar, so lesen wir, begann der Bau der Burg von Alcoutim während der Regierungszeit von Dom Dinis im 14. Jh., um die Grenze zu verteidigen und den Handel auf dem Rio Guadiana zu kontrollieren. Im 16. Jh. wurde das ogivale Tor des Flusses geöffnet und verschiedene Gebäude an der nördlichen Mauer erstellt. In der zweiten Hälfte des 17.Jh. und im 18. Jh. konstruierten die militärischen Ingenieure in dieser Burg eine Plattform, um die Batterie von sieben Kanonen aufzunehmen, die auf die Siedlung Sanlúcar de Guadiana gerichtet waren.



was für eine herrliche Aussicht von hier oben

Im Jahre 1992/1993, so lesen wir, entwickelte die Gemeindeverwaltung von Alcoutim ein Projekt zur Wiederherstellung der Burg. Aus diesem Projekt gingen einige archäologische Funde hervor: diese Funde wurden untersucht und nach Gründung im Jahre 2000 im Archäologischen Museum ausgestellt. Und in das Archäologische Museum gehen wir also und sehen dort einige Kanonenkugeln und Ausgrabungsstücke. Man läuft auf einem Steg mit Glasboden, während unten eine ausgegrabene Fläche zu sehen ist. Alles ist gut angelegt und sehenswert.



wir sind im Archäologischen Museum auf dem Burggelände

Ganz zum Schluss setzen wir uns noch in den kleinen Kinosaal und schauen uns ein paar Filmaufnahmen aus der Region an. Im Sommer finden hier handwerkliche und traditionelle Märkte statt, auf denen geklöppelte Spitze, Puppen aus Jute, Körbe aus Schilf verkauft werden. Die Kameraschwenks durch die kleinen Ortschaften des Hinterlands sind so schön; hier geht es beschaulich zu.



zurück am Ufer des Guadiana



Blick auf die Igreja Matriz, die Pfarrkirche, deren Lage am Ufer des Guadiana bestechend ist

Jetzt gehen wir aber wieder hinunter in den Ort, holen uns zwei Kaffees am Kiosk und setzen uns dann ans Ufer. Die alte Frau am Kiosk hat richtig zu tun. Hach, hier könnten wir stundenlang sitzen, aber im Hinterkopf haben wir immer das Problem mit unseren Bordbatterien, die uns seit einigen Tagen im Magen liegen. Irgendetwas stimmt mit ihnen nicht; die Spannung fällt immer viel zu schnell wieder ab, sobald sie voll sind. In letzter Zeit haben wir öfter den Generator bemüht. Wir bleiben jedenfalls noch eine weitere Nacht in Alcoutim.



am Kiosk heißt es pre-pagamento - man muss im voraus bezahlen und sich praktisch selbst bedienen..



..dafür hat der Kiosk den besten Platz am Flussufer



es ist lauschig in Alcoutim

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