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endlich können wir das Auto mal wieder waschen

Nach drei Tagen Regen und Müßiggang und Lesen und Internet wollen und können wir heute endlich weiterziehen. Die Wettervorhersage für heute ist sehr gut, auch wenn der Himmel noch ganz zugezogen und grau ist. Wir wollen auch schnell noch in die Autowäsche. Anschließend überqueren wir die schöne alte Brücke, unter der wir die letzten sechs Tage gestanden hatten und dann geht es weiter auf der Rota do Vinho do Porto, immer am Douro entlang. Die Straße ist kurvig, aber mühelos zu befahren. Es geht auch durch kein Nadelöhr. Die Straße ist in richtig gutem Zustand. Die Blicke auf den Douro sind wunderbar; schade nur, dass das Wetter jetzt doch nicht so ist wie vorhergesagt. Die Weinregion am Douro wurde in 2001 von der UNESCO als eine außergewöhnlich lebendige und entwickelte Landschaft ausgezeichnet. Vielleicht bewahrt diese Auszeichnung ja, dass man die steilen Weinhänge nicht irgendwann zerstört, um die Trauben mit Maschinen ernten zu können. Während der Fahrt entlang dem Douro halten wir oft an, um Fotos machen zu können, denn der Fluss ist ja auf der falschen Seite für uns. Rechterhand könnte Annette leichter Fotos machen. Es gibt genügend Parkbuchten, und immer da, wo die Ausblicke besonders schön sind. Draußen sind es nur 8°C; hoffentlich sind wir nicht zu leichtsinnig in kurzen Ärmeln.



eine der Staufstufen vom Douro



die Fahrt geht direkt am Douro entlang



was für eine Farbenpracht



hier und da gibt es Parkbuchten



da hinten links ist Pinhão

Wir wollen dann auch nach Pinhão abbiegen, hat dieser Ort doch so einen herrlich alten Bahnhof, an den wir uns noch von damals her erinnern. Es geht über eine alte Brücke und dann hinunter zum Douro. Still ruht der Fluss, und das Laub an den Hängen spiegelt sich im Wasser. Fast schon mystisch, das ganze. Vielleicht ist es ja ganz gut, dass der Himmel so wolkenverhangen ist; das erzeugt eine gewisse Stimmung. Wir laufen dann unten am Douro entlang und hinauf zum Bahnhof. Herrlich, die alten Kachelmalereien, alles noch im original. Es kommt eine Durchsage und dann sehen wir auch schon einen Zug aus Richtung Régua kommen. Ansonsten ist jetzt nicht viel los im Ort. Wieder unten am Ufer dümpeln diverse kleine Ausflugsboote auf dem Wasser. Wir kehren noch auf eine Bica (Espresso) in eines der Cafés am Ufer ein. Es kommt ein altes Holzboot, und alles wirkt schon fast unwirklich, so schön ist die Landschaft. Dann setzen wir unsere Fahrt fort in Richtung Vila Nova de Foz Côa.



über diese alte Brücke geht es nach Pinhão



Ankunft in Pinhão



der Douro ist ganz still


 



der Bahnhof von Pinhão ist sehenswert


 


 



was für ein Panorama



jetzt verlassen wir den Douro

Es geht jetzt nicht mehr unmittelbar am Douro entlang, aber die vielen Weinhänge, die wir nun zu sehen bekommen, sind einfach fantastisch. Jetzt ist die richtige Jahreszeit für diese Region. Eine Landschaft wie gemalt. Die Straße kurvt so dahin, aber es ist eine Freude, hier zu sein. Es gibt viele Quintas, bekannte wie Sandeman und auch welche wie die Quinta Dona Matilde, die wir nicht kennen. Schöne Anwesen, alte Weindomänen. Kurz vor São João da Pesqueira haben wir noch einmal einen tollen Blick auf den Douro. Also so oft wie heute ist der Herbert noch nie ausgestiegen für ein Foto. Dann erreichen wir den Ort São João da Pesqueira, und wir finden, dass wir es für heute gut sein lassen sollten, nicht noch weiterfahren sollten bis Vila Nova de Foz Côa, damit wir uns nicht so überfüttern mit Eindrücken. Am Ortsende kommt ein großer Parkplatz, auf den wir uns stellen. Wir schalten die Heizung ein, denn draußen bleibt es weiterhin kalt. Hier stehen wir ganz gut, und es ist auch schon 15 Uhr, als wir hier ankommen.



Durchfahrt durch Casais do Douro


 


 


 



Ankunft in São João da Pesqueira

Bei der Durchfahrt durch Ort São João da Pesqueira hatten wir ein Schild mit Centro histórico gesehen, und so gehen wir jetzt mal los in den Ort. Irgendwann finden wir uns auf dem Praça da República wieder, der uns ein wenig spanisch vorkommt, aber jetzt nicht als Redewendung. Auf einem der vielen Richtungsschilder, wie Câmara municipal (Rathaus) oder Biblioteca hatten wir ein Schild mit einem Fernglas und dem Namen S. Salvador do Mundo gesehen. Jetzt sehen wir ein Foto von diesem São Salvador do Mundo. Es ist ein Aussichtspunkt am Douro. Wir beschließen, mal dorthin zu fahren, und vielleicht können wir ja auch da übernachten. Die Fahrt zieht sich ganz schön hin, bestimmt sieben oder acht Kilometer. Bei der entsprechenden Abbiegung kommt ein größerer Parkplatz, von dem aus ein schmaler Weg abgeht. Wir parken hier und gehen zu Fuß weiter. Nach ein paar hundert Metern sehen wir dann den Douro von oben, wie auf dem Foto von vorhin. Es gibt auch ein paar Picknickbänke und -tische hier. Wirklich schön alles, und die Sonne ist jetzt auch da. Wir bleiben dann auch hier auf dem Parkplatz für die Nacht, mit Blick auf den Douro durch die Frontscheibe. Und was uns mal wieder wundert - oder vielmehr nicht wundert - ist, dass wir hier, so fern jeder Ortschaft ganz normalen Internetempfang haben. Davon kann man in Deutschland nur träumen. Am späten Abend kommt dichter Nebel auf. Es wird bestimmt auch eine kalte Nacht. Wir sind gerüstet mit unseren Wolldecken.



wir tun mal ein paar Schritte durch São João da Pesqueira



auf dem Praça da República von São João da Pesqueira



wir fahren jetzt noch zum Aussichtspunkt São Salvador do Mundo



die Sonne kommt endlich



diesen Blick haben wir durch die Frontscheibe



Picknicktische und -bänke sind aus Schieferblöcken



da ist er wieder, der gute alte Douro



da hinten stehen wir und wollen da auch übernachten



unsere Tagesroute ca. 48km

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