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Sonntag, 27. November 2016



weiter geht unsere Fahrt

Unter grauem Himmel geht unsere Fahrt weiter. Es sind nur ein paar Kilometer, aber ohne Regen geht es auch heute früh nicht. Wir kommen an schönen Strandbuchten vorbei, bis wir schließlich Ericeira erreichen. Wenn man von Norden kommt, gibt es am ersten Kreisverkehr diese tolle Surferfigur mitten in der Welle, aber mittlerweile ist sie schon ganz rostig. Ist ja vielleicht doch nicht die gesündeste Sportart, oder jedenfalls ein Schlechtwettersport. Bisher waren wir nur ein einzigesmal in Ericeira; mit dem dicken Phoenix konnten wir dann nirgends stehen. Heute stellen wir uns da hin, wo ein paar kleine Boote abgestellt sind. Vom Wohnzimmer aus haben wir direkten Blick aufs Meer. Als wir dann losgehen in den Ort, ist es noch ziemlich kalt draußen. Entsprechend warm ziehen wir uns an, aber dann wandert zuerst Herberts Weste auf Annettes Arm, und dann auch ihre Jacke. Wird ja auch mal Zeit, dass wir wieder in richtig warme Gefilde kommen. Wir wurden schon etwas trübselig da im Norden, wo es zuletzt immer grau in grau war und kalt.



wir fahren unten an der Strandpromenade von Nazaré entlang

Ericeira gefällt uns total gut, obwohl der Ort gar keinen richtigen Badestrand hat, sondern hauptsächlich Felsenküste. Diese gekachelten Tafeln bzw. Richtungsschilder, an die können wir uns noch von damals erinnern. Alle möglichen maritimen Dingen sind aufgemalt, Taue, Ruder, Steuerräder. Alles erinnert an die Seefahrernation. Wir laufen durch die hübschen Gassen von Ericeira, bis wir am Praia do Sul, dem Südstrand, ankommen. Ein paar Angler stehen auf den Felsen und einer holt doch tatsächlich einen Fisch aus dem Wasser. Mittlerweile ist es richtig heiß. Wir setzen uns an der Strandpromenade in ein kleines Café auf zwei Bicas. Nur gut, dass wir den Tisch mit dem Sonnenschirm genommen haben. Und dann fängt ein anderer Angler einen richtig großen Fisch. Er hält seinen Käscher bereit und schwupp, landet der Fisch darin. Wir lange das her ist, dass wir mal was beißen sehen haben. Zuletzt in Hondarribia im Baskenland, als mal ein Angler einen Oktopus am Haken hatte, der dann alle seine acht Arme ums Handgelenk des Anglers geklammert hatte. Ansonsten stehen die Angler doch immer nur zum Zeitvertreib mit ihren Angeln da, oder? Für den Seelenfrieden.



ein Blick auf die Strandbucht von São Martinho do Porto

In einem großen Bogen laufen wir dann erstmal zurück. Annette tritt noch in Hundekacke. Hier hat aber auch jeder einen kleinen Fifi an der Leine; hier herrscht keine Armut. Wir bleiben eine Weile daheim und gehen gegen 16 Uhr noch mal los. Jetzt ist viel mehr los als am späten Vormittag. Ein schöner Ort. An der Touristinformation haben sie ein tolles Plakat hängen: Ein Surfer vor einer riesigen Welle. Und die Worte: Ericeira - World Surfing Reserve. In einer der vielen Konditoreien - Pastelarias - kaufen wir noch zwei Semmeln für den Abend und erfreuen uns am Sonnenuntergang, der sich genau vor unserem Wohnzimmerfenster ereignet. Dann wird es schlagartig kalt. Wir sind jetzt übrigens so weit westlich, dass wir mit der kleinen Satellitenschüssel keinen Fernsehempfang haben. Wohl erst wieder, wenn wir südlich von Lissabon deutlich weiter nach Osten rüberrücken.



Durchfahrt durch São Martinho do Porto



es geht an der Küste entlang



kilometerlange Sandstrände



so stehen wir in Santa Cruz


 



Herbert macht sich am Hackfleisch zu schaffen



gut, dass wir an der offenen Schiebetür braten können



unsere Tagesroute ca. 105km

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