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Mittwoch, 23. November 2016



wir stehen im dicksten Nebel, der vom Douro aufsteigt

Die Wolldecken konnten wir aber gut gebrauchen in der Nacht, denn heute früh sind es nur 5°C, die wir an Bord haben. Dauert nicht mehr lange, und wir werden die Heizung über Nacht laufen lassen müssen. Nicht, dass wir zu verpimpert wären, sondern dem Fahrzeug zuliebe. Vorm Frühstück sitzen wir heute sage und schreibe anderthalb Stunden an der Auswahl und Aufbereitung der gestrigen Fotos. Nicht, dass noch einer denkt, die Reiseberichte machten sich von ganz allein. Wir sitzen im dicksten Nebel; der Douro ist nicht zu sehen, aber wir glauben, dass, sobald wir ihn verlassen haben, wir wieder in durchsichtigere Gefilde kommen werden. Wir sind auch froh, letzte Woche in Amarante die Gasflaschen aufgefüllt zu haben, denn seitdem haben wir nirgends eine Tankstelle mit Autogas gesehen. Als wir gegen halb elf losfahren, sind es immer noch nur 4°C draußen. Wir haben die molligen Pluderhosen an, und Hausschuhe. Sieht ja keiner. Nach wenigen Kilometern reißt die Nebelwand auf und sind die herrlich bunten Weinstöcke wieder zu sehen. Wir kehren nach São João da Pesqueira zurück und fahren weiter in Richtung Vila Nova de Foz Côa. Die Straße bleibt kurvig, wird aber schön breit. Die Weinhänge werden jetzt deutlich weniger, es wird etwas waldig. Unterwegs kommt auch mal ein spanischer Radiosender herein, grr. schnell weiterschalten.



sobald wir den Douro verlassen, ist der Nebel fort von uns



ein Blick auf die Quinta Santa Luzia

Es kommen auch ein paar Regentropfen herunter, für die wir so gar keine Verwendung haben. Zwischendurch klettern die Temperaturen mal auf 6°C, gehen dann aber wieder hinunter auf 4°C. Vielleicht müssen wir uns doch eher aufmachen in den Süden als geplant. Als wir Vila Nova de Foz Côa erreichen, ist der Ort nichts besonderes. Wir überlegen, jetzt nicht weiter ins Hinterland vorzudringen, sondern uns in südliche Richtung zu begeben. Wir lassen die geplanten Orte Figueira de Castelo Rodrigo und Almeida aus und gehen auf die IP2 in Richtung Guarda. Wie schön, nach all den Kurven mal wieder einfach so dahinrollen zu können auf der autobahnähnlichen IP2. Ein Blick auf Guarda, der höchstgelegenen Stadt Portugals, und dann biegen wir ab auf die A23, immer weiter südlich. Und immer wieder kommen kurze Regenschauer. Nach etwa 30km biegen wir mal ab nach Belmonte, weil das braune Schild an der Autobahn so vielversprechend klingt: Vila de Belmonte - Aldeias históricas de Portugal (historische Dörfer von Portugal). Von weitem sieht man das Castelo von Belmonte hoch oben über dem Ort thronen. Wir fahren auch mal bis fast ganz hinauf, kehren dann aber um, als es immer enger wird. Dann stellen wir uns auf einen Parkplatz auf halber Höhe am Berg. Herbert schaut sich die Wetterkarte wieder an, aber ist alles nicht so besonders hier. Im Süden ist es trotzdem etwas wärmer als hier oben. Mal schauen, wie wir das machen werden mit der Weiterreise. Jetzt jedenfalls bleiben wir erstmal hier für die Nacht. Der Herbert will noch in die Serra da Estrela (das Sterngebirge), an dessen Fuße wir hier schon sind. Aber ob sich das bei dem ollen Wetter lohnt?



wir gehen auf die IP2 in Richtung Guarda



immer wieder kommen Regenschauer



unser Zielort Belmonte kommt in Sicht



immer weiter geht es bergan in Belmonte



wir fahren den Berg wieder hinunter



unser Platz für die Nacht



unsere Tagesroute ca. 148km

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